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Der nächste Versuch: Fristlose Kündigung für Latchinian?

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Der nächste Versuch: Fristlose Kündigung für Latchinian?

Am Montag berät der Hauptausschuss erneut über die Zukunft des Theater-Intendanten / Rostocker Bund-Chefin Bachmann fordert die fristlose Kündigung

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Soll weg: Intendant Sewan Latchinian.

Quelle: Arscholl

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Theater- Intendant Sewan Latchinian steht weiter auf der Abschussliste: Der Rostocker Bund hat für Montag eine Sondersitzung des Hauptausschusses einberufen. Einziger Tagesordnungspunkt: die fristlose Kündigung des künstlerischen Geschäftsführers.

Teure Personalie

120000 Euro Jahresgehalt erhält Sewan Latchinian – plus Zulagen.

150000 Euro Abfindung fordert der Intendant nach OZ-Informationen.

Bereits im April hatte der Hauptausschuss einen solchen Antrag auf dem Tisch. Damals konnten sich die Kommunalpolitiker und Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) aber nicht auf einen Rauswurf einigen. Der Hauptgrund damals: Rathaus-Chef Methling ist bis heute nicht bereit, dem ungeliebten Intendanten auch nur einen Cent Abfindung zu zahlen. Und immerhin ging es damals um rund 150000 Euro, die der künstlerische Geschäftsführer als „warmen Händedruck“ zum Abschied erhalten sollte. Nun nimmt ausgerechnet Sybille Bachmann, Fraktionschefin des Rostocker Bundes und seit wenigen Wochen auch Aufsichtsratsvorsitzende des Theaters, einen neuen Anlauf: In dem geheimen, 13 Seiten langen Papier listet Bachmann haarklein Gründe für einen fristlosen Rauswurf Latchinians auf. Unter anderem wirft sie dem Intendanten vor, Informationen aus vertraulichen Sitzungen an den Betriebsrat weitergegeben zu haben – das sei, so Bachmann, nicht rechtens. Das Vertrauensverhältnis sei zerstört.

Bachmann will sich zu dem Antrag nicht in der Zeitung äußern: „Personalangelegenheiten sind grundsätzlich nicht-öffentlich. Es geht auch darum, das Haus und seine Mitarbeiter zu schützen.“ Auch die anderen Fraktionen schweigen – zumindest öffentlich. Dass das Vertrauen in den Intendanten zerstört ist, daran lassen hinter vorgehaltener Hand aber auch SPD, CDU und Linke keinen Zweifel.

Latchinian werde den Umbau des Volkstheaters nicht umsetzen – zumindest nicht erfolgreich, heißt es. Wenn bis Anfang September kein stichhaltiges Konzept vorliegt, läuft Rostock aber Gefahr, fast eine Million Euro an das Land zurückzahlen zu müssen.

Auch im Theater selbst soll der künstlerische Chef nur noch wenige Verbündete haben. Intern trete Latchinian nämlich nicht wie der „Retter“ auf, den er öffentlich gerne gibt. Eine Schauspielerin etwa, die sich kritisch über den Intendanten geäußert hatte, verliert im Juli ihren Job. Ihr Vertrag wurde nicht verlängert. Aus künstlerischen Gründen, heißt es offiziell. Die Betroffene sieht das anders: Sie vermutet andere Motive, zieht deshalb vor Gericht. „Die Mitarbeiter warten nur darauf, dass er geht“, so ein Mitglied des Aufsichtsrates.

Latchinians Anwältin Doris Geiersberger reagierte auf den erneuten Kündigungsantrag entspannt: „Wir kennen die Begründung nicht, äußern uns zu gegebener Zeit.“

Andreas Meyer

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