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60 Kinder und Jugendliche starten in neue Theatersaison

Kröpeliner-Tor-Vorstadt 60 Kinder und Jugendliche starten in neue Theatersaison

Interesse an Laiengruppen für junge Leute ist groß / Beim sogenannten „Kick-Off“ haben Kinder und Jugendliche zusammengefunden / Kommende Woche beginnen die Proben

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Erste Lektion am Theater: Jugendclubleiterin Johanna Seier (l.) lässt Annabell (17) von Neele (15) der Gruppe vorstellen.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Die Theatergruppen für Kinder, Jugendliche und Studenten gehen in eine neue Saison. Gestern haben sich rund 60 Kinder im Volkstheater mit Pädagogen und HMT-Studenten zum „Kick-Off“ getroffen, um sich gegenseitig kennenzulernen. Ab kommender Woche beginnen die Proben. Dann feilen sie gemeinsam an Geschichten, Dramaturgie und Darstellung. Denn das gemeinsame Entwickeln eines Stücks ist in den Theaterclubs das Wichtigste.

OZ-Bild

Interesse an Laiengruppen für junge Leute ist groß / Beim sogenannten „Kick-Off“ haben Kinder und Jugendliche zusammengefunden / Kommende Woche beginnen die Proben

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Alles beginnt mit einem Kennenlernen. Die Kinder und Jugendlichen interviewen sich, um sich dann gegenseitig vorzustellen. Dicht gedrängt sitzen sie auf dem roten Teppich im Intendanzfoyer, bevor es nach oben in den Ballettsaal geht. „Das ist Ella. Sie ist 16 und ihre Lieblingsfarbe ist Glitzer-Rosa“, wird die junge Schauspielerin vorgestellt. Espen ist elf und sein Lieblingsbuch sei „Harry Potter“, geht es weiter. Als sich alle kennen, geht’s gemeinsam hoch in den ersten Stock.

Was die Laienschauspieler zwischen acht Jahren und Mitte 20 in der kommenden Saison spielen werden, steht noch nicht fest. Carola Meyer (24), Master-Studentin an der HMT, wird die Kindergruppe betreuen. Das Stück richte sich ganz danach, was die Kinder an Fähigkeiten mitbringen. „Ich möchte das gern offen gestalten“, sagt sie. In ihrer Gruppe wird Marta sein. „Weil ich Theater toll finde“, erzählt die Achtjährige. Sie ist zum ersten Mal dabei und sei ein bisschen aufgeregt gewesen. Sie würde gern ein Märchen spielen.

Lautes Lachen, mal leises Gekicher: Ein bisschen albern sieht die Übung schon aus. Aber das gehört zum Theater dazu. Und das macht locker. Langsam gehen, dann etwas schneller, und schließlich stehen bleiben, wie eingefroren. Die Neulinge – und die sind beim ersten Treffen in der Überzahl – schnuppern Theaterluft.

Die ersten Proben dienen noch dem Kennenlernen, sagt Theaterpädagogin Johanna Seier (29). Auch sie wisse noch nicht, wo die Reise hingehe. Es sei wichtig, „das Thema aus der Gruppe heraus zu finden“, sagt sie. Geht es nach Thomas Kirch (25) wird es ein Improvisationsstück – am liebsten eines nach Keith Johnstone.

Wöchentlich proben die jungen Schauspieler. Mittwochs treffen sich die Kinder, donnerstags die Studenten und freitags die Jugendlichen, jeweils von 16.30 bis 18.30 Uhr. Zusätzlich gibt es noch die freie Gruppe namens „Spieltrieb“. Die Probezeiten stehen aber noch nicht fest.

„Die Proben werden wie eine normale Produktion begleitet“, sagt Erik Raab vom Volkstheater. Und das sei das Besondere: die echte Theateratmosphäre. Sie wollen den Teilnehmern erste Grundlagen im Theater und Schauspiel vermitteln. Es geht aber nicht darum, Profis zu formen. „Jeder soll hier einen Platz finden“, sagt Raab.

Im Ballettsaal finden sich schließlich die Gruppen zusammen. Es gibt eine Kindergruppe, eine für Jugendliche und eine für Studenten, in der aber nicht ausschließlich Studenten sind. „Wir wollten die Gruppe öffnen“, sagt Johanna Seier.

In den nächsten Wochen und Monaten liegt viel Arbeit vor den Gruppen. Im Frühjahr sollen die Stücke im Volkstheater aufgeführt werden. „Im April oder Mai wird Premiere sein, danach werden die Stücke auf den Spielplan gesetzt“, sagt Erik Raab. Wer es nicht zum „Kick-Off“ geschafft hat, könne aber auch noch zu den ersten Proben kommen.

Theaterpädagogik

Den Ursprung hat die Theaterpädagogik im Schul- und Laientheater. Die Themenfelder sind vielfältig: Arbeit in sozialen Brennpunkten oder Unterricht an Schulen. Mithilfe von Theater kann aber auch unterstützende Arbeit in Schulfächern geleistet werden – etwa im Chemieunterricht zur Verdeutlichung des Inhalts.

Die Ausbildung zum Theaterpädagogen ist keinen staatlichen Vorgaben unterworfen. In Rostock kann man sie an der HMT als Studium absolvieren.

Philip Schülermann

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