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Brisanter Krimi: Als Privatermittler im Geheimdienstsumpf

Rostock Brisanter Krimi: Als Privatermittler im Geheimdienstsumpf

Der Schriftsteller Wolfgang Schorlau war am Donnerstag mit einem brisanten Krimi in Rostock: „Die schützende Hand“ thematisiert die schleppende Aufarbeitung des NSU-Rechtsterrorismus, Schorlau hat das Thema in einem Krimi verarbeitet

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Wolfgang Schorlau am 25. Februar in der anderen Buchhandlung.

Quelle: Thorsten Czarkowski

Rostock. Ort der Veranstaltung war die andere Buchhandlung in Rostock, auch der Lesungstermin hatte Symbolkraft: Denn am 25. Februar jährte sich zum 12. Mal der Todestag von Mehmet Turgut, dem Opfer eines NSU-Mordes, der in Rostock stattgefunden hatte.

Wolfgang Schorlau verpackt die Aufarbeitung der NSU-Morde in einem Kriminalfall. Er lässt einen Privatdetektiv, der früher einmal BKA-Zielfahnder war, ermitteln. Dabei stößt der Detektiv auf zahlreiche Ungereimtheiten, die der Schriftsteller selbst recherchiert hat. Die Quellen wollte er natürlich nicht preisgeben, wie Schorlau in der nachfolgenden Diskussion erklärte. Klar wurde ihm bei der Materialsammlung und bei Schreiben nur, dass man es mit einer großen Verschleierungsstrategie der Ermittlungsbehörden zu tun habe. Das betreffe auch die ungeklärten Todesumstände von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt.

„Dies ist das schwierigste Buch, das ich je geschrieben habe“, bekannte Wolfgang Schorlau. Ziel der Kritik ist besonders das Schweigen der Verfassungsschutz-Beamten in den Untersuchungsausschüssen. „In der Bundesrepublik ist gerade ein Machtkampf zwischen Legislative und Exekutive im Gang“, urteilte Schorlau. Also: Derzeit kommen die Parlamentarier nicht gegen die Geheimdienstler an. Es gebe aber Hoffnung, so der Autor. Auch in der Diskussion machte sich eine große Nachdenklichkeit breit. Angesichts dieses Themas und der jüngsten Todesfälle im Ermittlungsumfeld wurde der Autor auch gefragt, ob er Angst habe: „Nein“, sagte Wolfgang Schorlau nach kurzem Zögern.

 



Czarkowski, Thorsten

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