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Fünf Millionen mehr für neues Theater

Stadtmitte Fünf Millionen mehr für neues Theater

Minister Brodkorb gibt zusätzliches Geld für Neubau, wenn die Hochschule für Musik und Theater Räume erhält

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Aufführungen von Volkstheater und Hochschule für Musik und Theater Rostock könnte es vielleicht bald unter einem Dach geben.

Quelle: Volkstheater, Thomas Häntzschel/nordlicht

Stadtmitte. Ein verlockendes Angebot: Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) stellt weitere fünf Millionen Euro vom Land für den Bau eines neuen Theaters in Rostock in Aussicht. Wenn die Hochschule für Musik und Theater (HMT) dort Räume bekommt. Bisher hatte das Land signalisiert unter bestimmten Bedingungen einen Theaterneubau mit bis zu 25 Millionen Euro zu unterstützen. Das Geld aus der Hochschulbaufinanzierung käme dann noch obendrauf.

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Minister Brodkorb gibt zusätzliches Geld für Neubau, wenn die Hochschule für Musik und Theater Räume erhält

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Die HMT habe dringenden Bedarf an zusätzlichen Räumen, erläutert Minister Brodkorb. Der Standort in der Östlichen Altstadt könne aber nicht mehr weiter ausgebaut werden, aus Gründen des Denkmalschutzes. Die HMT benötigt laut Minister etwa 200 Quadratmeter. „Dafür sticht die öffentliche Hand keinen Spaten in die Erde.“ Die Lösung mit dem Volkstheater wäre sinnvoll. Noch seien es nur Gedankenspiele, aber er könne sich vorstellen, sagt Brodkorb, dass die Schauspielabteilung der HMT im neuen Haus am Bussebart unterkommt. Mit dem Geld könne beispielsweise auch ein zweiter Bühnensaal finanziert werden.

Eine Kooperation zwischen Volkstheater und HMT hat er bereits mit Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) besprochen, berichtet Minister Brodkorb. Rostocks Stadtoberhaupt sieht das Angebot positiv.

„Eine enge Zusammenarbeit zwischen Hochschule für Musik und Theater und Volkstheater ist Basis für die Entwicklung der Theaterlandschaft in unserer Stadt.“ In den vergangenen Wochen habe es bereits mehrere gute Nachrichten für die Hansestadt aus dem Kultusministerium gegeben wie Förderung für die Kunsthalle oder die Einrichtung der Professur für Archäologie an der Universität.

Konkrete Planungen für den Theaterneubau gibt es noch nicht, auch die Finanzierung steht nicht endgültig. Das Land sei bereit, die Hälfte von bis zu 50 Millionen Euro zu übernehmen und für die andere Hälfte der Stadt zu erlauben, Kredite aufzunehmen, erklärt Mathias Brodkorb. „Das Geld ist da, aber das ist kein Selbstläufer“, wiederholt er seine Position. Voraussetzung bleibt nach wie vor, dass das Volkstheater, so wie in der Zielvereinbarung von 2015 festgelegt, „zukunftssichere Strukturen“ schafft.

Zum Thema Räume im Theaterneubau gebe es aus Sicht der HMT „derzeit keine nennenswerten neuen Informationen“, lässt Rektorin Susanne Winnacker mitteilen. Die Kooperation hätte für beide Seiten Vorteile, wirbt Brodkorb. Voraussetzung sei aber, dass die Hochschule in ihren Entscheidungen unabhängig bleibe. Bei der Volkstheater-Aufsichtsratschefin stößt der Vorschlag auf Zustimmung. „Ich finde die Idee gut“, sagt Eva-Maria Kröger (Linke). Die fünf Millionen Euro seien natürlich schön, aber es gebe auch eine künstlerische Komponente. „Beide Seiten können profitieren.“

Mathias Brodkorb macht deutlich, dass ein Zeitdruck besteht. „Wir werden nicht ewig warten“, denn für die HMT müsse bald Raum geschaffen werden. Klappt es mit dem Volkstheater nicht, dann würde er die fünf Millionen abziehen und für die Hochschule eine andere Lösung suchen. Möglichst bald möchte Brodkorb zum Theaterneubau mit OB Methling sowie Vertretern des landeseigenen Betriebs für Bau und Liegenschaften sowie dem kommunalen Immobilienbetrieb KOE an einem Tisch sitzen. Methling ist optimistisch, dass das schnell klappt und kurzfristig ein Fahrplan zum Neubau erarbeitet werden könne.

„Noch nie waren wir der Realisierung dieses alten Wunsches der Rostocker so nah wie heute“, gibt sich der OB zuversichtlich.

Nach langen Diskussionen Entscheidung für den Bussebart

Viele Jahre hat die Bürgerschaft über den möglichen Standort für ein neues Theater gerungen. Zuletzt waren noch der Bussebart und der von der Verwaltung favorisierte Stadthafen im Rennen.

Vor knapp einem Jahr fiel dann in der Bürgerschaft die Entscheidung für den Bussebart. Am gleichen Tag hatten OB Roland Methling (UFR) und Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) eine Zielvereinbarung unterzeichnet. Darin sicherte das Land Unterstützung beim Neubau zu , unter der Bedingung, dass das Volkstheater Sparvorgaben umsetzt und einhält.

Von Thomas Niebuhr

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