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Nicht nur Maler und Musiker: Künstler Hobriant entwirft auch Indianerkleidung

Lichtenhagen Nicht nur Maler und Musiker: Künstler Hobriant entwirft auch Indianerkleidung

Vom Kopfschmuck bis zur Fußbekleidung – der 56-Jährige fertigt alles selbst

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Olaf Hobriant schneidert auch seine Indianerhosen aus Hirschleder selbst, bemalt sie und bestickt sie mit Perlen.

Quelle: Jürgen Falkenberg

Lichtenhagen. Olaf Hobriant (56) ist der Öffentlichkeit bekannt mit seiner Gruppe Spill, der Küstencountryband, und fünf Alben eigener Kompositionen. Auch als Schnellzeichner und Karikaturist hat er sich einen Namen gemacht. Weniger öffentlich widmet sich Hobriant einem Hobby, bei dem wahre Kunstwerke entstehen. Er beschäftigt sich mit dem Fertigen von Indianerkleidung vom Kopfschmuck bis zur ledernen Fußbekleidung.

Es war ein Schnitt im Leben von Olaf Hobriant, als er 2003 seine Arbeit als Sanitärinstallateur aufgab und Alleinunterhalter wurde. Er, der bereits seit 2000 mit der Gitarre unterwegs war, sagt: „Ich wollte kreativ tätig werden.“ So wuchs seine Bekanntheit als Musiker. Auch das Tun des Dresdeners, der als junger Mann nach Rostock kam, als Schnellzeichner und Karikaturist ist durch viele Veranstaltungen bekannt. In der Schule hatte er in Kunst immer eine Eins, später perfektionierte er sein Handwerk mit Kursen bei Weber und Krämer.

Auslöser für die Herstellung von Indianerkleidung war in der Jugend der Großvater, der Olaf in den Film „Die Söhne der großen Bärin“ führte. „Mit Karl May hatte ich aber nichts am Hut“, gesteht der Indianerfan. Um so mehr verfolgte er den Weg und das Wirken des „Oberindianers“ Gojko Mitic.

Vor zehn Jahren war der Besuch einer privaten indianischen Sammlung bei Altentreptow dann Auslöser für eigene Arbeiten. „Ich wollte ein Lederhemd erwerben. Es sollte 5000 Euro kosten. Ich nahm Abstand“, sagt er. Es entstand sein erstes Hemd. Hirschleder, rot-gelbe Färbung, Perlenstickerei, Fransenschnitt: Immense Arbeit war nötig. „Es wurde eine Sucht daraus“, sagt Olaf Hobriant, dessen Hemd Nummer eins wie auch weitere Kleidungsstücke zum Wandschmuck im Indianerzimmer unterm Dach wurden. Die Beschäftigung mit den Mustern der Indianerstämme gehört dazu. „Ich fertige Kunstwerke an“, betont er und zeigt gelegentlich auf Veranstaltungen, mit Musik und Malerei, das Geschaffene. Ein Tipi zum Feiern ist auch schon im Bestand. Ein Wunsch blieb bei Hobriant bisher offen: Einmal nach Amerika zu den Indianern fahren. Jürgen Falkenberg

OZ

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