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Bonnie Tyler liebt deutsche Würstchen

Bonnie Tyler liebt deutsche Würstchen

Die gebürtige Waliserin singt am 30. Oktober in der Rostocker Stadthalle ihre großen Hits aus den 80er Jahren

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Zuletzt gastierte Bonnie Tyler im Februar 2013 in der Rostocker Stadthalle.

Quelle: Ove Arscholl

Südstadt Die britische Rock-Röhre Bonnie Tyler (65) kommt nach Deutschland. Am 30. Oktober beginnt sie ihre Tournee in der Rostocker Stadthalle. Im Interview verrät sie, was sie an der deutschen Küche schätzt und wie aus Gaynor Hopkins Bonnie Tyler wurde.

Sie gehen im Herbst auf Greatest-Hits-Tour. Wann waren Sie zuletzt in Deutschland?

Bonnie Tyler: Oh, ich bin immer mal wieder für einzelne Konzerte da gewesen. Aber das ist die erste richtige Tour seit einigen Jahren. Sie geht insgesamt vier Wochen. Und die Show in Rostock am 30. Oktober wird die allererste der Tour sein. Also, ich hoffe, alle kommen, kennen die Titel und singen mit uns. Wir werden viele alte Hits spielen, aber auch ein paar von meinem aktuellen Album „Rocks & Honey“. Ich komme mit einer großartigen Band und wir werden richtig rocken. Die Rostocker sollen sich auf einen großartigen Abend einstellen!

Was bedeutet Ihnen Deutschland – persönlich und für Ihre Karriere?

Tyler: Das erste Mal, dass ich in Deutschland war, war mit meiner ersten Hit-Single „Lost in France“, 1976. Und es war wunderbar. Ich hatte eine phantastische Karriere dort. Es ist eines der größten Länder für mich. Auch wegen des guten Essens. Es ist vom Feinsten. Es ist großartig, auf der Bühne zu stehen und zu singen, aber es gibt dort auch so viele tolle Restaurants.

Wenn Sie über deutsches Essen reden, woran denken Sie dann?

Tyler: Ich denke nicht unbedingt an Sauerkraut oder so. Aber die Art zu kochen ist dort manchmal sogar besser als in Frankreich. Die Würste, die es gibt, sind immer richtig gut. Es hängt immer ein bisschen davon ab, wo wir in Deutschland sind. In Berlin gibt’s diese Currywurst. Und in Bayern denke ich an Weißwurst und Radieschen. Also, jedenfalls gibt es viele gute Köche in Deutschland und wir essen dort ebenso gern, wie wir singen. Oh – und das Bier nicht zu vergessen!

In den 90ern haben Sie mit Dieter Bohlen gearbeitet. Wie kam das? Und haben Sie noch Kontakt?

Tyler: Das war eine großartige Zeit in den 90ern. Die Musik hatte sich verändert, wurde elektronischer. Es ging mehr in die Dance-Richtung. Und Dieter hatte zu mir Kontakt aufgenommen über die Plattenfirma Hansa.Wir haben zusammen das sehr erfolgreiche Album „Bitterblue“ gemacht. Und die Single „Bitterblue“ wurde ein großer Hit. Ich weiß, dass die Leute Dieter entweder lieben oder hassen. Aber auf jeden Fall kann man mit Dieter keinen Flop landen. Und er ist ein lustiger Typ. Er sagte immer „Bonnie, Du kannst doch keine Flasche Rotwein ausschlagen?“ Aber ich sagte, ich trinke erst nach der Arbeit, nicht nebenbei. In Kontakt sind wir nicht mehr, aber ich sehe ihn manchmal im Fernsehen, er ist ja jetzt Juror. Und ich denke immer, er ist so hart zu den Leuten. Ich könnte das nicht. Ich stehe lieber auf der Bühne.

Wie wählen Sie die Titel für Ihre Auftritte aus? Haben Sie persönliche Favoriten?

Tyler: Na klar habe ich die. Ich liebe es immer noch, „Total Eclipse of the Heart“, „It's a Heartache“, „Holding out for a Hero“ oder „Lost in France“ zu singen. Und die Leute mögen die 80er-Musik auch immer noch. Es gibt so viele Leute, die mit diesen Liedern eine tolle Zeit haben. In den 80ern war Musik immer groß und bombastisch. Es war eine großartige Zeit.

Vor ein paar Wochen lief wieder der Eurovision Song Contest, an dem Sie vor ein paar Jahren selbst teilgenommen haben. Verfolgen Sie das noch?

Tyler: Oh, ich war an dem Abend essen, deshalb habe ich es dieses Jahr verpasst und nur noch das Ende gesehen. Aber ich denke, die Bewertungen müssten mal geändert werden, denn es ist doch sehr politisch geworden. Ich finde es immer noch toll, dass ich damals dabei war. Es gab natürlich keine Chance, zu gewinnen. Aber es war eine schöne Gelegenheit, mein neues Album zu promoten.

Würden Sie nochmal antreten?

Tyler: Nein, natürlich nicht. Aber es war eine schöne Erfahrung. In den 80ern hatten sie mich schon einmal gefragt, aber damals hielt ich es für Quatsch. Ich war Nummer 1 in den Charts, also warum sollte ich dann bei Eurovision antreten? Aber als ich es gemacht habe, war es auch irgendwie die richtige Zeit dafür. Jeder weiß ja, dass es eine seltsame Sache ist, aber es gibt so viele Leute, die es einfach lieben.

Wie sind Sie Sängerin geworden? War das schon immer Ihr Wunsch?

Tyler: Als ich 16 war, war ich total von der 60er-Jahre-Musik begeistert. Phantastische Musik! Mein Vater hat für mich „Top of the Pops“ aufgenommen und ich saß dann in meinem Zimmer und habe die Texte mitgeschrieben, damit ich sie auswendig lernen konnte. Und ich habe die Lieder von Janis Joplin, Tina Turner und Joe Cocker geliebt. Da gab es so viele tolle Leute, die mich inspiriert haben, selbst zu singen. Und meine Tante kam dann irgendwann und meinte, ich hätte eine tolle Stimme und sollte doch mal an einem Talentwettbewerb teilnehmen. Und dann bin ich in Wales bei so einem Wettbewerb Zweite geworden. Ich hatte „Those were the Days“ von Mary Hopkin gesungen. Und sieben Jahre später wurde ich entdeckt. Mit 26 hatte ich dann meine erste Hit-Single.

Und wieso haben sie sich für den Namen Bonnie Tyler entschieden? Tyler: Als ich 1976 meinen Plattenvertrag mit RCA bekam, haben sie mich gefragt, ob ich ein Problem damit hätte, meinen Namen zu ändern. Und dann habe ich mir eine Tageszeitung gekauft und habe alle Vor- und alle Nachnamen, die in dieser Zeitung standen, jeweils auf ein Blatt Papier geschrieben. Dann habe ich alle Kombinationen durchprobiert, was wohl gut zu mir passen würde. Und so kam ich auf Bonnie Tyler – und bin heute sehr glücklich damit.

Restkarten bei der OZ

Tickets für das Konzert mit Bonnie Tyler gibt es noch für 43,50 Euro bis 60,75 Euro im Service-Center der OSTSEE-ZEITUNG, Richard-Wagner-Str. 1a, sowie unter ☎ 0381/38

303019 und online auf shop.ostsee-zeitung.de. Online sind auch sogenannte Fan-Tickets verfügbar, die ein Foto der Künstlerin zeigen.

Das Konzert beginnt am 30. Oktober um 19 Uhr in der Rostocker Stadthalle.

Interview von Ove Arscholl

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