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KKW geht morgen an den Start: Kultur für alle von 18 bis 118

Warnemünde KKW geht morgen an den Start: Kultur für alle von 18 bis 118

„Kultur Klub Warnemünde“ will ein lebendiges Seebad auch zwischen den Wochenenden entwickeln und Nachwuchskünstlern jeden Alters Bühne und Publikum bieten

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Agentur-Chef Knut Linke und die Kultur-Macher Manfred Bergmann und Jobst Mehlan (v.l.) laden zur Klub-Gründung ein.

Quelle: Klaus Walter

Warnemünde. Ein Stückchen Stadtteil-Begegnungszentrum, ein wenig Kleinkunst-Bühne, etwas Galerie und der Rest althergebrachte Disco — so oder so ähnlich stellen sich die Macher der Warnemünder Kultur-Klub-Union den „Warnemünder Kultur Klub“ (KKW) vor. Morgen Abend geht das Projekt an den Start — die Gründungsveranstaltung des KKW beginnt um 20 Uhr im Hofgebäude des Hotels „Am Alten Strom“ in Warnemünde. Der Eintritt ist frei, Musik gibt es trotzdem, und eingeladen sind „alle Kulturinteressierten zwischen 18 und 118 Jahren“.

Ein ausgewo- genes Angebot aus Musik, Unterhaltung und Tanz.“ Jobst Mehlan (66), KKW

„Atlantik, Teepott und Teepottbar, Klubhaus der Warnowwerft, Achtern-Strom-Bar, Neptun-Disco und Skybar... Früher gab es jede Menge Möglichkeiten, in Warnemünde tanzen zu gehen, Leute kennenzulernen“, erinnert sich Manfred Bergmann (65), ehrenamtlicher Sprecher der Kultur-Klub-Union. Bis zu 21 seien es an jedem Wochenende gewesen, runde zwölf an den normalen Wochentagen. Die Zeiten seien längst vorbei, sagt Bergmann mit etwas Wehmut. Ein Verlust nicht nur für Einheimische. „Auch Touristen und Tagesgäste erinnern sich gerne an die guten alten Zeiten und können gar nicht verstehen, warum es jetzt abends in Warnemünde oft so traurig und öde ist“, sagt der Kultur-Macher. „Fast wie in Timmendorfer Strand.“ Sein ebenso ehrenamtlicher Öffentlichkeitsarbeiter, Jobst Mehlan (66), versucht eine Erklärung: „Klagefreudige Anwälte“ hätten manches Angebot mit Verweis auf „ruhestörenden Lärm“ erfolgreich bekämpft.

Das soll jetzt anders werden: Seit fünf Jahren basteln Kultur-Klub-Union und die Künstler-Agentur „Kulturmeer“ an einem Konzept, um den Spieß wieder umzudrehen. „Wir wollen ein lebendiges Warnemünde, auch zwischen den Wochenenden und jenseits der großen, lauten Veranstaltungen während der Saison“, sagt Kulturmeer-Chef Knut Linke (59). Die einzelnen Veranstaltungsabende sollen immer auf drei Säulen ruhen. Ganz klassisch gesprochen: erst eine Darbietung, dann geselliges Beisammensein und danach, je nach Lust und Laune, Tanz. „Studierende der Rostocker Hochschule für Musik und Theater, aber auch Nachwuchskünstler jeden Alters sollen im KKW Bühne und Publikum finden“, sagt Knut Linke. Alles in allem gehe es dabei aber keinesfalls um Konkurrenz zu bestehenden Veranstaltungsreihen, sondern um „echte Ergänzung“ und darum, „Lücken zu füllen“.

Das Programm für den morgigen ersten Klubabend steht: Musiker Christian „Jack“ Hänsel, Frontmann der Gruppe Jackbeat und Leiter der Rostocker Rock- und Popschule, wird seine neue CD „Hoffnung“

vorstellen, dann wollen Mehlan und Bergmann das KKW-Konzept erläutern und mit ihrem zahlreichen Publikum, so die Hoffnung, am Programm arbeiten.

Für den zweiten Klubabend am 25. Mai gibt es deshalb bisher nur das Stichwort „Indianer“ und einen Akteur: Musiker und Grafiker Olaf Hobrlant. Alles Weitere soll sich ergeben. Ein vager Hoffnungsschimmer geht auch in Richtung Politik: Immerhin sei Warnemünde der einzige Rostocker Stadtteil ohne Stadtteilbegegnungszentrum, und die Forderungen nach einem Bürgertreff sei schon mehrfach formuliert worden, nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Bebauung der Mittelmole.

Musik, Gespräche und freier Eintritt

Der Kultur Klub Warnemünde (KKW) soll morgen gegründet werden. Das Angebot richtet sich an alle Einwohner aus Warnemünde, Rostock und Umgebung sowie an Touristen und Tagesgäste.

Der KKW soll Kulturschaffenden jeden Alters eine Bühne bieten und Treffpunkt von Menschen aller Generationen sein.

Gründung: 28. April, 20 Uhr, Hofgebäude Hotel „Am Alten Strom“, Einlass ab 19 Uhr, Eintritt frei

Von Klaus Walter

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