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Feurige Tango-Klänge ertönen in der Pfarrscheune

VOLKENSHAGEN Feurige Tango-Klänge ertönen in der Pfarrscheune

Musik der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern erklingt auch an ungewöhnlichen Orten. Nicht nur die Spielstätten Ulrichshusen, Redefin oder die Neubrandenburger Konzertkirche haben ihre Reize.

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In der Kulturscheune Volkenshagen wird es ein Konzert im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern geben.

Quelle: Jürgen Falkenberg

Volkenshagen. Musik der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern erklingt auch an ungewöhnlichen Orten. Nicht nur die Spielstätten Ulrichshusen, Redefin oder die Neubrandenburger Konzertkirche haben ihre Reize. Die Selliner Seebrücke, die Haferscheune in Stolpe, das Korbwerk in Heringsdorf und andere ungewöhnliche Orte locken das Publikum an. Einer der besonderen Spielorte ist auch die Pfarrscheune Volkenshagen. Am Sonntag, dem 14. August, werden um 16 Uhr Jarkko Riihimäki und Friends feurige Tangos und Klassiker des Jazzrepertoires bieten.

Das Kirchdorf Volkenshagen, einst jahrhundertelang geistig-kultureller Mittelpunkt der umliegenden Dörfer, wird mit den Kulturveranstaltungen des Jahres erneut Anziehungspunkt. Ein Blick in die ältere und jüngere Geschichte gibt Aufschlüsse. Der Kirche des Ortes, nachweislich 1294 gebaut, ist ein Pfarrhof mit großer Pfarrscheune angegliedert. In den Jahren wurden sowohl die Kirche als auch die Gebäude des Pfarrgehöfts immer sanierungsbedürftiger. Die Kirchengemeinde entschloss sich, das Pfarrhofgelände zu Gunsten des Erhalts der Kirche zu veräußern. Bereits 1992 gab es den Verkauf, die Kirche konnte erhalten werden. Das Pfarrgehöft ging von Hand zu Hand. Es verfiel immer mehr.

2004 erwarb Joachim Sedemund (80) die Immobilie. Der Rechtsanwalt und Klassikfan nannte es einen Glücksfall und schaffte es, aus den Ruinen Pfarrhaus und -scheune neu erstehen zu lassen. Die Pfarrscheune, nun besser Kulturscheune zu nennen, wird vielfach genutzt.

Der Potsdamer Sedemund ist eng mit der Musik verbunden. Einst selbst Geige spielend, trug er 2001 zur Gründung der Kammerakademie Potsdam bei, die heute ein Aushängeschild ist. Aus dem Ensemble Oriol Berlin und dem Perseus-Ensemble Potsdam entstand einer der erfolgreichsten Klangkörper, der heute strukturell und finanziell etabliert ist.

Joachim Sedemund, einst in Bonn tätig und nun Chef einer Potsdamer Anwaltskanzlei, erhielt als Dank 2012 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik. Für den Volkenshäger Einsatz gibt es nur den Dank der Musikfreunde. Festspiel-Musik: 14. August, 16 Uhr, Pfarrscheune Volkenshagen

Jürgen Falkenberg

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