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Der Schriftsteller Werner Heiduczek wird 90

Rostock/Leipzig Der Schriftsteller Werner Heiduczek wird 90

Der bekannte Autor von Romanen wie „Abschied von den Engeln“ und „Tod am Meer“ lebt in Leipzig. Aus Oberschlesien stammend, wurde er nach dem Zweiten Weltkrieg Neulehrer, wurde Schriftsteller und geriet in Konflikte mit der DDR-Kulturpolitik.

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Der Schriftsteller Werner Heiduczek begeht seinen 90. Geburtstag.

Quelle: Andre Kempner

Rostock/Leipzig. „Ich glaube schon, dass die Märchen bleiben werden“, sagt der Schriftsteller Werner Heiduczek und denkt dabei auch an seine eigenen Neubearbeitungen von Märchen und Sagen. An diesem Donnerstag begeht der Autor seinen 90. Geburtstag und blickt ansonsten nüchtern und fast radikal auf sein eigenes und das Werk anderer: „Von den heutigen Literaten wird nicht viel bleiben. Was heutzutage entsteht – da bin ich sehr skeptisch, dass in 50 Jahren noch jemand drüber spricht.“

Heiduczek, der mit seiner Lebensgefährtin Traudel Thalheim (80) in Leipzig lebt, wurde durch Romane wie „Abschied von den Engeln“, 1968 sein literarischer Durchbruch, und „Tod am Meer“, 1977 Auslöser deutlicher Ungnade der DDR-Kulturpolitik, bekannt. Er verfasste zudem Erzählungen, Stücke und Hörspiele für Kinder, darunter nicht wenige Bearbeitungen aus der Welt der Sagen und Mythen. Zu den bekanntesten Arbeiten gehören „Mark Aurel oder Ein Semester Zärtlichkeit„, “Die seltsamen Abenteuer des Parzival„, “Orpheus und Eurydike„, “Der kleine Gott der Diebe„.

Geboren und aufgewachsen in der oberschlesischen Industriestadt Hindenburg (heute Zabrze), wurde Werner Heiduczek nach dem Zweiten Weltkrieg und später in der DDR zunächst Lehrer und Kreisschulrat, war danach seit Mitte der 60er Jahre Schriftsteller und zeitweise Bezirksvorsitzender Halle des Schriftstellerverbandes. Von der Stasi wurde er trotz seiner SED-Mitgliedschaft (bis 1990) observiert und als “negativ-feindlicher Mensch„ angesehen. Nach seinem Roman “Tod am Meer" (1977), der auf Betreiben der UdSSR verboten und heftig kritisiert wurde, war er verstärktem Druck durch die DDR-Kulturpolitik ausgesetzt.

OZ

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