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Linke fordern Bürgerentscheid zum „Tradi“

Rostock Linke fordern Bürgerentscheid zum „Tradi“

Seit Jahren diskutiert Rostocks Stadtpolitik, ob das Traditionsschiff nun weiterhin im Iga-Park oder im Stadthafen liegen soll. Nun will Linken-Chefin Eva-Maria Kröger Klarheit - und bringt einen neuen Bürgerentscheid ins Gespräch.

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Das Rostocker Traditionsschiff: Die Bürger sollen entscheiden, ob es am Iga-Park liegen bleibt oder in den Stadthafen verholt wird.

Quelle: OZ-Archiv

Rostock. Der Appell des Maritimen Rates, endlich die Weichen für die Umgestaltung des Rostocker Stadthafens zu stellen, bleibt nicht unerhört: Gestern hatte der Rat erstmals Entwürfe für das geplante Maritime Erlebniszentrum – ein bis zu 40 Millionen Euro teures Multimedia-Museum – vorgestellt. Die Politik reagiert prompt: Damit es mit wichtigen Vorhaben wie Stadthafen Iga-Parks vorangehen kann, müsse Rostock erst einen gordischen Knoten durchschlagen, so Eva-Maria Kröger, Chefin der Rostocker Linken: „Das ist und bleibt die Standortfrage für das Traditionsschiff.“ Weil Bürgerschaft und Rathaus in dieser Frage gespalten sind, will Kröger Bürgern entscheiden lassen: „Wir sollten doch noch mal über einen Bürgerentscheid diskutieren.“ Die Linken selbst würden weiterhin Schmarl als Standort favorisieren.

Bereits 2010 hatte die UFR 7000 Unterschriften für einen Bürgerentscheid zum „Tradi“ gesammelt. Das Vorhaben scheiterte damals an rechtlichen Bedenken – auch der Linken. Nun sagt Kröger: „Die Zukunft des Iga-Parks und auch die des Stadthafens hängen an der Standortfrage. Seit Jahren wird über den Standort diskutiert und wir kommen nicht voran.“ Und weiter: „Wir wollen alle Ideen zusammenführen und unsere Stadt ganzheitlich entwickeln. Ein erster Schritt wäre, die Debatte zum Tradi aus der Welt zu räumen.“

Auch die CDU will Nägel mit Köpfen machen – vor allem in puncto Maritime Meile: „Jede vernünftige Entwicklungsidee wird durch sinnlose emotionale Debatten über den Standort des ,Tradi’ kaputt gemacht. Rostock braucht einen Masterplan und dazu braucht es das Engagement aller und mehr Mut der Politik!“, so Vize- Fraktionschef Daniel Peters. Für ihn sei klar: Das Tradi muss in die Stadt.

Andreas Meyer

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