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Unheilig nehmen Abschied im IGA-Park

Schmarl Unheilig nehmen Abschied im IGA-Park

„Der Graf“ macht bei seiner letzten Live-Tour Halt in Rostock / 7000 Fans dabei – etwa die Hälfte weniger als vor vier Jahren

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Typisches Live-Bild des Grafen mit wedelnden Armen – so auch am Freitagabend im Rostcoker Iga-Park.

Quelle: Claudia Tupeit

Schmarl. „Frei will ich sein ... Ich will die Welt erleben“, erklärt Unheilig-Sänger „Der Graf“ seinen Zuhörern in einem seiner neuen Titel „Mein Leben ist die Freiheit“

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„Der Graf“ macht bei seiner letzten Live-Tour Halt in Rostock / 7000 Fans dabei – etwa die Hälfte weniger als vor vier Jahren

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im Schmarler Iga-Park. Nennt er hier die Gründe, warum das Konzert in Rostock zu seinen letzten Konzerten gehören wird? „Der Graf“ ist auf Abschiedstour, macht dafür Freitagabend in der Hansestadt Halt und rockt für 7000 Fans „Ein letztes Mal“ – das Tourmotto. Beim Auftritt vor vier Jahren an gleicher Stelle jubelten ihm noch 14 000 Anhänger zu.

Vielleicht ist seine Zeit zu gehen gekommen. Vielleicht haben die windigen 15 Grad am 15. Juli einige abgeschreckt, unter freiem Himmel mit dem stets im schwarzen Gehrock zu weißem Hemd und schwarzer Krawatte gekleideten Künstler mitzusingen. Das Gros seiner Setliste spiegelt zwar einen durchaus rockigen Grafen wider. Doch was die Untenstehenden einfach immer hören wollen und verlangen, sind seine Balladen. „Die sind einfach am schönsten“, findet Heike Seitz. Die 53-Jährige ist nicht zum ersten Mal live dabei, wenn der Graf auf der Bühne ist. Sie hat ihre Töchter dieses Jahr im Schlepptau, mit denen sie gleich zum Song „Unter deiner Flagge“ kuschelt – der Unheilig-Sänger hat den zuvor seiner Mutter und allen Müttern der Welt gewidmet.

Das Rocken lässt sich der Künstler aber nicht nehmen. Die Fans jubeln sowieso, schließlich bleiben auch bei härteren Riffs die Texte einfühlsam, melancholisch, Trost spendend. Den meisten Szenenapplaus erhält er allerdings trotz oder gerade wegen seines extrovertierten Tanzstils.

Durch „Geboren um zu leben“ sind – wie so viele andere auch – die Geschwister Nadiné und Dirk Fette zu Unheilig-Fans geworden. Dass die Texte ernst sind „und immer mit Sinn und Verstand, anders als bei Bushido“, lobt die 29-jährige Rostockerin. Ihr großer Bruder – Dirk Fette ist 41 Jahre alt – steht einfach auf die Stimmfarbe des Sängers. Sie haben ihn gestern Abend übrigens zum ersten und zum wahrscheinlich letzten Mal erlebt: „Es ist der richtige Moment für ihn, jetzt aufzuhören“, findet Nadiné Fette. Noch sei er auf einem Erfolgshöhepunkt. Schade sei es trotzdem, fügt ihr Bruder hinzu.

Erst mit seinem siebten Album hat „Der Graf“ seinen musikalischen Durchbruch gehabt. Das war 2010. Seitdem kann er auf einen echten Durchmarsch zurückblicken: Millionen verkaufter Platten, etliche wichtige Preise hat er eingeheimst und Herzen und Gehör von Tausenden Deutschen gewonnen. Bereits vergangenes Jahr hatte der Sänger mit einer ersten Abschiedstour in Rostock gastiert – in der ausverkauften Stadthalle. Jetzt im Iga-Park ruft er seinen Fans von der etwa zwei Meter hohen Bühne noch einmal ein „Dankeschön“ herunter. Die Höhendistanz zum Publikum hat „Der Graf“ übrigens schon nach dem ersten Lied überwunden: sein Charisma (Handküsschen, Winken, charmantes Grinsen) bringt natürlich vor allem die weiblichen Fans dazu, ihn einfach anzuhimmeln – vielleicht tatsächlich zum letzten Mal.

Claudia Tupeit

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