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Nächtliches Training für die Lachmuskeln

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Nächtliches Training für die Lachmuskeln

Die 3. Lange Nacht der Comedy lockte mehr als 600 Gäste in die Lokale, um bei Essen und Trinken köstlich zu lachen / Die Veranstaltung war restlos ausverkauft / Fünf Künstler zogen von Bühne zu Bühne

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Komiker Thorsten Bär erzählt lebhaft von Erlebnissen mit seinen alternden Eltern. Als zweiter Comedian des Abends stand er auf der Bühne im Moya. 25 Minuten lang sorgte er für Lacher, bevor er zum Besitos fuhr, um dort aufzutreten. Fotos (4): Ove Arscholl

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Mehr als 600 lachende Gesichter haben gestern fünf Comedians aus ganz Deutschland auf Rostocker Bühnen begrüßt. Die Lange Nacht der Comedy war restlos ausverkauft. Im Moya, Besitos, Carlo 615, Lenk’s und im Trihotel flossen Tränen – vor Lachen, versteht sich.

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Die 3. Lange Nacht der Comedy lockte mehr als 600 Gäste in die Lokale, um bei Essen und Trinken köstlich zu lachen / Die Veranstaltung war restlos ausverkauft / Fünf Künstler zogen von Bühne zu Bühne

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Dicht gedrängt sitzen die Zuschauer an Tischen, vor sich ein Glas Wein, ein Bier oder Wasser. Anders im Moya, dort sitzen alle in Reihen, um Thorsten Bär zu sehen. Er ist der zweite Act im Moya an diesem Abend. Den Auftakt hat Erasmus Stein gegeben. Mit Wortwitz und unerwarteten Pointen strapazieren die Künstler die Lachmuskeln der Zuschauer. Und die, die das Lokal nicht wechseln, können alle Comedians sehen.

Das Prinzip ist einfach: Es gibt fünf Bühnen in ebenso vielen Lokalen. Und es gibt genauso viele Künstler. Sie alle beginnen auf einer anderen Bühne und wechseln jeweils nach 25 Minuten – immer zeitgleich. Dann werden die Comedians zur nächsten Location gefahren. 15 Minuten Pause bleibt ihnen dafür. „Die Künstler werden immer parallel von unserem Fahrdienst gefahren“, sagt Tiemo Lenk, der die Lange Nacht der Comedy organisiert. Damit alles reibungslos funktioniert, hat zudem jeder Künstler einen eigenen Techniker dabei.

Die noch junge Geschichte der Veranstaltung ist bereits von Erfolg gekrönt. Schon die erste Nacht sei ausverkauft gewesen, sagt Lenk. Was sie so erfolgreich mache, wisse er auch nicht so genau, aber „die Gäste sehen für 20 Euro fünf Künstler und können dabei essen und trinken“, sagt der Organisator, der selbst auch Gastgeber ist. Der Erfolg erfreut natürlich auch die teilnehmenden Gastronomen, die in dieser Nacht ordentlich Umsatz machen.

Während Thorsten Bär im Moya die Menge mit Comedy und Stimmenparodie zum Lachen bringt, steht im Besitos Erasmus Stein auf der Bühne, bevor es gleich weiter zum Trihotel geht, wo er Mirja Regensburg ablöst. Das Trihotel ist zum ersten Mal dabei.

Komiker Bär begeistert im Moya. Der Komiker erzählt von seiner Familie und von den Tücken des Älterwerdens der Eltern. „Man kann sich damit identifizieren“, sagt Bärbel Lorenz aus Satow. Bisher sei sie jedes Jahr zur Comedy-Nacht gekommen. „Herzerfrischend“, beschreibt die 54-Jährige den Künstler, der von Familienerlebnissen erzählt – laut und wild gestikulierend. Jeden seiner Witze lässt er lange wirken. „Hier vorn lachen sie schon, hinten googeln sie noch“, sagt er und geht zur nächsten Anekdote aus seinem Familienleben über.

Für Veranstalter Lenk ist die Mischung wichtig. „Die Künstler müssen gut zusammenpassen“, sagt er. Alle Comedians kannte er schon von anderen Veranstaltungen in seinem Haus oder sie seien Empfehlungen gewesen.

Stand-Up-Comedy, Gesang, Seemannsgarn und Zauberei und Parodie – es ist für jeden etwas dabei. Neben Thorsten Bär und Erasmus Stein sind Bauchredner Tim Becker und seine Figur „Nagelritz“ unterwegs von Bühne zu Bühne zu immer neuen Zuschauern.

Den Auftakt im Besitos gibt Mirja Regensburg. Aber vorweg: Eine Ansage des Veranstalters vom Band – inklusive tosendem Applaus und Begrüßung von Komiker Matze Knop. Die ausgebildete Musical-Darstellerin nimmt sich nicht so ernst und das Publikum noch weniger, bezieht es immer wieder in das Programm ein. Wilfried Stern (60) aus Biestow ist mit seiner Frau und Freunden gekommen.

„Wer ist denn nun deine Frau“, fragt Regensburg, „beide nicken.“ Lachen und Applaus im Besitos. Die Komikerin singt kurze Lieder oder erzählt von „Muffin-Hosen“, bei denen der „Teig“ über dem Bund herausquelle.

Und zum Schluss singt sie ein Lied für „Willi“. Dass er im Mittelpunkt des Besitos stand, stört den Handwerksmeister nicht. „Ich bin schlagfertig“, sagt er. Auf die nächsten Künstler freut er sich, wisse aber nicht genau, wer komme. „Wir wollen uns überraschen lassen“, sagt er.

Philip Schülermann

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