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Max Samuel kommt nach Hause

Rostock Max Samuel kommt nach Hause

Der Rostocker Maler Egon Tschirch hatte den jüdischen Unternehmer 1920 porträtiert. In dessen Villa wird das Bildnis jetzt endlich gezeigt.

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Das Portrait des jüdischen Geschäftsmanns Max Samuel ist frisch restauriert ins Max-Samuel-Haus gebracht worden und soll Anfang nächster Woche öffentlich präsentiert werden.

Quelle: Jan-Peter Schröder

Rostock. Das Portrait des jüdischen Geschäftsmanns Max Samuel (1883-1942) ist kürzlich frisch restauriert ins Max-Samuel-Haus gebracht worden und soll Anfang nächster Woche öffentlich präsentiert werden. Das 1920 von Egon Tschirch (1889-1948) angefertigte Bildnis war seit Jahren im Kulturhistorischen Museum der Hansestadt verwahrt worden.

Für den Rostocker Kulturbetrieb ist das eine kleine Sensation – und das vorläufige Ende eines Kunstkrimis, der immer noch Rätsel birgt: Das Gemälde aus der expressionistischen Phase Tschirchs war offenbar lange versteckt gewesen und über Jahrzehnte in Vergessenheit geraten. Vor fünf Jahren soll es von einer Mitarbeiterin des Museums im Depot entdeckt worden sein. Der Name Max Samuel dagegen steht in Rostock seit einem Vierteljahrhundert für das Wirken der Stiftung, die mit Lesungen, Konzerten, Vorträgen, Ausstellungen und Publikationen an die vielfältige jüdische Geschichte der Stadt und Mecklenburgs erinnert.

„Es ist ein besonderer Glücksfall, dass zum 25-jährigen Jubiläum die Existenz dieses Porträts bekannt geworden ist und dass uns das Kulturhistorische Museum das Bild auf Anfrage sofort als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat“, freut sich Ulf Heinsohn, wissenschaftlicher Leiter des Max-Samuel-Hauses. Als besonderen Gast zur Präsentation des Bildes erwartet Heinsohn die in den USA lebende Enkelin Max Samuels, Frau Kaiser Nelson. Als Zeitzeugin kann sie vom Leben der Familie in Rostock und von ihrem Großvater erzählen.

Vorstellung des Bildes: 20. September, 18 Uhr im Max-Samuel-Haus Rostock, Schillerplatz 10. Eintritt ist frei.

Jan-Peter Schröder

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