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Tanzfinale kommt vom Leuchtturm

Warnemünde Tanzfinale kommt vom Leuchtturm

Fernsehsender überträgt für „Deutschland tanzt“ direkt vom Seezeichen / Besucherrekord in diesem Jahr

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Vor vier Jahren hat der Warnemünder Klaus Möller (65) den Vereinsvorsitz von Gerhard Lau (79) übernommen. Fotos (2): Thomas Sternberg

Warnemünde. Alle wollen auf den Leuchtturm, der Trend ist ungebrochen. Jetzt reiht sich dort auch der Fernsehsender Pro Sieben ein. Für seine drei Shows „Deutschland tanzt“ am 12., 19. und 26. November schaltet der Sender live zu seinen 16 Reportern in den 16 deutschen Bundesländern. Wie Pro Sieben informiert, wird das in Mecklenburg-Vorpommern der Warnemünder Leuchtturm sein.

 

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„Deutschland tanzt“ bezieht den Leuchtturm im November ein. Danach folgt dort das Adventssingen. Und am Neujahrstag strömen rund 70000 Besucher zu einer der größten Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern, zum Lichter-Spektakel „Turmleuchten“.

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„Der Sender ist an uns herangetreten, darüber haben wir uns sehr gefreut“, sagt Klaus Möller (65), Vorsitzender des Leuchtturm-Vereins. Allerdings wird die Übertragung, die Bekanntgabe des Voting-Verfahrens für Mecklenburg- Vorpommern, nicht von einer der beiden Aussichtsplattformen aus erfolgen. Der Verein ist zwar Träger des Warnemünder Wahrzeichens, doch es gehört dem Bund und damit zum Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Stralsund. Und das Amt lässt, langfristig geplant, die Treppen im Turm sanieren. „So wird alles direkt vor dem Turm geschehen“, so Klaus Möller. Am späten Abend im November sei es auf den Plattformen auch ausgesprochen ungemütlich, findet Möller.

Der Vereinsvorsitzende blickt auf das erfolgreichste Jahr seit der Wiedereröffnung des Turmes 1994 zurück: „Wir haben einen Rekord erzielt. Genau 73918 Besucher sind in diesem Jahr auf den Turm gestiegen.“

Das sei gut, schätzt Möller ein, glaubt aber, dass noch mehr gehe. Auf dem Leuchtturm Darßer Ort bei Prerow stiegen jährlich rund 160000 Gäste und zum Warnemünder Turm müsse man nicht hinwandern, der stehe mitten im Weg – da müsse man nur noch hoch.

Am Leuchtturm schlägt das soziale Herz des Ostseebades. Denn viele Besucher füllen die Vereinskasse und die wird postwendend für gemeinnützige Vorhaben geleert. Profitiert haben seit 1994 weit mehr als 160 Baudenkmäler, Einrichtungen, Vereine, Kunstwerke und Publikationen. In diesem Jahr sind rund 36000 Euro ausgegeben worden. Unterstützt wurden unter anderem die Rostocker Tafel und die Warnemünder Trachtengruppe. Anfang Dezember kommt das neue Bäderjournal „Tidingsbringer“ heraus, das der Verein als Herausgeber ebenfalls finanziert.

Mehr als 900000 Euro hat der Leuchtturm-Verein bislang zusammengetragen. Rund 800000 Euro wurden ausgereicht. Jährlich werden auch 15 000 Euro an die Bundeskasse zum Erhalt des Leuchtturms überwiesen.

Andere lassen sich von den guten Taten der Leuchtturm-Männer anstecken. So hat der Warnemünder Unternehmer und Strandkorbverleiher Matthias Treichel (59) zu Halloween vor ein paar Tagen insgesamt 30 Strandkörbe versteigert. Pro Korb flossen 25 Euro an den Leuchtturm-Verein, der sich über 750 Euro freuen konnte.

Jetzt freuen sich alle schon auf das traditionelle Singen am Leuchtturm am ersten Advent und das wohl größte Spektakel rund um ein maritimes Bauwerk, das „Turmleuchten“ am Neujahrstag.

Beide Veranstaltungen müssen wegen der Treppenarbeiten Einschränkungen hinnehmen, doch die Besucher sollen davon fast gar nichts mitbekommen.

82 Mitglieder hat der Verein um den Vorsitzenden Klaus Möller und seinen Stellvertreter Mathias Thom (43). Der Generationswechsel geht weiter, denn auch Schatzmeister Walter Vogt (78) ist dabei, eine Nachfolgerin einzuarbeiten. Doch er und der Ehrenvorsitzende Gerhard Lau (79) bleiben dem Verein erhalten, denn sie haben ihn einst gegründet.

Dazu kommen die zwölf Männer, die den Dienst am Turm übernommen haben. Sie sind alle älter als 70 Jahre und sind fast alle zur See gefahren. Wenn da ein-zwei jüngere Männer zum Mitmachen an die Tür klopfen würden, wären sie willkommen, so Möller.

Verein kümmert sich um Warnemünder Wahrzeichen

135 Stufen führen zur obersten Plattform des 1897/98 erbauten Leuchtturms. Diese Plattform befindet sich in 25 Meter Höhe.

160 000 Besuche r stiegen zu DDR-Zeiten auf den Leuchtturm. Er wurde 1980 geschlossen. Nach 1990 durften Seezeichen nicht bestiegen werden.

Rostock wurde zum Pilotprojekt: Ein Förderverein durfte den Turm bewirtschaften und ihn 1994 neu öffnen.

31 Meter hoch ist der Turm und reicht bis 39 Meter über dem Meeresspiegel. Der Turm gehört der Bundesrepublik.

Thomas Sternberg

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