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Modellbauer brachten ihre Werkstätten mit

Groß Klein Modellbauer brachten ihre Werkstätten mit

Zehn Aussteller zeigten ihre Karton-Kreationen / Rostocker begrüßten Gäste aus Flensburg

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Hanns Geisler (l.) und Jürgen Wulff fachsimpeln über den Bau eines Kartonschiffes.

Groß Klein. Das Rondell des Stadtteilzentrums Börgerhus in Groß Klein war am Sonnabend in der Hand der Kartonmodellbauer. Sie kamen mit ihren Modellen, nicht nur mit Schiffen, um ihr Hobby zu präsentieren. Sie hatten aber auch ihre Mini-Werkstätten mitgebracht, um den Besuchern die Arbeit an neuen Modellen zu demonstrieren. „Zehn Modellbauer, nicht nur aus Rostock, sind zu unserer dritten Ausstellung gekommen“, sagt Jürgen Wulff (66), der Initiator der Rostocker Gruppe. An seiner Flotte von Marineschiffen, bis ins Detail selbst mit Besatzung gebaut, kommt er mit Hanns Geisler (79), einem Rostocker Holz-Modellbauer, ins Gespräch über das Küstenschutzschiff Typ „Riga“.

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Zehn Aussteller zeigten ihre Karton-Kreationen / Rostocker begrüßten Gäste aus Flensburg

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Einen Tisch weiter schiebt Gerd Martinke die Lupe über der Lesebrille in die Höhe. „Wir, das sind Walter Stiemert, Helmut Hiesener und ich, sind zum zweiten Mal zur Ausstellung in Rostock. Die Aufnahme hier ist ganz prima“, sagt er. Die Drei gehören der 30-köpfigen Flensburger Gruppe „Kartonmodellbau zwischen den Meeren“ an, die ihre Heimstatt im Flensburger Schifffahrtsmuseum hat. „Wir in Rostock sind eine lose Gruppe von 15 Modellbauern, die sich zweimal im Jahr im Börgerhus trifft. Wir freuen uns über die gute Unterstützung durch den Träger, die Arbeiterwohlfahrt, sagt Jürgen Witt, der die Flensburger zum dortigen Modellbautag im Mai besuchte. Er wünscht sich, dass mehr jugendlicher Nachwuchs dazukommt. Sein eigener Sohn Peter ist dabei, aber auch nicht mehr jugendlich. „Ich habe vom Vater das Steckenpferd übernommen“, sagt der nun schon 43-jährige.

Norbert Krüger (65) ist stolz auf seine selbst gebaute Kogge aus Karton. „Man braucht Geduld. Allein an den Jungfern aus Papier zum Straffen des Tauwerks, sechs Millimeter lang, sind drei Öffnungen für das Tauwerk anzubringen“, sagt er. Lothar Deppner (72), seit 2008 Modellbauer, kann aus seiner lebenslangen Fahrenszeit viele Geschichten erzählen. Nun hat er schon 53 Schiffsmodelle gebaut.

„Zumeist entstanden sie für andere Schiffsoffiziere des Vereins“, sagt er. Für sein jüngstes Werk, die „Polarstern“, benötigte er 300 Arbeitsstunden.

Für die Besucher der Ausstellung gab es viel Interessantes. So holte sich auch Georg Raudisek (69) aus Groß Klein Anregungen für die Arbeit. „Ich habe vor einem Jahr mit dem Modellbau wie in meiner Jugendzeit wieder angefangen“, sagt er. Jürgen Wulff schätzt die Modellbauausstellung als gelungen ein. Fortsetzung im kommenden Jahr.

Jürgen Falkenberg

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