Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Graffiti-Sprayer verschandeln Bahnhofsgebäude

GELBENSANDE Graffiti-Sprayer verschandeln Bahnhofsgebäude

Auf eine Fläche von 60 Quadratmetern haben Unbekannte in Gelbensande Schriftzeichen und Sprüche gesprüht / Die Polizei hofft auf Hinweise zu den Tätern

Voriger Artikel
600 Gäste bei „Kultur trifft Genuss“
Nächster Artikel
Umbau Stadthalle: 2017 wird die Hansemesse zur Konzertarena

Knapp 60 Quadratmeter am Gelbensander Bahnhofsgebäude wurden besprüht. Fotos (2): Jens Wagner

Gelbensande. An einem Bahnhofsgebäude in Gelbensande haben Unbekannte am Wochenende fast alle freien Flächen beschmiert. Die Täter konnten unentdeckt entkommen, die Polizei sucht jetzt nach Hinweisen. Die Zahl der erfassten Fälle im Landkreis Rostock ist hingegen in den vergangenen Jahren zurückgegangen.

OZ-Bild

Auf eine Fläche von 60 Quadratmetern haben Unbekannte in Gelbensande Schriftzeichen und Sprüche gesprüht / Die Polizei hofft auf Hinweise zu den Tätern

Zur Bildergalerie

Verschiedene, knapp ein bis zwei Meter große Schriftzeichen in den Farben Schwarz, Silber und Blau sind an der gelben Fassade zu sehen, dazu „FCH“ und „Terror und Randale“. „Die müssen viel Zeit gehabt haben, um gleich alle Wände zu besprühen“, sagt ein Anwohner, „schade, dass sie unentdeckt entkommen konnten“.

Ein Nachbar hatte die Bundespolizei schließlich am Sonnabend über die Schmierereien am Fahrdienstleiterhaus informiert. „Wir vermuten, dass der oder die Täter in der Nacht zu Sonnabend aktiv gewesen sein müssen“, sagt Polizeisprecher Frank Schmoll. Insgesamt wurde das Gebäude an drei Außenwänden besprüht. Laut Polizei war es eine Fläche von knapp 60 Quadratmetern. Wie viel das Beseitigen nun kosten wird, wird derzeit noch ermittelt. Die Polizei hofft nun auf Informationen aus der Bevölkerung. Wer kann Hinweise zu dieser Straftat geben? Die Bundespolizei nimmt diese unter der Rufnummer ☎ 0381/208 31 11 entgegen. Weiterhin nimmt jede Polizeidienststelle Hinweise auf.

Ein Problem mit Graffiti-Sprühern soll Gelbensande nicht haben. Das bestätigt der Sozialausschussvorsitzende Rolf Reuter (Bürgerinteressen Gelbensande/Willershagen). „Wir hatten einen Fall, der liegt schon zwei Jahre zurück. Damals wurden mehrere Objekte beschmiert“, erinnert er sich. Man habe damals die Täter schnappen können. „Sie mussten ihre eigenen Werke wieder selbst entfernen. Wir haben die Situation damit entschärft“, sagt er. Davor und danach habe es keine größeren Vorfälle dieser Art mehr gegeben.

Nicht nur in Gelbensande, auch in anderen Orten des Landkreises waren in der jüngsten Vergangenheit Sprayer aktiv. Erst vor wenigen Tagen, am 14. April, hatten Anwohner aus Schwaan die Polizei über ein großes Graffito unter der Eisenbahnbrücke informiert. Auch hier wurden auf einer Fläche von knapp 60 Quadratmetern Schriftzeichen angebracht. Ob ein Zusammenhang zum jüngsten Fall in Gelbensande besteht, konnte die Polizei nicht sagen.

Obwohl kürzlich an zwei Orten großflächig gesprüht wurde, spricht die Polizei dennoch von einem Rückgang der Straftaten. Waren es im Bereich der Polizeiinspektion Güstrow im Jahr 2014 noch 265 Fälle, sank diese Zahl im vergangenen Jahr auf 204. Auch die Aufklärungsquote ist in diesem Zeitraum um 50 Prozent angestiegen. Man habe nämlich einen Täter geschnappt, der gleich für mehrere Vergehen verantwortlich war. Auch in Sachen Prävention sei die Polizei mit anderen Einrichtungen gut vernetzt und kläre Leute schon im Jugendalter auf. „Wer Wände illegal besprühen möchte, sollte sich im Klaren sein, welche Strafen folgen können“, so Sprecher Gert Frahm.

Von Mathias Otto

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stuttgart

Das Aus der Drogeriemarktkette Schlecker war eine der spektakulärsten Pleiten der deutschen Handelsgeschichte. Nun muss Anton Schlecker wohl vor Gericht. Wo sind die Millionen?

mehr
Mehr aus Kultur

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

DCX-Bild
Hausbesetzer sorgen für Polizei-Großeinsatz in der KTV

Etwa 50 junge Menschen haben am Samstag gegen den Abriss der alten Orthopädie in der Rostocker Ulmenstraße protestiert.