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Großsegler locken Gäste nach Warnemünde

Warnemünde Großsegler locken Gäste nach Warnemünde

Maritimes Treiben auf der Mittelmole/ Lange Schlangen vor Marineschiff

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Schnell füllte sich der schmale Streifen zwischen den Schiffswänden und den Verkaufsständen am Freitag in Warnemünde mit zahlreichen Gästen.

Quelle: Foto: Dietmar Lilienthal

Warnemünde. Die Leute vom Allgemeinen Schlauchbootclub Europa „sind überall, wo es sich gut Schlauchboot fahren lässt“, sagt Uwe Bergmann am Informationsstand des Vereins auf der Mittelmole in Warnemünde. „Deswegen sind wir auch zur Hanse Sail gekommen“, fügt er hinzu. 20 Boote, 80 Mitglieder tummeln sich zwischen den Gästen des Rostocker maritimen Großevents.

OZ-Bild

Maritimes Treiben auf der Mittelmole/ Lange Schlangen vor Marineschiff

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Zwischendurch müssen sie auch arbeiten. „Wir transportieren die Wasserkameras des Norddeutschen Rundfunks und machen Begleitfahrten“, erklärt Bergmann. „Und am Sonnabend gibt es von uns ein Schlauchbootballett.“

Den Spaß wird sich die Magdeburgerin Doris Wetzig nicht ansehen können. Sie verbringt nur einen Tag auf der Hanse Sail. „Mich interessiert nicht die ästhetische Seite der Windjammer“, sagt sie. Bei der nächsten Hanse Sail würde sie „gern drei Tage bleiben“, um auch die Abendveranstaltungen miterleben zu können. Wie Doris Wetzig ist auch Sebastian Lorenz Stammgast auf der Sail. Allerdings kommt Lorenz stets mit seinem Riesenrad – und das steht seit 18 Jahren immer auf der Mittelmole. „Wie die Hanse Sail diesmal geschäftlich wird, kann ich nicht sagen, aber ganz schlecht bestimmt nicht“, hofft der Berliner Unternehmer. Damit mag er richtig liegen, denn während des ganzen Tages strömen immer mehr Gäste ins Seebad und drängen sich an der Kaikante, um sich dort die „Krusenstern“, die „Mir“, die „Sedov“ und die „Cisne Branco“ anzusehen. Stars sind nicht die Kreuzfahrtschiffe, sondern die Oldtimer der Meere. Vor dem Marineschiff „Braunschweig“ stehen die Gäste Schlange. Weniger los ist zum Glück bei den DRK-Leuten, die seit zehn Uhr in Bereitschaft sind und in Notfällen helfen. „So ein Dienst bei der Hanse Sail macht schon Spaß“, sagt Thorben Eric Ringe.

Von den Rettungskräften bekommt Jens Scheler aus Sonneberg nicht allzu viel mit. Er hat den Blick auf die Schiffe gerichtet und freut sich, dass er über den Lautsprecher interessante Informationen über die Sail bekommt. „Das hier ist einfach beeindruckend“, sagt der Thüringer. „Ich habe so viel von der Hanse Sail gehört, dass ich sie mir jetzt einfach anschauen musste.“

Für einen Blick auf die Schiffe hat Enrico Grocholski wenig Zeit. Er steht am Grill und verkauft Bratwürste an die zahlreichen hungrigen Gäste. „Das machen wir bis Sonntag.“ Mit drei Kollegen hält er den Imbiss am Laufen. Immerhin liegen 3000 Bratwürste bereit, die unter die Leute gebracht werden sollen.

Einige Warnemünder Hotels haben noch freie Kapazitäten. „Die Vermarktung der Zimmer ist in diesem Jahr zur Sail nicht ganz leicht gewesen“, sagt Mario Derer, Leiter Marketing und Verkauf im Hotel Neptun. Die Sail sei durchaus noch eines der Highlights in der Stadt, dennoch habe er das Gefühl, dass die Gäste mittlerweile vom immer gleichen Angebot ermüdet seien. „Es ist halt nichts Besonderes mehr“, sagt Derer. Allein schon die Ankündigung, dass eine Million Besucher zu dem maritimen Event erwartet würden, schrecke viele von einer Reise nach Warnemünde ab. „Außerdem haben viele Leute bei solchen Veranstaltung auch Sicherheitsbedenken.“

Anders sieht das Jörg Drenkhahn, stellvertretender Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins Warnemünde. Er freut sich, dass Warnemünde immer mehr in den Focus der Veranstaltung rückt. „Schön wäre es allerdings, wenn sich die Gastronomie mit weiteren Ständen auf der Sail engagieren würde“, meint Drenkhahn.

Michael Schißler

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