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Rostocker Trompetenbauer gewinnt bayrischen Staatspreis

Rostock/München Rostocker Trompetenbauer gewinnt bayrischen Staatspreis

Seit neun Jahren arbeitet Michael Münkwitz an der „Birckholtz Trompete“, nun wurde er auf der Handwerksmesse ausgezeichnet

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Michael Münkwitz präsentiert stolz seine Rekonstruktion der „Birckholtz Trompete“, mit der er die Jury überzeugte.

Quelle: Veranstalter

Rostock. Der Trompetenmacher Michael Münkwitz aus Rostock hat am Sonntag auf der Internationalen Handwerksmesse in München einen Staatspreis für besondere gestalterische und technische Leistungen im Handwerk erhalten. „Nach neun Jahren knochenharter Arbeit bin ich total glücklich und stolz, als Mecklenburger in Bayern gewonnen zu haben“, sagt der 59-Jährige. Von den rund 1000 Ausstellern aus 32 Ländern wurden insgesamt 31 Staats- und Bundespreise vergeben.

Gewonnen hat der Trompetenbau-Meister für den originalgetreuen Nachbau einer Naturtrompete aus dem Jahre 1650. Gefunden hat Münkwitz die sogenannte „Birckholtz Trompete“ 2007 in einer Kirche in Pebberede bei Belitz. „Es war wie ein Paukenschlag in der Fachwelt, dass man heute noch solche Instrumente finden kann“, sagt der Handwerker. Seit dem Fund arbeitet der Rostocker an dem Projekt. „Der Preis ist damit auch eine große Aufwertung für das Handwerk in Mecklenburg- Vorpommern“, sagt der Trompetenbau-Meister.

In ihrer Begründung wertschätzte die Jury, dass die Rekonstruktion nach genauer Analyse des Originalinstruments mit den damals möglichen Fertigungstechniken in traditioneller Handwerkskunst erstellt wurde. Sie hebt auch hervor, dass sie mittlerweile zur Ausstattung von Ensembles für alte Musik weiterentwickelt wurde. „Es ist schön, dass die Jury den technischen Aufwand in die Bewertung einfließen ließ.“

5000 Euro Preisgeld erhält er für seine Arbeit. „Das Geld werde ich wieder in die Werkstatt investieren“, so Münkwitz. Ein Großteil wird auch in das Projekt „Birckholtz Trompete“ fließen. „Es ist noch nicht abgeschlossen. Jetzt soll eine umfangreiche Publikation darüber folgen.“

Die Originaltrompete befindet sich mittlerweile im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

 



jh

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