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OZ-Theaterwerkstatt lässt die „Puppen tanzen“

Kröpeliner-Tor-Vorstadt OZ-Theaterwerkstatt lässt die „Puppen tanzen“

Karl Huck erklärt am Sonntag im Heck des Volkstheaters, wie das Figurentheater funktioniert / Die Besucher dürfen die Marionetten einmal selbst zum Laufen bringen

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Die OZ-Theaterwerkstatt lässt die „Puppen tanzen“: Am Sonntag um 15 Uhr zeigt Puppenspieler Karl Huck, wie das Figurentheater funktioniert. Die großen und kleinen Besucher dürfen sogar selbst einmal eine Marionette zum Laufen bringen.

Quelle: Fotos: Wiebke Volksdorf/vtr, Norbert Fellechner

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Die dritte und letzte OZ-Theaterwerkstatt der Saison widmet sicher einer Sparte, die es im Volkstheater erst seit der Spielzeit 2014/2015 zu sehen gibt. Unter dem Motto „Hier tanzen die Puppen“ zeigt Diplom-Puppenspieler Karl Huck, wie das Figurentheater funktioniert. Dabei ist ihm eines schon vorab klar: „Kinder machen das Puppenspielen ganz automatisch. Für Erwachsene ist es etwas komplizierter.“

Seit 30 Jahren beschäftigt sich Karl Huck mit Puppen. „Die Kunstform des Puppenspielens hat mich irgendwann einfach mitgenommen“, erklärt er seine Berufung. Zu DDR-Zeiten habe zum Figurentheater aber noch eine professionelle Ausbildung gehört. „Ich habe an der Hochschule für Schauspielkunst studiert und bin damit Diplom-Puppenspieler.“ Seit 20 Jahren betreibt Huck gemeinsam mit seiner Frau ein festes Figurentheater auf Hiddensee.

Aber auch am Volkstheater hat der Schauspieler regelmäßig Auftritte. „Am Sonntag vor der Theaterwerkstatt haben wir ja noch eine Vorstellung auf der Bühne im Heck.“ Die Kulisse und die Marionetten von „Hase und Igel“ dürfen sich die Besucher der Theaterwerkstatt dann einmal aus der Nähe anschauen. Dabei sei Figurentheater auf keinen Fall nur etwas für Kinder. „Am Donnerstag-, Freitag- und Samstagabend machen wir Vorstellungen für das erwachsene Publikum“, erzählt Huck.

Dann kommen nämlich auch anspruchsvolle Sachen wie Goethes „Faust“ oder Shakespeare auf die Bühne. „Generell haben wir aber den Anspruch, dass sich auch bei den Familienvorstellungen die Eltern oder Großeltern nicht langweilen sollen“, fügt der Puppenspieler hinzu. Das sei etwa, wie bei einem gut gemachten Kinderbuch, das würden sich ja auch Erwachsene gerne anschauen.

Da zu einer Theaterwerkstatt aber auch das Ausprobieren dazu gehört, dürfen die Besucher am Sonntag auch selber einmal die „Puppen tanzen“ lassen. Karl Huck ist sich sicher, dass die Kinder dabei die Nasen vorn haben werden. „Für ein Kind ist es ja ganz normal, dass es zum Beispiel aus einem Schuh mit etwas Fantasie ein Schiff macht — das ist im Prinzip auch schon Puppenspiel.“ Doch auch Erwachsene würden gerne mal, ohne es zu bemerken, in ein Figurentheater verfallen. „Wenn ein Mann einem anderen erklären will, wie er von einem anderen Auto geschnitten wurde und die Szene zum Beispiel mit einer Zigarettenschachtel auf dem Tisch nachspielt, dann ist das auch Theater“, erzählt Huck.

Im richtigen Figurentheater kommen natürlich selten Schuhe und Zigarettenschachteln zum Einsatz. Hier gebe es verschiedene Arten von Puppen. „Die Grundformen sind die Marionette, die Handpuppe und die Stabpuppe. Inzwischen gibt es aber auch schon einige Mischformen.“ Die Unterschiede wird Karl Huck am Sonntag auch den Besuchern der Theaterwerkstatt näher bringen.

Wer am Sonntag dabei sein will, sollte sich aber beeilen, denn im Heck des Volkstheater ist nur begrenzt Platz für die Besucher. „Karten gibt es jederzeit an der Theaterkasse. Der Eintritt kostet vier Euro, außer für Kinder unter zwölf Jahren, die kommen kostenlos rein“, teilt Judith Zinke, Sprecherin des Volkstheaters, mit. Sie hofft auf rege Beteiligung und ist optimistisch. „Ich denke, Figurentheater ist ein sehr spannendes Thema, das einige Besucher anlocken wird.“

OZ-Theaterwerkstatt

Die letzte Theaterwerkstatt für diese Saison findet am Sonntag, 24. April, um 15 Uhr im Heck des Volkstheaters, Doberaner Straße 135, statt. Die gemeinsame Aktion von OSTSEE-ZEITUNG und Volkstheater soll allen Interessierten zwischen „5 und 99 Jahren“ den Betrieb „Theater“ auf spielerische Art und Weise näher bringen. In diesem Jahr konnten die Besucher bereits einen Dirigenten und eine Theaterpädagogin kennenlernen.

Von Nele Reiber

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