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Stadtmitte Mit Seemannsliedern durch Europa

1986 gründete sich der Shanty-Chor „Breitling“ / Im Mai wird das 30-jährige Bestehen mit einem Konzert gefeiert

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Seit 30 Jahren singen die „Breitlings“ ihre traditionellen Seemanns-, Piraten- und Fischerlieder.

Quelle: privat

Stadtmitte. Über eine Anzeige in der OSTSEE-ZEITUNG fanden sich vor 30 Jahren die Gründungsmitglieder des Shanty-Chors „Breitling“ zusammen. Mit ihren traditionellen Arbeits- und Seemannsliedern haben die Musiker inzwischen schon ganz Deutschland und das Ausland bereist. Im Mai wird das große Jubiläum gefeiert, und Freunde des maritimen Kraftgesangs sind eingeladen.

Ein harter Kern von zehn Leuten ist bestehen geblieben.“Dietmar Tesching, Gründungsmitglied

Musik zu machen sei zu DDR-Zeiten in fast allen Betrieben Normalität gewesen, berichtet „Breitling“-Gründungsmitglied Dietmar Tesching. „Auch im Kombinat Seefahrt und Hafenwirtschaft hat es ein sogenanntes Volkskunstensemble gegeben“, erinnert er sich. Der damalige Generaldirektor des Kombinats Arthur Maul habe sich 1986 dann aber einen Shanty-Chor gewünscht, den es damals in Rostock nur beim Fischkombinat gegeben habe.

In einer Zeitungsanzeige habe er deshalb nach Sängern gesucht und schnell eine Schar engagierter Musiker zusammengeschart. „Siegfried Weber wurde dann mit der musikalischen Leitung des Chors beauftragt“, berichtet Tesching. Weber sei damals schon ein renommierter Folk-Musiker und Mitglied der DDR-Band „Nach der Arbeit“ gewesen. Deshalb habe der erst 30 Jahre alte Leiter beim Aufbau des Chores auch die folkloristischen Ursprünge und die Tradition des Shanty erhalten wollen, erinnert sich Tesching. „Und er hat tatsächlich freie Hand bekommen, was in der DDR ja eher ungewöhnlich war.“

Als Shanty-Chor bezeichnen sich die Breitlings inzwischen ungerne. „Shanty ist ja mit vielen Klischees behaftet. Deshalb tragen wir den Namenszusatz ,maritimer Kraftgesang‘“, erklärt Tesching. Mehr als 100 Seemanns-, Piratenlieder und Fischergesänge hat der 15 Mann starke Chor inzwischen im Repertoire. Dabei erklingen neben dem bis zu vierstimmigen Gesang auf Deutsch, Platt und Englisch auch Begleitinstrumente wie Banjo, Gitarre, Tin-Whistle, Akkordeon, Trommel oder Sackpfeife. „Das ist unter den Chören in Deutschland schon sehr selten“, berichtet Dietmar Tesching.

Nun, nach 30 Jahren Chorgeschichte, zahlreichen Auftritten in ganz Deutschland, aber auch in Großbritannien, den Niederlanden, Tschechien, Litauen, Belgien und Skandinavien sowie vier veröffentlichten Studioalben wird am 22. Mai das große Jubiläum gefeiert. Nach einer kleinen Gala mit Mitgliedern und Wegbegleitern lädt der Chor ab 13 Uhr zu einem offenen und lockeren Konzertnachmittag ins Peter-Weiss-Haus ein.

Vor 30 Jahren gegründet

15 Männer gehören zur Auftrittsformation des Shanty-Chors „Breitling“. Sie singen nicht nur, sondern bringen auch Instrumente wie Banjo, Gitarre, Tin-Whistle, Akkordeon, Trommel und Sackpfeife in die Lieder mit ein.

1986 gründete sich der Chor im Volkskunstensemble des Kombinats Seefahrt und Hafenwirtschaft. Zu DDR-Zeiten waren zunächst nur Auftritte in deutschen Städten möglich. Nach der Wende ging es für die Sänger dann auch ins Ausland.

Von Nele Reiber

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