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Iranerin träumt vom Modeln auf Rostocker Laufsteg

Stadtmitte Iranerin träumt vom Modeln auf Rostocker Laufsteg

Niloufar Imanian (18) ist seit Januar in der Hansestadt / Sie macht beim Casting für die „FashionWeek“ mit / Die Show zeigt zum dritten Mal Mode aus der Region und der Welt

Stadtmitte. Auf dem Weg nach Deutschland hat Niloufar Imanian ihr Ziel stets vor Augen: modeln. Das 18 Jahre alte Mädchen stammt aus dem Iran und ist nach einer Odyssee – per Flieger von Teheran in die Türkei, per Boot weiter nach Griechenland, dann zu Fuß und mobil – seit Januar in Rostock. „Schon seit ich sieben Jahre alt bin, will ich unbedingt als Model arbeiten.“

 

OZ-Bild

Die 18-jährige Niloufar Imanian hat schon mal am Strand von Hohe Düne für Fotos posiert.

Quelle: Ove Arscholl

Casting FashionWeek

Ihr wollt bei der „FashionWeek“ am 13. August als Model exquisite und ausgefallene Mode großer Designer präsentieren? Ulrike Klein und Tina Jahnke nehmen Online-Bewerbungen an und laden potenzielle Kandidatinnen nach der Vorauswahl zum Casting am 2. Juli ab 11 Uhr in die Warnemünder „Sport-Beach-Arena“.

• www.fashionweek-warnemuende.de

Doch in ihrer Heimat wäre das nicht „einfach so wie hier“ möglich. Nicht, weil die Castingagenturen dort so streng sind, „sondern weil Models nicht als gute Frauen angesehen sind“.

Die glückliche Fügung in der Hansestadt folgt prompt vor einigen Tagen. Neben dem Deutschkurs, den sie besucht, nimmt sie Klavierunterricht. Ihrem Lehrer „Basti“ habe sie erzählt, dass das Modeln ihr großer Traum sei. Der Klavierlehrer macht Imanian, die nach eigenen Angaben auch deshalb raus wollte aus dem Iran, weil sie es als Christin unter den Muslimen schwer habe, auf die „FashionWeek“

aufmerksam.

Und was für ein Zufall: Die Veranstalterinnen Ulrike Klein und Tina Jahnke suchen für die diesjährige Show am 13. August noch junge, frische Gesichter. Das Casting am Sonnabend, 2. Juli, in der Warnemünder „Sport-Beach-Arena“, soll eben jene gesuchten „Faces of FashionWeek“ hervorbringen. „Wir haben einen Bewerbungsbogen auf unserer Internetseite, den Interessierte einfach ausfüllen und an uns schicken“, erklärt Ulrike Klein, die aus Rostock stammt und über ihre Hamburger Agentur „Jahn Models“ seit vielen Jahren mit dem Geschäft vertraut ist. Mit geschultem Blick wird sie mit Tina Jahnke bereits eine Vorauswahl treffen und potenzielle Kandidatinnen zum Jury-Casting einladen. „Das ist zwar insofern offen, weil man zugucken kann, aber es würde den Rahmen sprengen, wenn jeder, der will, ohne Vorauswahl kommen könnte“, sagt die 39-Jährige.

Seit sie weiß, dass es in Rostock solche Gelegenheiten gibt, kann Niloufar Imanian „kaum noch ruhig schlafen vor Aufregung“. Akribisch verfolge sie auf Fotoportalen wie Instagramm, im Fernsehen oder in Zeitschriften, wie Models laufen und wie sie posieren.

Die 15 Profis, zu denen mittlerweile auch Annabel Paasch aus Warnemünde und Charlotte Knuth aus Ribnitz-Damgarten – beide von „Jahn Models“ gecastet – gehören, zeigen am 13. August bei der dritten „FashionWeek“ in der Halle 207 exquisite Mode und Accessoires. Kuschlig für die Haut sind die Kaschmirstücke von Sarazul, schick für jeden Anlass die Teile von Beate Heyman Streetcouture, extra angefertigt für die Show die polnischen Kreationen von Ela Olszewska mit Federmänteln und sehr hohen Schuhen. Große Roben und Hochzeitskleider stellt das Atelier Doro zur Verfügung, von der Designschule Schwerin wird die Kollektion der Abschlussklasse zu sehen sein. Und wer das Design der Britin Vivienne Westwood kennt, weiß, dass er sich als Zuschauer auf Ausgefallenes freuen darf – zusammengestellt vom Geschäft Luise Mode und Grafik. „Und was wirklich ganz besonders ist, sind die Brillen von Tom Ford“, ergänzt Ulrike Klein. Die „Private Collection“ des legendären Designers (früher bei Gucci) sind in nur 14 Geschäften deutschlandweit erhältlich, eines davon ist Janmare aus Warnemünde.

Heimat und Ferne wollen Klein und Jahnke nicht nur durch Mode aus der Region und von internationalen Designern verbinden. Beides sollen auch die jungen Künstlertalente widerspiegeln, die die beiden erstmals für die „FashionWeek“ gesucht haben. So wird etwa der Shantychor Blowboys Tradition auf dem Laufsteg singen, die litauische Opernsängerin Aukse Marija Petroni moderiert die „FashionWeek“.

Niloufar Imanian würde sich natürlich freuen, Teil des Show-Ensembles zu werden, hat aber auch schon einen Plan B, falls es mit dem Modeln doch nicht klappt: Dann will sie Zahnärztin werden.

Claudia Tupeit

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