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Stadtmitte Rostock im Advents-Kaufrausch

Tausende zog es gestern in die Innenstadt zu den Weihnachtsbuden und in den Einzelhandel

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Der Weihnachtsmarkt lockt Tausende in die Innenstadt und auch in die Geschäfte. FOTOS: OVE ARSCHOLL (1), JOHANNA HEGERMANN (2)

Stadtmitte. . Schlag ein Uhr mittags sind gestern die Geschäfte in der Innenstadt zum Advents-Shopping geöffnet worden – der letzte verkaufsoffene Sonntag vor dem Fest. Dicht gedrängt strömten Tausende Rostocker, Urlauber und Gäste zu den Buden auf dem Weihnachtsmarkt und in die Geschäfte rund um die Kröpeliner Straße. Schon vor dem 1. Dezember läuft das Weihnachtsgeschäft auf Hochtouren.

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Tausende zog es gestern in die Innenstadt zu den Weihnachtsbuden und in den Einzelhandel

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Auch Madlen Schmidt ist mit ihrer Familie aus Malchin angereist, um hier nach Geschenken zu suchen. „Ich kaufe gern am Sonntag ein, weil es die Arbeit sonst nicht zulässt“, sagt die 36-Jährige. Schon seit drei Jahren kommt sie dafür am 1. Advent in die Stadt, weil es hier auch mehr Einkaufsmöglichkeiten als in Malchin gebe. „Die Wunschzettel sind geschrieben und sollen nun auch abgearbeitet werden.“

Die RSAG hat sich wieder auf das Mehr an Fahrgästen eingestellt. Busse und Straßenbahnen fahren häufiger, und die S-Bahn zwischen Rostock und Warnemünde fährt bis 22 Uhr und sonnabends im 7,5-Minuten-Takt. Dieses Angebot nutzt auch Maria Neumann aus Evershagen. „Ich find es sehr praktisch, wenn ich zur Uni fahre“, sagt die 22-Jährige. Auch gestern hat sie die Chance nicht ausgelassen und ist mit der Bahn in die Innenstadt gefahren. „Ich habe mir Plakate vom Capitol geholt“, erzählt sie.

Keine vier Wochen mehr, dann ist Heiligabend. Und dann sollen viele Geschenke unterm Baum liegen. Inspirationen gibt es auf dem Weihnachtsmarkt genug: Handgemachtes, Dekorationen, Wollmützen, Geschirr oder Holzbürsten. „Der Vormittag war recht ruhig, aber seitdem die Geschäfte geöffnet haben, ist die Stadt voll“, sagt Bodo Schmidt von der Insel Usedom. Seit 25 Jahren steht er mit seinem Holz- und Bürstenstand auch in Rostock. „So ein verkaufsoffener Sonntag ist immer positiv“, sagt er. Auch Thomas Nonnenmacher, Inhaber von Takldi, ist ein großer Fan von Sonntags-Öffnungszeiten: „Die Kosten laufen ja auch 365 Tage im Jahr“, sagt er.

Dass die Kunden Glühwein und Mutzen einem Einkaufsbummel vorziehen könnten, befürchtet City-Manager Peter Magdanz nicht. Ob das Portemonnaie nach dem Glühwein etwas lockerer sitzt? „Schlecht wäre das nicht“, sagt Magdanz und lacht. Fakt sei, dass der Einzelhandel in der Innenstadt von der besinnlichen Stimmung kräftig profitiere. „Der Weihnachtsmarkt ist ein besonderes Ereignis, und die Geschäfte profitieren davon“, erklärt Magdanz. „Es ist schon sichtlich mehr los in der Stadt, seit der Weihnachtsmarkt geöffnet hat.“ Und seitdem seien die Kunden in Shopping-Laune.

Mit drei großen und prall gefüllten Tüten verlässt Familie Burmeister aus Tarnow die Galeria Kaufhof. „Wir machen gerade einen Wochenendurlaub in Kühlungsborn und haben hier gleich die Chance genutzt, um einzukaufen“, sagt Steffen Burmeister (35). Dass sie so früh mit dem Geschenkekauf beginnen, sei Zufall. „Gerade am Wochenende nimmt man sich die Zeit und kann in Ruhe bummeln und einkaufen, was man so Schönes findet“, sagt sein Vater Reinhard Burmeister.

Mit der ersten Woche des Weihnachtsmarkts ist auch der Veranstalter, die Rostocker Großmarkt GmbH, zufrieden. „Der Start war gut“, sagt Geschäftsführerin Inga Knospe. Das Wetter habe ihnen in die Karten gespielt. Und der „Tag der Begegnung“, an dem Menschen mit Behinderung freien Eintritt in die Fahrgeschäfte hatten, war ein Erfolg. „Es sind fast 2000 Leute gekommen“, berichtet Knospe.

Die ersten zwei Wochenenden seien immer besonders gut, urteilt auch Lothar Welte vom Schaustellerverband MV. Dann hätten viele Leute Weihnachtsgeld bekommen und „das sitzt etwas lockerer“. Deshalb sei der Weihnachtsmarkt-Start während der Arbeitswoche aus seiner Sicht etwas verhalten gewesen – aber zufriedenstellend. Der verkaufsoffene Sonntag habe dann den Verkauf ordentlich angeheizt.

Johanna Hegermann und Philip Schülermann

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