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Raus an die Luft: Stadt erwacht zum Osterfest

Stadtmitte Raus an die Luft: Stadt erwacht zum Osterfest

Das milde und zum Teil sonnige Wetter lockte am Wochenende viele Einheimische und Gäste an den Strand, in Zoo und Parks

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Ein Spaß für viele Kinder: Auf dem Ostermarkt in der Rostocker Innenstadt oder wie hier am Fähranleger am Warnowufer drehten sich die Karussells.

Stadtmitte. Mildes und zeitweise sonniges Wetter zum Osterfest in Rostock und Warnemünde. Egal ob Ostereier versteckt und gesucht, Lagerfeuer entzündet oder ausgiebige Spaziergänge gemacht wurden: Einheimische und Touristen nutzten die Zeit an frischer Luft. Vor allem die Kinder kamen bei den zahlreichen Veranstaltungen in der Hansestadt voll auf ihre Kosten.

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Das milde und zum Teil sonnige Wetter lockte am Wochenende viele Einheimische und Gäste an den Strand, in Zoo und Parks

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Stockbrot backen, Kinderschminken, Unterhaltungsprogramme mit Osterhasen — in jedem Stadtteil gab es Angebote.

Schon früh war Witali Braun (33) am Sonnabend auf den Beinen. Der Hesse besuchte seine Frau, die an der Ostseeküste in einer Mutter-Kind-Klinik ist. „Schon seit die Zootüren geöffnet haben, sehen wir uns die Tiere an. Wir wollen so viel wie möglich vom herrlichen Wetter mitbekommen“, sagt Witali Braun. Seine Frau eingehakt und die beiden Kinder Domenik (3) und Alexandra (1) im Bollerwagen im Schlepptau ging es durch den Zoo. „Die beiden Eisbären haben es den Kindern angetan. Vor allem von Fiete waren sie begeistert“, sagt er.

„Viel verändert hat sich hier“, stellt Holger Fellroge (33) aus Mannheim beim Bummel über den Rostocker Ostermarkt fest. „Ich bin in Rostock aufgewachsen, hab hier aber keine Wurzeln mehr. Ich bin deshalb vor zehn Jahren weggezogen. Das ist der erste Besuch seit mindestens acht Jahren“, so Fellroge. Nur unweit des Iga-Parks wohnte er lange Zeit. „Ich werde meiner Verlobten meine Heimatstadt zeigen und natürlich mit ihr die Sonnenstrahlen im Iga-Park genießen“, erzählt er.

Auch das Osterfeuer im Park steuerte das Paar an. Traditionell wurde dieser Brauch in fast allen Stadtteilen umgesetzt. In Gehlsdorf etwa. Hier war am Fähranleger eine Bühne aufgestellt. Es gab eine Hüpfburg und ein Unterhaltungsprogramm für die Kinder. Und Livemusik am Abend für die Erwachsenen. „Nichts ist besser, als mit dem ersten Alster des Jahres hier zu sitzen und die untergehende Sonne über Rostock zu sehen“, schwärmt Steffi Göring (40).

Zurück zum Iga-Park: Hier herrschte selbst am wolkenverhangenen Ostersonntag viel Betrieb. Der Park war Anlaufpunkt für viele Familien. Die Jungen und Mädchen tobten über den Rasen oder gingen mit kleinen Osterkörben auf Entdeckungsreise. „Der Park liegt direkt vor unserer Tür. Für uns und unsere Kinder hat es schon Tradition, hier die Eier zu suchen. Es nieselt zwar, aber vor ein paar Jahren lag Schnee zum Osterfest“, lacht die Lütten-Kleinerin Cordula Rösler (29).

Den meisten Trubel gab es aber im Ostseebad Warnemünde. Wer am Wochenende einen Parkplatz in Strandnähe suchen wollte, brauchte viel Glück und Geduld. Die Strahlen erreichten hier die ersten Sonnenbader. Auf einer Bank saßen die drei Berliner Freunde Paul Meißner (23), Jakob Haase (25) und Eve-Anna Aneliya (21) nebeneinander, die Köpfe in Richtung Licht gestreckt. „Wir sind spontan mit der Bahn her gefahren. Es hat sich gelohnt. Bis zu den Knien war ich auch schon im Wasser. Noch ist es zu kalt. Mit dem Anbaden warte ich deshalb noch eine Weile“, sagt Eve-Anna Aneliya.

Sie konnten auch erleben, wie das Wahrzeichen des Ostseebades mit Leben gefüllt wurde. Der Shantychor De Klaashahns eröffnete mit maritimen Klängen die 23. Leuchtturmsaison. „Die Farbe ist noch nicht ganz trocken“, informierte Schatzmeister Walter Vogt. Da der Turm in einer feuchten Umgebung steht, müsse er ständig einen Anstrich bekommen. Für die neue Saison wurden unter anderem die Plexiglasscheiben erneuert und die Treppenläufe gestrichen. Bis Oktober sollen wie in der Vorsaison 70000 Besucher kommen, so der Wunsch des Vorsitzenden, Klaus Möller. Die zahlenden Gäste sollen einen exklusiven Blick vom Ostseebad haben. „Das Geld werden wir wieder für soziale Zwecke spenden“, meint er. Zwölf „Leuchtturmmänner“ werden in den nächsten Monaten für Ordnung und Sicherheit am und im Turm sorgen.

Treppen steigen für den guten Zweck

Wer die 135 Stufen des Warnemünder Leuchtturms hinaufsteigt, leistet seinen Beitrag für wohltätige Zwecke. Denn das eingenommene Geld kommt der Förderung von Kultur, Denkmalschutz und humanitären Anliegen zugute.

Der Förderverein Leuchtturm Warnemünde ist nicht auf Fördergelder angewiesen, sondern reicht selbst Fördergelder aus. So konnten seit der Gründung des Vereins bereits mehr als 580000 Euro an bisher 105 Einrichtungen überbracht werden.

Von Mathias Otto

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