Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Des Kaisers neue Lieder

Rostock Des Kaisers neue Lieder

Roland Kaiser geht mit seinem aktuellen Album „Auf den Kopf gestellt“ auf Konzertreise und tritt dabei am Freitagabend in der Rostocker Stadthalle auf.

Voriger Artikel
Kunst geht unter die Haut - mit Dankesbriefen
Nächster Artikel
So klingt der neue Song von Marteria

Roland Kaiser. Der Sänger will am Freitagabend seine Rostocker Fans begeistern.

Quelle: Sandra Ludewig

Rostock. Am Mittwochabend hat Sänger Roland Kaiser (64) in Cottbus seine neue Konzertreise „Auf den Kopf gestellt“ gestartet. Am Freitag ist er in der bereits seit Wochen ausverkauften Rostocker Stadthalle zu Gast und wird sein gleichnamiges Album aus dem Vorjahr vorstellen. Im OZ-Interview spricht er über seine Musik und seine Begegnungen mit zwei Bundespräsidenten.

OSTSEE-ZEITUNG : Es steht eine neue Konzertreise an. Haben Sie sich was Neues ausgedacht?

Roland Kaiser : Natürlich. Man kann doch keine Tournee machen ohne neues Programm.

Aber Sie wollen nichts verraten?

Das mache ich nicht. Nur so viel: Das Publikum wird sich freuen. Wir werden mit neuen Titeln und neuem Programminhalt kommen. Es wird eine tolle Tour.

Gibt es auch wieder Stücke, die gar nicht von Ihnen sind?

Ja. Insgesamt fünf Stücke. Die sind natürlich artverwandt mit meiner Musik. Auch in deutscher Sprache, aber eben nicht von mir. Aber da möchte ich auch noch nicht mehr verraten.

Ihr Video mit Maite Kelly, „Warum hast Du nicht nein gesagt“, hat inzwischen mehr als 36 Millionen Internet-Klicks. Was hat man als Künstler davon? Ist es reine Freude oder verdient man damit auch was?

Das freut mich natürlich. Es ist doch schön, wenn so viele Menschen den Titel offensichtlich mögen und auch immer wieder hören wollen.

„Halt mich noch einmal fest“ ist jetzt als Single erschienen. Was für einen Sinn haben Singles heute im Download-Zeitalter noch?

Na ja, ohne Single wirst Du nicht im Radio gespielt. Und man sieht ja: „Warum hast Du nicht nein gesagt“ hat Gold bekommen. Es sind 200000 Stück davon verkauft worden. Es hat schon Sinn, wenn es funktioniert. In der Regel ist es ein Werbetrailer für das Album. Und manchmal wird so eine Single eben auch noch ein eigener Hit.

Anderes Thema: Der Kaiser und die Präsidenten. Sie haben ja im Vorjahr das Bundesverdienstkreuz bekommen. Wie kommt das? Ruft dann der Bundespräsident an?

Nein, natürlich nicht. Man wird von jemandem vorgeschlagen - man erfährt auch gar nicht, von wem. Und das Bundespräsidialamt prüft das dann. Und wenn die der Meinung sind, dass man die Auszeichnung bekommen sollte, dann kriegt man einen Brief und wird informiert, dass man ein Bundesverdienstkreuz erhält. Und das kann man dann annehmen oder nicht.

Was geht dann in einem vor?

Erst mal ist man natürlich überrascht. Und auf der anderen Seite weiß man natürlich genau, dass man so eine Auszeichnung nur stellvertretend für die vielen ehrenamtlich tätigen Menschen bekommt, die hinter den verschiedenen Organisationen stehen, für die ich tätig bin.

Was passiert mit diesem Orden? Werden Sie ihn irgendwann mal tragen?

Nein. Ich habe ja auch noch einen Landesverdienstorden. Und die liegen beide im Tresor. Die trage ich nicht.

Den künftigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier haben Sie in der Bundesversammlung mitgewählt. Wie kam es dazu?

Also, die SPD-Fraktion aus Mecklenburg-Vorpommern hatte mich als Wahlmann nominiert. Und das habe ich gern angenommen, weil ich damit die Möglichkeit erhalten habe, einen Präsidenten mitzuwählen, den ich einerseits für die Idealbesetzung halte und dem ich außerdem freundschaftlich verbunden bin.

Wie haben Sie sich kennengelernt?

Ich habe ihn begleitet auf einer seiner Wahlkampfreisen, als er damals als SPD-Kanzlerkandidat gegen Angela Merkel angetreten ist. Und schließlich hat uns unser gemeinsames Engagement für das Thema Organspende zusammengebracht.

Was wird er für ein Bundespräsident werden?

Ein mahnender, ein versöhnender und - ich bin mir sicher - ein guter Präsident. So wie Joachim Gauck auch ein guter Präsident war. Er wird da ganz sicher eine gute Tradition fortsetzen.

Zurück zur Musik: Im Mai sind Sie in der Dresdner Philharmonie zu erleben. Dann nur mit Orchester, ohne Ihre Band?

Ein Teil meiner Band wird dabei sein, aber ansonsten die große Besetzung sowohl der Philharmonie als auch des Chores. Da werden wir dann rund 150 Leute auf der Bühne sein.

Also ist das schon eine größere Nummer als bei Ihrem „Affären“-Album?

Das kann man nicht vergleichen. Es ist ein ganz anderes Orchester und außerdem wird es ja live sein. Wir spielen im Neuen Kulturpalast in Dresden.

Wird das aufgezeichnet? Kann man es später nachhören?

Ja, es wird auf jeden Fall im Fernsehen zu sehen sein. Und ich gehe mal davon aus, dass es dann später auch zu kaufen sein wird.

Haben Sie überhaupt noch Zeit für neue Musik?

Ja, ich bin gerade dabei, mit den Komponistinnen und Komponisten etwas zu entwickeln. Das kommt aber erst nächstes Jahr. Gerade beschäftige ich mich noch mit dem Programm für meine Konzerte. Danach steht die Klassik an und dann kommt die Open-Air- Tour.

Das heißt, wer Sie jetzt in Rostock erlebt und dann im Sommer zu Ihrem Konzert nach Schwerin kommt...

 ...der kriegt ein neues Programm zu sehen und hören. Aber dafür müsste man sich dann jetzt schon entschieden haben, denn wir haben das große Glück, dass alle Konzerte in Mecklenburg-Vorpommern bereits ausverkauft sind.

dpa/OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Auftakt
Bill Kaulitz, Sänger der Band Tokio Hotel, im „KOKO“-Club in London.

Manga-Frisur und kreischende Fans: Diese Bilder haben viele im Kopf, wenn sie an Tokio Hotel denken. Zwölf Jahre nach ihrem Durchbruch hat sich die Band musikalisch und optisch komplett gewandelt. Doch bei ihrem Tourauftakt in London ist irgendwie doch alles beim Alten.

mehr
Mehr aus Kultur

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Neue Kita eröffnet am Kindertag

Rostocker Institut Lernen und Leben feiert Richtfest für Neubau in Neubukow