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Ein Tag für die Sorgen der Senioren

Warnemünde/Diedrichshagen Ein Tag für die Sorgen der Senioren

Seniorenausschuss stellt sich und seine Ziele vor / Mehr als zwei Drittel der Einwohner Warnemündes sind über 50 Jahre alt

Warnemünde/Diedrichshagen. Morgen ist Seniorentag in Warnemünde, die erste Veranstaltung dieser Art, die der vor wenigen Monaten gegründete Seniorenausschuss des Ortsbeirats auf die Beine gestellt hat. „Älterwerden in Warnemünde und Diedrichshagen“ ist das Motto. „Ein Informationstag rund um kulturelle, gesundheitliche und Freizeitangebote, die es in Warnemünde gibt“, sagt der Ausschussvorsitzende Horst Döring.

 

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Wir müssen etwas für die Generation ,60 plus’ tun.“Horst Döring, Seniorenausschuss

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Der Tag soll ein bisschen von allem bieten: Kultur, gemütliches Beisammensein, Kuchenbasar und Kaffeetafel – und natürlich Informationsaustausch. Viele Vereine, Ins-

titutionen, Selbsthilfegruppen und Unternehmen wollen sich und ihre Angebote für Senioren vorstellen. Vom Verband der Gartenfreunde über die Verbraucherzentrale und den Pflegestützpunkt Rostock bis hin zur Rostocker Straßenbahn AG haben sich Gäste angesagt, die ihre Informationsstände morgen Nachmittag im Vereinsheim der Kleingartenanlage „Am Moor“ im Wiesenweg aufbauen wollen.

Auch der Warnemünder Seniorenausschuss wird sich und seine Ziele vorstellen. Doch dahinter steckt viel mehr. „Es geht bei der Ausschussarbeit nicht nur um nette Nachmittage in gemütlicher Runde mit Gleichgesinnten“, sagt der Ausschussvorsitzende, Horst Döring. „Es geht um Arbeit, ehrenamtliche Arbeit im Interesse des Gemeinwohls.“ Wenn auch das eine das andere nicht ausschließen müsse. Aber:

„Wir müssen etwas für die Generation ,60 plus’ in Warnemünde tun“, sagt Döring. Die Zahlen der Rostocker Bevölkerungsstatistik sprechen eine klare Sprache: Knapp 7800 Menschen wohnen in Warnemünde und in der Eigenheimsiedlung Diedrichshagen. Mehr als 3000 von ihnen sind älter als 65 Jahre. Die 50-Jährigen hinzugezählt, machen die Älteren in diesem Teil der Stadt schon über zwei Drittel an der Gesamtbevölkerung aus. Unter 15-Jährige gibt es hier hingegen weniger als 600.

„Deshalb hat der Warnemünder Ortsbeirat seinen Seniorenausschuss geschaffen“, sagt Döring. „Es geht darum, die Interessen und Belange der älteren Menschen zu erkennen und zu bündeln und zwischen Politik, Verwaltung und allen weiteren Entscheidern zu vermitteln und darum, ihnen als beratendes Gremium zur Seite zu stehen.“ Vier Aufgabenfelder wollen die Mitglieder des Seniorenausschusses beackern: Verkehr, Mobilität und Sport, dann Soziales mit den Bereichen Gesundheit und Pflege, dazu Kultur und Bildung und schließlich die Stadtentwicklung und Umweltbelange, die sich nicht allein in den Abgasen der Kreuzfahrtschiffe erschöpften.

Angebote für Senioren gebe es viele, sagt Döring. Der Ausschuss werde früher oder später auch dazu kommen müssen, kompetente Beratung und Entscheidungshilfe anzubieten. „Diese kritische Auseinandersetzung mit den Angeboten, ihre qualitative Prüfung – all das fehlt leider noch in der Stadt“, sagt Döring.

Einen ersten Ansatz soll auch schon der morgige Seniorentag leisten. Da wird es beispielsweise nicht allein um die Angebote von Apotheken und Arzneimittelherstellern gehen, sondern auch um ihre Analyse seitens der Verbraucherzentrale. Sie will unter anderem die Werbeaussagen rund um die Gesundheit auf den Prüfstand stellen.

Erster Seniorentag für Warnemünde/Diedrichshagen

„Älter werden in Warnemünde und Diedrichshagen“ ist das Thema des ersten Seniorentages am 15. Juni von 14 bis 17 Uhr im Vereinsheim KGV „Am Moor“ in Warnemünde.

14.30 Uhr: Auftritt der „Warnemünder Trachtengruppe“

Ab 15 Uhr: Besichtigung der Aktionsstände und Austausch zu den Angeboten von Vereinen, Verbänden, Einrichtungen und Institutionen für Senioren (2. Teil ab 16.20 Uhr) ab 15.45 Uhr: Auftritte des Kinderchores der Warnemünder Kirchgemeinde, der Line-Danc-Gruppe „Dancing heels“ und der Kinderakrobatikgruppe des SV Warnemünde

Klaus Walter

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