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Der Professor liebt des Gegenständliche

Brinckmansdorf Der Professor liebt des Gegenständliche

Im Ruhestand widmete sich Peter Rommel ganz der Malerei / Ausstellung in der Societät maritim geplant

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Professor Peter Rommel mit seinem – vorerst – letzten Bild. Er malt eher gegenständlich.

Quelle: Jürgen Falkenberg

Brinckmansdorf. Den Keim zum künstlerischen Schaffen des zwölfjährigen Peter legte die Ahrenshooper Malerin Frieda Löber. Sie vermittelte die Schönheit der Aquarellmalerei. Peter Rommel wurde nicht Maler, sondern erlernte den „ordentlichen“ Beruf des Veterinärmediziners. In der wissenschaftlichen Laufbahn wurde er Professor, hatte Auslandseinsätze, so zu DDR-Zeiten als Leiter des Internationalen Forscherkollektivs „Eitransplantation“ im Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW). 1995 beendete er seine Lehrtätigkeit an der Universität Rostock.

„Mit dem verordneten Ruhestand stellte ich meine wissenschaftliche Arbeit ein und widmete mich ganz der Kunst“, sagt Professor Rommel (81).

Ein Teil zwanzigjähriger Maltätigkeit ist in Keller und Boden im Brinckmansdorfer Haus zu finden, aber auch an den Wänden mancher Freunde. Etwa 3000 Bilder, zumeist Aquarelle, entstanden. „Starke Abstraktionen mag ich nicht. Ich liebe das Gegenständliche“, sagt er, der die Mecklenburger Landschaft, die See und den Strand abbildete.

So wird auch die nächste Arbeit, der alte Stadthafen von Wismar, ausfallen. Wenn Professor Peter Rommel sagt: „Ich fand’s am Strand im Ostseesand“, dann sind es seine Materialien: Steine und Holz für das figürliche Gestalten. Steinerne Kleinplastiken wurden und werden noch fantasievoll zusammengefügt. So kann der Betrachter auch seine Freude an sehr realistischen Eros und Aphrodite haben.

Werke des Künstlers sind in der bunten Stube Ahrenshoop, aber auch in Teterow zu sehen. Und zu haben. Eine Werkschau mit Bildern und Skulpturen war zum achtzigsten Geburtstag in der Societät Rostock maritim geplant. Eine Operation kam dazwischen. Nun werden Rommels Werke im Januar zu sehen sein. Dann werden auch Karikaturen, deren Erschaffung ihm viel Freude bereitet, ausgestellt. In den Jahren entstanden häufig Kalender. Karikaturen zieren den Gedichtband „SaTierisches“ von Jürgen Nitschmann, der ebenso wie 2010 „Die Kuh und wir“ von Bernhard Piatkowski im BS Verlag erschien. Die karikaturenhafte Umsetzung von: „Man hört, dass Züchter oft bei Tieren die Farbgebung manipulieren. Die schwarze Kuh erhielt ’nen Preis, den dritten nur – die Milch blieb weiß“ ist hintersinnig-humorig.

Professor Peter Rommel hat die Kunst zum Lebensinhalt gemacht und wird weiter schöpferisch tätig sein.

Jürgen Falkenberg

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