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Die Suche nach den Farben der Großstadt

KÜHLUNGSBORN Die Suche nach den Farben der Großstadt

Weil die vergangene Ausstellung des Großvaters Waldemar Rösler (1882-1916) nur kurze Zeit währte, hat Anka Kröhnke im Museum-Atelierhaus „Rösler-Kröhnke“ wieder umgebaut.

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Anka Kröhnke zeigt in der neuen Ausstellung Werke aus dem Fundus der Künstlerfamilie, darunter Bilder ihrer Mutter, die im Zweiten Weltkrieg entstanden.

Quelle: Fotos: Sabine Hügelland

Kühlungsborn. Weil die vergangene Ausstellung des Großvaters Waldemar Rösler (1882-1916) nur kurze Zeit währte, hat Anka Kröhnke im Museum-Atelierhaus „Rösler-Kröhnke“ wieder umgebaut. Die Werke des Großvaters – aus Anlass des 100sten Todesjahres – sind bald in Ahrenshoop und Berlin zu sehen. Im Atelierhaus hängen jetzt Lithographien des Großvaters, Bilder und Zeichnungen der Großmutter Oda Hardt-Rösler (1880-1965) und Arbeiten ihrer Mutter Louise Rösler (1907-1993), die in der Nachkriegszeit zwischen 1940/50 entstanden sind.

Eine Ausstellungseröffnung für die Schau „Die Künstlerfamilie Rösler“ wird es diesmal nicht geben, dafür bleibt diese letzte Exposition im Jahr bis Ende April 2017 bestehen. Zu sehen sind auch Werke der Künstlerfamilie aus dem großen Fundus, die bisher noch nicht gezeigt wurden.

Die Bilder der Großeltern hängen im Saal im Eingangsbereich des Atelierhauses. Waldemar Röslers Motive stammen zum Teil aus Berlin-Lichterfelde, auch aus Ostpreußen und der Ostsee. Im oberen Teil sind an die 30 bis 40 Malereien und Collagen der Mutter zu sehen, darunter auch postkartengroße, denn sie machte damals aus der Not eine Tugend. Während des Zweiten Weltkrieges war Louise Rösler mit ihrer kleinen Anka aus Berlin evakuiert worden und lebte nun in Königsstein im Taunus.

„In den Nachkriegsjahren herrschte Mangel an allem, natürlich ebenso an Malgründen und Farben. So entstanden sehr kleinformatige Arbeiten auf gefundenen Holzbrettchen, Pappstücken, auch die Hartfaserpappen, die nach den ersten freien Wahlen übrig blieben, dienten als Malgründe“, erinnert sich Anka Kröhnke. „Die Bonbonpapiere von den Besatzungssoldaten waren damals das einzig bunte.

Danach haben wir immer geschaut und sie am Straßenrand aufgesammelt“, sagt die Tochter. Sabine Hügelland

OZ

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