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Subway to Sally in Rostock: Mittelalter trifft auf Elektronik

Östliche Altstadt Subway to Sally in Rostock: Mittelalter trifft auf Elektronik

Eine außergewöhnliche Klangkomposition, wie sie wohl nur sehr selten in Kirchen zu hören ist, erzeugte gestern die deutsche Mittelalter-Rock-Band Subway to Sally.

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Mit ihrer „Neon Ekustik Tour“ zeigte sich die Band Subway to Sally am Sonnabend in der Nikolaikirche von einer anderen Seite. Fotos (4): Ove Arscholl

Östliche Altstadt. Eine außergewöhnliche Klangkomposition, wie sie wohl nur sehr selten in Kirchen zu hören ist, erzeugte gestern die deutsche Mittelalter-Rock-Band Subway to Sally. Auf ihrer aktuellen „Neon Ekustik Tour“ beschreiten die Musiker ganz neue Wege, nämlich elektronische. Ob die modernen Elektro-Klänge zu dem ansonsten altertümlichen Stil der Band passen, mussten am Sonnabend 700 Fans beim Konzert in der Nikolaikirche entscheiden. Die Mehrheit stimmt mit begeisterten Applausstürmen für ein eindeutiges „Ja“.

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Eine außergewöhnliche Klangkomposition, wie sie wohl nur sehr selten in Kirchen zu hören ist, erzeugte gestern die deutsche Mittelalter-Rock-Band Subway to Sally.

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Wer Subway to Sally kennt, weiß, dass die siebenköpfige Truppe gerne einmal ungewöhnliche Wege geht. So ist die Band rund um Frontmann und Sänger Eric Fish bereits 2006 und 2010 auf Akustik-Touren unterwegs gewesen. „Nackt“ und „Nackt II“ nannten sich diese Experimente, bei denen nur die unverstärkten Instrumente und Gesang zum Einsatz kamen. Ein „Nackt III“ sollte es aber nicht geben. Etwas Neues musste her, ein Neo-Nackt sozusagen, oder kurz „Neon“, erklären die Musiker auf ihrer Internetseite.

Woher die Wortneuschöpfung „Ekustik“ im neuen Tournamen rührt, bekommen die Konzertbesucher gleich beim ersten Song voll zu spüren. Denn obwohl einige Akustikinstrumente auf der Bühne stehen — darunter auch einige sehr altertümliche — ist das Schlagzeug eindeutig elektronisch und auch ein Mischpult ist zu sehen. Als Erster betritt der neue Gastmusiker, dessen Name ein gut gehütetes Geheimnis bleibt, die Bühne. Maskiert und in Mönchskutte lässt er per Knopfdruck auf seinen elektronischen Geräten eine zur kirchlich-mystischen Atmosphäre passende sakrale Melodie erklingen.

Während alle Bandmitglieder ihre Plätze einnehmen, steigert sich die Melodie in immer elektronischer und schroffer klingende Töne. Als dann auch die anderen Instrumente einsetzen und sich zum bekannten „Wenn Engel hassen“ vereinen, beginnen die Fans lauthals zu jubeln und zu applaudieren. „Es ist echt klasse die alten Lieder mal in einer so anderen Form zu hören“, kommentiert Matthias Hintz das Experiment.

Und tatsächlich wirken die elektronischen Rhythmen und Töne nicht wie ein Störfaktor in der Klangkulisse. Vielmehr unterstützt der Gast mit seiner Technik die bereits vorhandenen Melodien und lässt die Musik voller klingen. Auch den altertümlichen Charme von Subway to Sally weiß er zu nutzen und verwendet ein selten gesehenes Instrument, das Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde: das Theremin. Durch die Bewegung der Hände zwischen zwei Antennen werden damit gespenstisch anmutende Töne erzeugt.

Im Publikum steht auch Sebastian Tischer. Er kennt den geheimnisvollen Gastmusiker. „Er ist ein Freund von mir. Wir studieren in Greifwald“, verrät er. Die Musik von Subway to Sally werde für ihn durch die elektronischen Einflüsse erst so richtig interessant. Begeistert ist nach dem Konzert auch Anne Katrin Martens. „Das war supertoll, aber ich habe auch nichts anderes erwartet“, erzählt der Fan.

Von Nele Reiber

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