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Kultur oder Propaganda? Kunsthalle soll DDR-Kunst erforschen

Rostock Kultur oder Propaganda? Kunsthalle soll DDR-Kunst erforschen

Aus der Rostocker Kunsthalle wird einer internationale Forschungseinrichtung: Kunstexperten und Historiker sollen 25 Jahre nach der Wende die Kunst des Ostblocks erforschen. Land und Stadt fördern das Vorhaben mit 200 000 Euro pro Jahr.

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Schon jetzt verfügt die Rostocker Kunsthalle über eine große Sammlung an DDR-Kunstwerken. Museologin Heike Heilmann zeigt einige davon.

Quelle: Frank Söllner

Rostock. Die Rostocker Kunsthalle startet noch in diesem Jahr ein weltweit einmaliges Forschungsprojekt: Kunstexperten und Historiker sollen sich erstmals wissenschaftlich mit Ausprägungen und Auswirkungen der Staatskunst im ehemaligen Ostblock befassen. Wie viel war Propaganda, wie viel Regimekritik? Land und Stadt fördern das Projekt mit 200 000 Euro pro Jahr.

„Ein Vierteljahrhundert nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion können wir uns einen neuen Blick auf diese Kunst leisten. In der DDR gab es nicht nur politisierte Propaganda-Werke“, sagt der Landeskultusminister Mathias Brodkorb (SPD). Kunsthallen-Direktor Jörg-Uwe Neumann sieht das ganz ähnlich: „Die Szene hat sich zwischen Staatskultur und Regimekritik bewegt.“

Er will mit dem zusätzlichen Geld nicht nur zusätzliche Werke anschaffen, sondern auch Kunsthistoriker einstellen, die die Epoche genauer beleuchten. „Und wir wollen untersuchen, ob die Kunstszene in den Ländern des alten Ostblocks denn heute wirklich frei ist.“ Jedes Jahr will das neue Kompetenzzentrum dafür einen Länderschwerpunkt setzen – auch mit Ausstellungen. „Wir knüpfen damit an die Ostseebiennale an, an die Ursprünge der Kunsthalle“, so Neumann.

Von Andreas Meyer

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