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Den Jazz aus der Nische holen

Stadtmitte Den Jazz aus der Nische holen

Das achte Festival „See more Jazz“ bringt am kommenden Wochenende fünf Bands nach Rostock

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Die Organisatoren René Geschke (l.) und Andreas Martens im Klostergarten, der am Freitag der erste Schauplatz von „See more Jazz“ ist.

Quelle: Thorsten Czarkowski

Stadtmitte. „Wir sind stark wetterabhängig“, sagt René Geschke. Denn vier von fünf Auftritten bei „See more Jazz“ finden unter freiem Himmel statt. Auch bei der achten Ausgabe des dreitägigen Festivals ist das so. Das kommende „See more Jazz“ wird vom 19. bis 21. August in Rostock über die Bühne gehen. Die Spielstätten an diesen drei Tagen sind wie gewohnt der Klostergarten, der Rostocker Zoo und zum Schluss die Kunsthalle.

Die Organisatoren René Geschke und Andreas Martens repräsentieren den Jazzdiskurs Rostock und den Jazzclub Rostock, die gemeinsam hinter dieser Veranstaltung stehen. „Der Jazzclub Rostock wurde 2003 gegründet und hat derzeit 115 Mitglieder“, erklärt Martens. Viele von ihnen sind an der Vorbereitung von „See more Jazz“ beteiligt und packen richtig mit an. Wenn zum Beispiel der Klostergarten für den Konzertabend hergerichtet werden muss, gibt’s viel zu tun. Das Festival lebt also auch vom freiwilligen Engagement Rostocker Jazz-Enthusiasten. Darüber hinaus gibt’s ein Netzwerk von (Jazz-)Freunden, Förderern und Sponsoren, die „See more Jazz“ unterstützen.

René Geschke ist klar: „Jazz ist Nischenmusik.“ Aber es geht darum, ihn aus der Nische zu holen. So ist auch in diesem Jahr das Programm konzipiert. Der Anspruch von „See more Jazz“ ist es, ein größeres Publikum anzusprechen, so Andreas Martens. „Wir wollen für Jung und Alt ein Programm bieten und dabei ein breites Spektrum im Jazz zeigen“, sagt Martens.

„Wir haben im Vorverkauf bislang rund 400 Karten abgesetzt“, zeigt sich Geschke mit dem Zwischenstand zufrieden. Angepeilt werden in diesem Jahr rund 1500 Besucher. Klar ist aber auch, dass bei einem weiteren Publikumszulauf das Festival an Grenzen stoßen würde, jedenfalls im Klostergarten, der eine Maximalkapazität von 400 Besuchern hat. Am Freitagabend spielt dort der britische Pianist Andrew McCormack mit seinem Trio, ergänzt um den Saxofonisten Ben Kraef. Einen besonderen Gast haben Geschke und Martens ebenfalls für den Freitag eingeladen, es ist die erst 19-jährige polnische Bassistin Kinga Glyk, die mit ihrem Quartett nach Rostock kommen wird. „Wir haben Kinga Glyk bereits im Januar gebucht – und jetzt ist sie auf dem Weg, ein Star zu werden“, freut sich René Geschke über diesen Glücksgriff. „Die polnische Jazzszene ist bei uns seit 20 Jahren unterrepräsentiert, auch das wollen wir damit ändern.“ Kinga Glyk ist in ihrer Heimat bereits ein Star und spielt das erste Mal überhaupt außerhalb Polens.

Für den Sonnabend im Zoo haben die Veranstalter zwei Bands gewonnen, die eher populäre Jazz-Spielarten bevorzugen: die Heidelberger Formation De-Phazz sowie die heavytones, also die ehemalige Hausband von Stefan Raab. Der traditionelle „See more Jazz“-Sonnabend im Zoo trägt familiären Charakter, dazu passt der Festival-Grundsatz, dass Kinder bis 14 Jahren freien Eintritt haben.

Beschlossen wird das Festival am 21. August in der Kunsthalle mit einem Jazz-Star: Es ist der schwedische Pianist Jacob Karlzon, der sich europaweit bereits einen Namen gemacht hat.

Das Programm

Freitag, 19. August im Klostergarten: 19.30 Uhr der britische Pianist Andrew McCormack mit Sam Lasserson (Bass), Anton Eger (Schlagzeug) und Ben Kraef (Saxofon)

21.30 Uhr: Die polnische Bassistin Kinga Glyk mit ihrem Quartett

Sonnabend, 20. August im Rostocker Zoo: 19 Uhr Die Heidelberger Band De-Phazz, 21 Uhr die heavytones

Sonntag, 21. August in der Kunsthalle Rostock: 11 Uhr der schwedische Pianist Jacob Karlzon Preise: Festivaltickets im Vorverkauf 44,50 Euro, für Jazzclubmitglieder und Studenten 39,50 Euro, an der Abendkasse 48 Euro; Tickets für Freitag 22,50/17,50/25 Euro; Tickets für Sonnabend 28,50/23,50/30 Euro, Tickets für Sonntag 20,30/15,30/24 Euro

Thorsten Czarkowski

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