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Berlinale: Rostocker Studenten jagen Tickets und Eindrücke

Berlin/Rostock Berlinale: Rostocker Studenten jagen Tickets und Eindrücke

Das Filmfestival in der Hauptstadt ist Spaß und Forschungsobjekt zugleich

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Studentin Solveig Hinz (21) freut sich über ihre ergatterten Tickets. Knapp zwei Stunden stand die Rostockerin vorm Ausgabeschalter.

Quelle: Fotos: Pauline Rabe

Berlin/Rostock. Wer zur Berlinale fährt, muss Geduld mitbringen: Das hat Solveig Hinz gerade erfahren. Knapp zwei Stunden lang wartete die Medien- und Kommunikationswissenschaftsstudentin der Uni Rostock für ein Ticket ihres Wunschfilms „T2 Trainspotting“. „Und es hat geklappt“, erzählt die 21-Jährige freudestrahlend.

Schon ab 5 Uhr morgens sammeln sich Studenten aus aller Welt in den Arkaden am Potsdamer Platz, um Tickets für die Streifen der 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin zu ergattern. Solveig Hinz ist eine der zwölf Rostocker Studenten, die eine Akkreditierung für das Festival erhalten hat. Möglich ist dies durch Skadi Loist vom Institut für Medienforschung: „Da ich Festivalforschung betreibe, habe ich 2014 mit meinem Start an der Uni Rostock auch angefangen, diesen Bereich verstärkt in die Lehre einzubringen.“

Seit Februar 2015 fährt sie gemeinsam mit Studenten zur Berlinale. „Zuerst fuhren wir mit acht, dann mit zehn, nun sind es zwölf“, sagt Loist. Die Nachfrage stieg mit den Jahren. „Die Fahrt ist eine tolle Gelegenheit für die Studenten, einen direkten Einblick in die Filmbranche zu bekommen.“ Als weltweit eines der drei wichtigsten Festivals sei die Berlinale nicht nur ein Ort für die neuesten Filme, sondern auch ein Ort für Filmbusiness.

„Am Rande finden unzählige Branchenveranstaltungen der Berufsverbände statt, an denen die Studenten ebenfalls teilnehmen können“, sagt die Expertin. Ebenso stellen sich internationale Filminstitute und Verleiher vor. „Diesen in der Öffentlichkeit weitgehend unsichtbaren Teil können die Studenten auf der Berlinale kennenlernen.“ „Ich finde es hier super“, sagt Filmliebhaberin Sabine Achsnig, die die Chance ergriffen hat und nach Berlin gereist ist. „Schon als ich zu Beginn meines Studiums von dieser Möglichkeit erfahren habe, war ich interessiert.“ Auch in Rostock geht die 29-Jährige regelmäßig ins Kino. „Ich lasse mich gern von der visuellen Kraft des Films begeistern.“

Um am Filmerlebnis der Berlinale teilzunehmen, haben die Studenten jeweils 80 Euro gezahlt. Mit ihrer Akkreditierung erhalten sie Zugang zu diversen der rund 400 Filme, die innerhalb von zehn Tagen in mehr als 30 Spielstätten laufen. Da die Universität keine Exkursionsmittel bereitstellen kann, schlafen die meisten der Rostocker Studenten bei Verwandten oder Freunden. „Ich übernachte bei meiner Schwester“, berichtet Hinz.

Sabine Achsnig nutzt den Besuch in der Hauptstadt ebenfalls, um Freunde wieder zu sehen. „Pro Tag plane ich sowieso nur bis zu drei Kinobesuche“, sagt die 29-Jährige. Das Pensum genüge ihr, um alle Filme verarbeiten zu können und trotzdem noch etwas anderes zu unternehmen. „Ausreichend Schlaf ist zum Beispiel unerlässlich.“ Die Studentin informierte sich schon im Vorfeld mithilfe der Berlinale-App, welche Filme sie unbedingt sehen möchte. „,Final Portrait’ und ,Tiger Girl’ reizen mich sehr.“ Beide Filme laufen in der Sektion „Wettbewerb“.

„Ich wäre enttäuscht, wenn ich kein Ticket für Logan bekomme“, erzählt Sarah-Jean Rückert. Die 21-Jährige ist nämlich Fan von Marvel Comics. Ann-Cathrin Hebel will sich auch mal überraschen zu lassen. „Ich hoffe auf Filme, die ich so nicht schauen würde und habe mir deshalb gar keinen Plan vorher gemacht", erzählt die 25-Jährige.

Akkreditierung für Studenten aus der Hansestadt

400 Filme werden in neun Sektionen vom 9. bis 19. Februar während der 67. Internationalen Filmfestspiele in der Hauptstadt Berlin gezeigt.

80 Euro kostet eine Studentenakkreditierung. Dazu gehört neben dem Zugang zu diversen Filmen eine Festivaltasche in Form eines Rucksacks.

12 Studenten der Universität Rostock nutzen in diesem Jahr die Chance und reisen nach Berlin. Informationen zum Festival und den Filmen:www.berlinale.de

Pauline Rabe

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