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Rostocker Eisbären bleiben ihren Rock-Wurzeln treu

Groß Klein Rostocker Eisbären bleiben ihren Rock-Wurzeln treu

Die Band um Ulrich Vetter musste über die Jahre viele Abgänge verkraften / Auch der Geschmack des Publikums änderte sich / Nun arbeiten sie an einem neuen Programm

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Die Rock-Eisbären an ihren Instrumenten: Ingo Jenner (v. l.) mit der Rhythmusgitarre, Jürgen (63) an den Drums, Sergio Gulshny an der Gitarre und Ulrich (Uli) Vetter, der Bass, ebenfalls an seiner Gitarre. Andy Klein war terminlich verhindert.

Quelle: Jürgen Falkenberg (2)

Groß Klein. Es war die Faszination handgemachter Musik und die Liebe zum reinen Rock, die vor 15 Jahren eine Gruppe gestandener Männer zusammenführte. Sie nannten sich Eisbären, denn ihr Begründer Ulrich (Uli) Vetter, heute 64, war und ist „Kältespezialist“ – er beschäftigt sich beruflich mit elektrischen Groß-Geräten zur Kühlung.

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Die Band um Ulrich Vetter musste über die Jahre viele Abgänge verkraften / Auch der Geschmack des Publikums änderte sich / Nun arbeiten sie an einem neuen Programm

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„Wir waren zu sechst und wandelten auf den Spuren Jimi Hendrix’ und der Deep Purples“, sagt Uli Vetter. Seit dem Beginn in ASB-Räumen in Lichtenhagen gab es so manche Veränderung. Nicht nur räumlich.

Vom anfänglichen Stamm sind zwei übrig. Uli Vetter und Ingo Jenner (58), der Computerspezialist, scharten neue Rockbegeisterte um sich, so dass heute fünf Rocker beisammen sind. Nach einer inhaltlich motivierten Trennung vor zehn Jahren wurde der Name in Rock-Eisbären gewandelt.

Heute musizieren sie mit gehöriger Lautstärke: Uli Vetter, der Bass mit der Gitarre, Ingo Jenner mit der Rhythmusgitarre, Sergio Gulshny, seit 2008 mit seiner Gitarre dabei sowie Andy Klein, Gitarre und Gesang. Hinter seiner Brille versteckt, agiert Jürgen (63) an den Drums. Da es bei Rockmusik herzhaft laut zugeht, kamen immer wieder Wechsel bei den Proberäumen. Von Lichtenhagen zum Passagierkai, dann in die Neubrandenburger Straße. Nun haben sie Quartier bezogen im Keller eines Bürohauses in der Hundsburgallee.

Die Rock-Eisbären üben und spielen jede Woche. „Die Rockmusik der 60er, 70er und 80er Jahre hat es uns angetan. Wir spielen zumeist für uns. Seit 2014 sind wir auch etwas blusiger“, sagt Uli Vetter.

So stehen auf dem breit gefächerten Repertoire auch The Last Time der Rolling Stones, Smoke On The Water von Deep Purple oder Gimme Some Lovin’ von Spencer Davis Group. Dazu kommen solche Gruppen wie Blues Brothers, ZZ-TOP und CCR, deren Blues-Stücke zur Entspannung und Freude gespielt werden. Es sind nun gemischte Programme. Gern erinnern sich die Rocker an öffentliche Auftritte. So gab es 2005 in der Autobahnkirche Kavelstorf ein Benefizkonzert. 2008 umrahmten sie 100 Jahre Glashäger, waren beim Jubiläum bei Globus und auch 2009 beim Bikergottesdienst in Bad Doberan Akteure. In der Pumpe in der Südstadt erklangen ihre rockigen Musiken ebenso wie in der Blue Hall in Bad Doberan. „Die ,Two Days for Jimi Hendrix’ 2010 zum 40. Todestag des größten aller Rockgitarristen waren ein Ereignis“, schwärmt Uli.

Gegenwärtig haben die Rock-Eisbären keine Auftritte im Terminkalender. Sie haben festgestellt, dass sich ihr Publikum wandelte. Pop, Rap und Balladen rückten in den Vordergrund. „Wir arbeiten an einem neuen Programm. Es ist noch nicht bühnenreif“, sagen sie unisono.

„Die Rock-Musik des vergangenen Jahrhunderts wird bei den Rock-Eisbären weiterleben. Wir pflegen die Wurzeln des Rock“, sagt Chef-Eisbär Uli überzeugt, der übrigens stolz darauf ist, dass Sohn Nils in seine Fußstapfen tritt. Nils Vetter und Band sind die Alabama Boogie Kinks.

Rock-Evergreens alter Meister erklingen neu

Vor 15 Jahren gründete sich die Rostocker Rockband „Eisbären“ als Freizeitgruppe. Später gab es die Umbenennung in „Rock-Eisbären“. Sie bringen Rock-Evergreens alter Meister im Vintage Sound zu Gehör. „Vintage-Instrumente stammen wie erlesene Weine aus besonders guten Jahrgängen“, sagt Ulrich (Uli) Vetter. Er war Initiator der Band, singt Bass und spielt als Bandleader Gitarre. Heute gehören fünf Musiker zur Band.

Jürgen Falkenberg

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