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Jive Sharks werden volljährig

Stadtmitte Jive Sharks werden volljährig

Morgen Abend Jubiläumskonzert im „Ursprung“ / Gründer Fritz Mikefoun im OZ-Interview

Stadtmitte. „18 Jahre unter SwingZwang“ ist das Motto des heutigen Jive-Sharks-Jubiläumskonzerts. Frontmann Fritz Mikefoun erzählt über die Entstehung der Band, Geburtstagsgäste und Begegnungen mit ihren großen Idolen:

 

OZ-Bild

Fritz Mikefoun (r.) geht mit Lars Weichselbaumer nochmal den Auftritt durch.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Wie ist Eure Band entstanden?

Fritz Mikefoun: Das war 1999 im Oxymoron in Berlin, einem Swingclub, den es leider nicht mehr gibt. Ziel war, Big-Band-Sound weiter leben zu lassen, und zwar in kleinstmöglicher Form. Und mit weniger als sechs Leuten geht das einfach nicht. Seitdem machen wir handgemachte Bigband-Musik mit Rock’n’Roll-Attitüde im Stil der 40er und 50er Jahre, ohne dass man dafür 21 Leute braucht.

Wie habt Ihr zueinander gefunden?

Wir haben uns in der Berliner Rock'n'Roll-, Swing- und Jazzszene kennengelernt, haben gemeinsam Musik gemacht. Das ist ja ein Schmelztigel verschiedener Nationen. Und so besteht die Band auch heute noch aus Amerikanern, Japanern, Bayern, Hannoveranern, Heidelbergern – eine ganz bunte Mischung. In Rostock und Mecklenburg-Vorpommern haben wir aber die größte Fangemeinde, weil wir hier seit 18 Jahren die Clubs füllen.

Woher kam der Name Jive Sharks?

Wir wollten Swing- und Jive-Musik mit einem gewissen Biss spielen. Und außerdem suchten wir ein Wappentier. Und da dachten wir uns, dass ein Hai ganz cool wäre, denn der hat – wie unsere Musik – eine gewisse Eleganz und gleichzeitig Bissigkeit.

Wer sind die Partygäste auf der Bühne beim 18. Geburtstag?

Wir haben Gäste, mit denen wir seit Jahren immer wieder gern musizieren, etwa Lars Weichselbaumer von den Rostocker Crazy Boys. Der gibt der Sache mit seiner Gitarre noch eine schöne Rock’n’Roll- Note. Das haben wir uns zum Tod von Chuck Berry überlegt: Es soll ein paar Songs im schönen 50er-Chuck-Berry-Sound geben – mit den Bläsern zusammen wird das richtig fett klingen – vintagemäßig! Dazu macht Erik Weyer, der Posaunist von den Les Bummms Boys, den Bläsersatz perfekt.

Ihr seid ja überall im Land verstreut. Wie probt Ihr so für ein Konzert?

Echte Musiker proben nicht (lacht). Nein, dafür nutzen wir die ausgiebigen Soundchecks. Gerade auf der Jazz-Bühnen ist das so. Der Arrangeur bringt die Noten mit, ein anderer den Text. Und dann wird, gern auch hinter der Bühne, alles mal durchgespielt. Und dann gibt es auch diese kleinen Clubbühnen, wo wir auch Dinge direkt auf der Bühne ausprobieren. Da bekommt man dann sofort vom Publikum ein Feedback, ob man das so machen kann, oder es lieber lassen sollte. Die Songs klingen bei uns auch nie so, wie man sie von den Originalaufnahmen kennt.

Also entsteht Euere Musik auch auf der Bühne?

Ja, das ist der Jazz-Teil unserer Musik. Der ist dafür verantwortlich, dass vieles auf der Bühne entsteht. Manches passiert auch unfreiwillig, aber oft entstehen auch Sachen, die wir später fest einbauen.

In den 18 Jahren habt Ihr ja auch einige bekannte Leute kennengelernt. Unter anderem seid Ihr mal mit Bill Haleys Comets aufgetreten. Wie kam es dazu?

Wir haben mit der Originalbesetzung der Comets, die 1954 auch „Rock around the Clock“ eingespielt haben, drei Konzerte in Berlin gegeben. Auf meinem Bass haben die alle unterschrieben. Da bin ich besonders stolz drauf, denn das waren genau die Band und ihre unvergleichliche Soundwand, die mich auch Musiker werden lassen wollten. Die Comets hatten uns damals als Vorband gebucht und wir durften auch ein paar Songs mit ihnen zusammen auf der Bühne spielen.

Warum sollte man sich Euer Jubiläumskonzert auf keinen Fall entgehen lassen?

Weil es da handgemachte Musik zu hören gibt. Die geht direkt ins Ohr der Leute, ohne dass da irgendwelche Computertechnik zum Einsatz kommt. So etwas gibt es nur noch ganz selten. Und die knisternde Spannung des Sounds im Ursprung ist einfach unvergleichlich. Die Atmosphäre und der Klang in diesem Raum, kombiniert mit der sehr guten Tonanlage, die sie dort haben, ist einfach genial und in Deutschland unvergleichlich. Im Ursprung kann man als Band gar nicht schlecht klingen.

Termin: morgen, 20.30 Uhr, im Ursprung, Alter Markt

Interview: Ove Arscholl

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