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Tiefenbohrung der Geschichte

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Tiefenbohrung der Geschichte

Reinhard Jirgl liest im Rostocker Literaturhaus

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Zu einer Lesung aus seinem Buch „Oben das Feuer, unten der Berg“ kommt in der nächsten Woche Reinhard Jirgl nach Rostock.

In dem Roman ist eine Frau ihrer Vergangenheit auf der Spur. Ein Kommissar ist auf der Suche nach dieser Frau, weil er fürchtet, sie könnte Opfer eines Serienmörders geworden sein. Was auf den ersten Blick nach einem Krimi klingt, ist in Wirklichkeit eine historische Tiefenbohrung. Denn es geht um Verbrechen, die unter der NS-Herrschaft, in der DDR und auch in der Bundesrepublik Deutschland begangen wurden, stets im Namen der Politik.

Doch es geht um mehr als nur die Vergangenheit: Für Jirgl, der als wichtiger Autor der deutschen Gegenwartsliteratur gilt, ist „das Gestern auch morgen nicht zu Ende“. Sein neuester, höchst politischer Roman erinnert an die Opfer der deutschen Staaten und daran, dass die „Wende“ vieles unverändert gelassen hat – Seilschaften, Organisationen, Feindschaften. Die Mörder herrschen immer noch über die Opfer.

Der Autor wurde 1953 in Berlin geboren, wo er auch heute lebt. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Alfred-Döblin-Preis, den Joseph-Breitbach-Preis und im Jahr 2010 mit dem Georg-Büchner-Preis den wichtigsten Preis für deutschsprachige Literatur.

Lesung: Dienstag, 7. Juni, 20 Uhr, Literaturhaus Rostock, Café Marat, Doberaner Straße 21, Eintritt neun und sieben Euro

OZ

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