Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Neugierige Nachtschwärmer erleben Welt der Forscher

Südstadt Neugierige Nachtschwärmer erleben Welt der Forscher

Am 28. April gibt es eine Neuauflage der Langen Nacht der Wissenschaften / Rund 200 Veranstaltungen im ganzen Stadtgebiet / Neue Gebäude öffnen erstmals ihre Türen

Voriger Artikel
Künstler eröffnet eigene Galerie in Waldesruh
Nächster Artikel
Latchinian: „Diese Vorwürfe sind absurd“

Chemiker und Promotions- student Theo Schwemer (32) analysiert in einem Labor Verbrennungspartikel mit Hilfe eines Fouriertransformation- Ionenzyklotronresonanz- Massenspektrometers (FTICR).

Quelle: Ove Arscholl

Südstadt. Spannung pur ist garantiert, wenn Forscher zeigen, dass Wissenschaft lebt, anschaulich ist und ganz viele Überraschungen bietet. Fast im gesamten Stadtgebiet können Neugierige Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit entdecken, bestaunen, hinterfragen, ausprobieren und verkosten. Um 18 Uhr und an etlichen Standorten für Kinder auch schon ab 16 Uhr beginnt am 28. April die diesjährige „Lange Nacht der Wissenschaften“.

OZ-Bild

Am 28. April gibt es eine Neuauflage der Langen Nacht der Wissenschaften / Rund 200 Veranstaltungen im ganzen Stadtgebiet / Neue Gebäude öffnen erstmals ihre Türen

Zur Bildergalerie

Die Besucher können beispielsweise erfahren, wie Rechtsmediziner tatsächlich arbeiten, wie ein Gehirn plastiniert werden kann, warum Facebook schon 100 Tage im Voraus weiß, wer sich in wen verliebt, warum Handys nur zwei Jahre lang halten, warum Chemie lecker schmecken kann, wieso Bier dunkle Flaschen braucht, wie aus Gras Milch wird, wie man Cents vergoldet, wie Glühwürmchen Licht erzeugen, warum Fußball zuerst eine Frage der Physik ist, wie eine optische Täuschung entsteht, und, und, und ... Bei rund 200 Veranstaltungen — eine packender als die andere und manche erst ab 18 Jahre freigegeben — werden rund 6000 Nachtschwärmer zur größten Wissenschaftsveranstaltung des Landes erwartet.

„Rostock ist ein Hafen der Wissenschaft, sicher und mit vielen Verbindungen in die Welt“, erklärte bei der gestrigen Präsentation des Programms Uni-Rektor Wolfgang Schareck. Gerade der Campus in der Südstadt stehe dafür. Dort können Besucher erstmals die neue Physik, das neue Hörsaalgebäude der Physik und das ebenfalls gerade bezogene Gebäude des Departments „Licht, Leben, Materie“ (LLM) besuchen.

„Wir zeigen, was in unseren Laboren passiert, und erklären, warum wir starke künstliche Magnetfelder aufbauen“, macht LLM-Chef Karl-Heinz Meiwis-Bröer neugierig:

„Wir können unsere Labore auch öffnen, was früher wegen der Enge nicht ging“, lädt Physikerin Viola von Oyenhausen ein. Die Physik hat sehr anschauliche Angebote vorbereitet und bietet die Schauvorlesung „Der Krieg der Sterne“ an. Auf dem Innenhof der Physik endet die Lange Nacht gegen 22 Uhr mit einer Lasershow.

Das benachbarte Katalyse-Institut punktet mit einer Eisproduktion. „Wir erklären auch die Geschichte der Seife, jeder kann sich sein Stück selbst produzierte Seife mitnehmen“, sagt Barbara Heller, Pressesprecherin des Instituts. Wer Lust hat, kann sein Lieblingsbier testen lassen und erfahren, ob es wirklich „rein“ ist, und warum es so lichtscheu ist. „Wir wollen den Gästen die Angst vor der Chemie und der Katalyse nehmen“, benennt Barbara Heller ein Ziel des Abends.

Zwei freie Baufelder gibt es noch auf dem Südstadt-Campus. Sie sind, so der Rektor, für einen Erweiterungsbau der Chemie sowie für den Neubau der Elektro-Technik vorgesehen.

„Die Langen Nacht ist ein Angebot für die Stadtgesellschaft, alle, von sechs bis 90 Jahren, sind eingeladen“, sagt Veranstalter Robert Uhde von der Agentur „Sphinx“. Er verweist darauf, dass es in der Innenstadt ein neues Angebot für Kinder gibt. Sie können herausbekommen, wie viele Eulen das Hauptgebäude schmücken. Das Mittelalter anhand von Pflastersteinen erklärt eine besondere Stadtführung.

Auch der Bereich Seefahrt in Warnemünde ist dabei, öffnet sein Simulationszentrum.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie zeigt in der Neptunallee 5 sein Seekartenarchiv. Dort wird auch erklärt, wie man die Ostsee vermisst und wo man Wracks findet. Die „Deneb“ ankert vor der Haustür.

• Online: Das komplette Programm unter www.lange-nacht-des-wissens.de

Wissensnacht mit vielen Partnern

Im Jahr 2000 wurde in Bonn zum „Wissenschaftssommer“ erstmals eine Lange Nacht für wissenschaftliche Einrichtungen angeboten. Davor hat es nur die Museumsnächte gegeben, die ihren Ursprung in Berlin haben.

Gemeinsam mit der Uni Rostock gibt es die Veranstaltung der „Langen Nacht“ seit 2004 in Rostock. Neben der Universität und der Hochschule Wismar (Bereich Seefahrt) beteiligen sich auch das Max-Planck-, das Leibniz- und das Fraunhofer-Institut sowie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie und mehrere Firmen.

Eintrittskarten: Einzelticket: 6 Euro, Familienticket: 10 Euro, Gruppenticket: 18 Euro. Vorverkauf: RSAG Kundenzentren, Pressezentrum Neuer Markt.

Von Thomas Sternberg

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Halle/Westfalen

Wahlweise mit Spaß oder Schrecken erinnern sich viele an diese klassische Schulsport-Disziplin: Aus Völkerball macht der TV-Sender ProSieben jetzt eine Samstagabendshow. Promis in Sportwettbewerben antreten zu lassen, war einst Stefan Raabs Erfolgs-Metier.

mehr
Mehr aus Kultur

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
„Ich möchte Papa mal die Meinung sagen“

Außergewöhnliche Philosophie-Runde in Kröpelins Grundschule zum Thema „Mut“