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Chippendales lassen 1700 Frauen kreischen

Südstadt Chippendales lassen 1700 Frauen kreischen

Showtanzgruppe aus Amerika ist am Sonnabend in der Stadthalle aufgetreten

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Die muskelbepackten Protagonisten streifen ihr Bauarbeiter-Outfit ab. FOTOS: OVE ARSCHOLL (3)

Südstadt. In der Rostocker Stadthalle sind am Sonnabend neben zahlreichen Hüllen auch jede Menge Hemmungen gefallen. Die Showtanzgruppe Chippendales aus Amerika präsentiert auf der Bühne im Minutentakt immer wieder neue Outfits, um diese sogleich wieder abzulegen. Feinripp-Hemden werden zerrissen, abgestreift oder ins Publikum geworfen, was immer wieder zu ohrenbetäubendem Kreischen im Saal führt.

1700 Frauen und eine Handvoll Männer sehen sich die Stripshow an, bei der die durchtrainierten und muskelbepackten Protagonisten mal als Gentlemen in Abendgarderobe erscheinen, mal als Hip-Hopper in Jogginghose, als Offiziere in weißen Uniformen, als Urwaldbewohner im Lendenschurz oder auch als Bauarbeiter mit Helm und Arbeitsschutzweste ihren Hammer schwingen. Jedes Klischee wird bedient und dankbar vom Publikum angenommen.

Sobald auch die Schlüpfer fallen und die Jungs ihre Knackärsche präsentieren, springen die Damen im Saal kreischend und jubelnd auf. Der Anblick der Vorderseite bleibt dann für die meisten der Phantasie überlassen. Die eine oder andere, die auf die Bühne geholt wird, darf aber einen flüchtigen Blick erhaschen. Da werden Liebesspiele angedeutet, und eine junge Frau aus dem Publikum soll zeigen, wie sie einem Chippendale ein Kondom über seine Banane streift – womit freilich eine echte Banane gemeint ist. Auch hier ist die Phantasie gefragt – immerhin bekommt die Frucht schließlich auch noch einen kleinen Kuss.

Zwischendurch wird getanzt und gesungen, während die Kollegen hinter der Bühne bereits in die nächsten Klamotten schlüpfen. Und auch das Publikum hat sich herausgeputzt, überall im Saal glitzern Pailletten. So auch bei Maria Dose (33) aus Bentwisch. Sie ist mit 14 Freundinnen gekommen, um einen lustigen Abend zu verbringen. „Danach geht die Party bestimmt noch irgendwo weiter“, sagt sie.

Diana Wilcken (35) aus Nienhagen ist gekommen, um schöne Männerkörper zu sehen – und ist erstaunt, dass die Jungs noch mehr drauf haben: „Die können ja auch singen, tanzen und Klavier spielen“, sagt sie fasziniert. Kurz vor der Pause sitzt Justin Rhodes, Teilnehmer der Castingshow „America's got Talent“, am Klavier und verzaubert die Damen mit Musik.

Fünf Frauen in schwarzen Klamotten und pinken Cowboyhüten kommen jedes Jahr von Usedom zu den Chippendales. „Wir machen uns einen schönen Mädelsabend und unsere Männer sitzen zu Haus und zocken“, erzählt Stefanie Mussehl (25) aus Heringsdorf. Warum die Frauen so kreischen? „Keine Ahnung, das passiert von ganz allein“ erzählt Melanie Wittfoth (20) aus Reutershagen, die mit Julia Karow (21) in der ersten Reihe sitzt.

Wer die Show der Waschbrettbäuche verpasst hat oder nicht genug gesehen hat, sollte sich den 2. Dezember 2017 vormerken – dann ziehen sich die Chippendales wieder in der Stadthalle aus.

Kragen und Manschetten werden seit 1979 ausgezogen

Weiße Kragen und Manschetten sind seit 1979 Markenzeichen der Chippendales. Im kalifornischen „Chippendales-Club“ gegründet, treten die muskelbepackten Männer weltweit mit Tanz, Gesang und Striptease auf. Kriminell wurde es 1987 in New York: Nach einem Streit mit dem Gründer Somen Banerjee um die Tourneerechte wurde Choreograf Nick DeNoia ermordet. Banerjee gestand später die Tat und beging 1994 vor der Urteilsverkündung Selbstmord.

Ove Arscholl

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