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Nomen est omen? Nicht immer!

Stadtmitte Nomen est omen? Nicht immer!

Frau Haase und Herr Fuchs arbeiten im Zoo, während Tobias Lange mit einer Körpergröße von 2,07 Metern alles andere als klein ist. Doch nicht immer passt der Name.

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Geht mit seinen Patienten ganz sanft um: Dr. Rüdiger Qual ist Zahnarzt in Warnemünde.

Stadtmitte. Den Namen kann man sich nicht aussuchen. Mal dienten Tiere, mal Eigenschaften oder auch Orte für den Familiennamen. In Verbindung mit dem Beruf kann so eine witzige Kombination entstehen, weiß Rüdiger Qual. Er ist Zahnarzt. Und nein, bisher habe sein Name ihn noch keine Patienten gekostet, erzählt er. „Im Gegenteil. Wenn Touristen einen Zahnarzt in Warnemünde suchen, rufen sie manchmal bei mir an, weil sie den Namen so witzig finden.“ Auch Kerstin Haase und Frank Fuchs haben mit ihren Namen schon für Schmunzler gesorgt. Denn die beiden arbeiten im Rostocker Zoo. „Manche fragen, ob es sich um ein Einstellungskriterium handelt“, erzählt Haase. Wer genau wissen will, woher sein Name stammt, kann das bei der Namenberatungsstelle in Leipzig erfahren. Eine riesige Bibliothek und Namensforscher wie Gabriele Rodriguez gehen dort dem Ursprung nach. „Manchmal ist die Erklärung ganz simpel“, erklärt sie am Beispiel von Rüdiger Qual. Dessen Vorfahren waren nicht besonders brutal, sondern stammen womöglich aus einem Ort namens „Quaal“ in Schleswig-Holstein. Und tatsächlich. Qual ist gebürtiger Flensburger.

• Im Internet:

www.namenberatung.eu

Tobias Lange war schon immer der Längste
Bei ihm ist der Name Programm: Ganze 2,07 Meter misst Tobias Lange. Damit dürfte er einer der größten in Rostock lebenden Menschen sein. „Ich wurde früher oft damit aufgezogen, in der Schule war ich immer der Jüngste und gleichzeitig der Größte“, erzählt der gebürtige Hamburger, der seit Juli 2014 die Basketball-Mannschaft der Rostock Seawolves verstärkt. „Wie ist die Luft da oben?“ — etliche Male habe er diese Frage schon gehört. Die Größe liegt in der Familie. Seine Schwester ist 1,94 Meter groß . „Sie hat es damit nicht leicht“, erzählt Lange und auch ihm wäre es lieber, manchmal nicht so aufzufallen. „Ich bin eher ruhig und stehe nicht so gern im Mittelpunkt.“
Swantje Warnemünde lebt lieber in der KTV
„Ständig“, sagt Swantje Warnemünde bei der Frage, ob sie oft auf ihren Namen angesprochen wird. Die 24-jährige Studentin schmückt sich mit dem Ostseebad als Familiennamen und viele können das kaum glauben. Als Nebenjob sitzt Swantje Warnemünde an der Kasse eines Supermarktes. Wenn Kunden ihr Namensschild sehen, ist es meist schon zu spät. „Ich erzähle dann immer, dass uns Warnemünde früher einmal gehört hat“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Natürlich kläre sie am Ende die Geschichte immer auf. Aufgewachsen ist sie in Groß Klein, lebt heute in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt.
„Ich freue mich jedes Mal, wenn ich das Ortsschild von Warnemünde sehe.“
Zahnarzt Dr. Qual ist eigentlich ganz sanft
Sein Praxisschild sei neben dem Leuchtturm und dem Teepott das wohl häufigste Fotomotiv im Ostseebad, scherzt der großgewachsene Zahnarzt Rüdiger Qual. Als Dr. Qual ist er in der Stadt bekannt, immer wieder wird er auf seinen Namen angesprochen. „Sogar Stefan Raab hat mich schon einmal in seiner Show genannt“, erzählt er. Seinem Namen mache er aber keine Ehre, versichert der Arzt. „Ein kleiner Junge hat mich nach der Behandlung ,sanfter Riese‘ genannt.“ Im Studium hatte Qual einen Kommilitonen namens Pein. „Wir scherzten immer, dass wir einmal eine Gemeinschaftspraxis aufmachen.“ Quals Frau ist übrigens Krankenschwester — bei der Blutabnahme.

 



Sophie Pawelke

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Rostock-Stadtmitte
Hier könnten sich Fuchs und Haase „Gute Nacht“ sagen: Frank Fuchs und Kerstin Haase aus der Verwaltung des Rostocker Zoos sorgen mit ihren „tierisch“ guten Namen für ein Schmunzeln.

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