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Elfen und Magier besuchen die Wallanlagen

Rostock-Stadtmitte Elfen und Magier besuchen die Wallanlagen

Die Fantasia AG organisiert am Sonnabend in Zusammenarbeit mit Kulturamt und Museen eine artistische Sommernacht / Kleinkunstspektakel bietet drei Rundgänge

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Rebecca Stadtmüller (33) und Timo Brennecke (28) können das Spektakel kaum mehr erwarten. Stolz präsentieren sie ihr Banner am Kröpeliner Tor. Dort werden die Rundgänge am Sonnabend starten.

Quelle: Pauline Rabe

Rostock-Stadtmitte. Am westlichen Ende der Rostocker Wallanlagen befindet sich die Teufelskuhle. Um sie rankt sich eine fast vergessene Sage: An der tiefen Wassergrube stand vor Zeiten ein schönes, großes Schloss mit gar lieblichen Bewohnern. Dessen Herr führte jedoch ein wildes Leben und versank infolgedessen mitsamt seinem Zuhause tief in der Erde. Nur alle 1000 Jahre bricht der Bann und das Schloss hebt sich aus seiner Kuhle.

„Und das wird am Sonnabend passieren“, verrät Rebecca Stadtmüller von der Fantasia AG. Nur in dieser einen Nacht bevölkern Schlossbewohner die Parkanlage mit ihrem heiteren Spiel. „Zuschauer können beim ersten Kleinkunstspektakel dieser Art Elfen, Magier, singende Königinnen und tanzende Hochseilartisten bestaunen“, sagt der künstlerische Leiter Timo Brennecke. Bei insgesamt drei Rundgängen können Interessierte verborgene Orte und ungeahnte Sehenswürdigkeiten entdecken.

„Die Idee zu der artistischen Sommernacht entstand aus persönlichem Interesse“, so Stadtmüller. Die 33-Jährige hatte beim Amt für Kultur, Denkmalpflege und Museen nachgefragt, was aus der Veranstaltungsreihe „Kultur aus dem Hut“ geworden ist. „Dabei stellte sich heraus, dass die Energie des Projektes verloren gegangen war.“ Das Budget war jedoch noch vorhanden. „Anlässlich des 20.

Fantasia-Geburtstages in diesem Jahr entstand dann die Idee, etwas Besonderes auf die Beine zu stellen.“ Durch Zufall stieß das Team auf die Rostocker Sage der „Düwelskuhl“. „Ich finde es schade, dass solche Geschichten viel zu oft in Vergessenheit geraten“, sagt Stadtmüller. „Allein die Geschichte komplett in einem Buch abgedruckt zu finden, erwies sich als sehr schwierig“, ergänzt Brennecke.

Für das Kleinkunstspektakel am Wochenende veränderte die Fantasia AG die Sage frei. „Besucher werden auch Elemente traditioneller Märchen entdecken“, so Stadtmüller. Insgesamt werden 47 Kleinkünstler an verschiedenen Stationen bei der Sommernacht mitwirken. Die Artisten besitzen dabei die unterschiedlichsten Leistungsniveaus. „Es wirken sowohl Kinder als auch professionelle Künstler mit“. Auch Darsteller mit geistiger oder körperlicher Behinderung werden dabei sein. „Gerade diese Mischung macht die Veranstaltung so reizvoll.“

Das Interesse sei schon im Vorhinein sehr groß, sagt Brennecke. Vor allem die Eltern der mitwirkenden Kinder seien schon sehr gespannt. „Wir empfehlen allen, sich schon jetzt für einen der drei Rundgänge anzumelden.“ Es werde nämlich eine Teilnehmerbegrenzung geben, damit keiner versäumt, was der Expeditionsleiter erzählt. „Natürlich kann man aber auch einfach so durch die Wallanlagen schlendern und die Künstler bestaunen“, sagt Stadtmüller.

Die Wallanlagen sollen mit dem Spektakel in einem anderen Licht präsentiert werden. „Die Anlage ist so ein schöner Ort mitten in der Innenstadt.“ Vor allem im unteren Bereich ist viel saniert worden.

„Ich möchte, dass Radfahrer, die am Samstag interessiert stehen bleiben, bei ihrer nächsten Fahrt zur Arbeit an die schöne Sommernacht zurückdenken“, sagt Stadtmüller.

Artistik im öffentlichen Raum

47 Kleinkünstler wirken am Samstag, 23. Juli, beim ersten Wandelweg in den Wallanlagen mit. Unter ihnen sind sowohl Kinder der Fantasia AG als auch professionelle Artisten. 14 Stationen können in drei Rundgängen von den Besuchern entdeckt werden. Die Touren beginnen am Kröpeliner Tor um 18, 19 und 20 Uhr Sie enden am Klostergarten. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen: info@fantasia-rostock.de.

Im Anschluss beginnt 19 Uhr im Zirkus Fantasia eine Aftershow-Party. Es gibt Grill-Buffet und Livemusik.

Pauline Rabe

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