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GZSZ-Star Saskia Valencia: „Ich bin im Theater angekommen“

Warnemünde GZSZ-Star Saskia Valencia: „Ich bin im Theater angekommen“

Die Schauspielerin mit Rostocker Wurzeln ist längst nicht mehr nur die Frau Antje mit dem Käse aus Holland oder die Saskia Rother in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“

Warnemünde. Sie ist hier groß geworden, ihre Eltern wohnen in Gehlsdorf: Zwischen zwei Auftritten in Hamburg ließ Schauspielerin Saskia Valencia (51) in Warnemünde „die Seele baumeln“. Einfach nur, um hier zu sein; dort, wo sie als Kind einmal im Monat nach dem Badespaß im „Meeresbrandungsbad“ ihren „Goldbroiler“ futterte oder manche Sommerferientage am Strand in der Sonne lag. „Es ist viel schöner hier an der ehemaligen DDR-Ostseeküste“, sagt die Schauspielerin. „Das Wasser, die Strände, die Architektur – kein Vergleich mit dem Westen.“ Dorthin ging die junge Schauspielerin noch vor dem Mauerfall, 1987. Weggeheiratet von ihrem ersten Ehemann, dem kolumbianischen Bauingenieur Nicolas Valencia, lebte sie zunächst in Westberlin. Bald wurde sie bekannt.

 

OZ-Bild

Urlaubstag in Warnemünde: Saskia Valencia.

Quelle: Klaus Walter

Was sich in Rostock um das Theater abspielt, ist ein Drama. Ein Trauerspiel.“ Saskia Valencia (51)

Rostockerin in München

Saskia Valencia (geb. Gehrke) wurde am 21. Juli 1964 in Rostock geboren. Nach dem Abitur begann sie ein Volontariat beim Fernsehen der DDR im Bereich Produktionsleitung. 1984/1985 studierte sie an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam. Heute lebt die Schauspielerin in München.

In Werbespots als Frau Antje mit den Käse aus Holland und in zahlreichen Serien, wohl am bekanntesten als Saskia Rother in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Dazu kommen zahlreiche Rollen in einer langen Liste von Fernsehserien: Küstenwache, Liebling Kreuzberg, Medicopter 117, Polizeiruf 110, Klinik unter Palmen, Kommissar Rex, Rote Rosen, In aller Freundschaft und viele, viele mehr.

Wenn sie auch im Februar für die ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“ wieder vor der Kamera stand, ist es inzwischen mehr das Theater, das die Schauspielerin in Anspruch nimmt, gerne in Stücken französischer Autoren. „Ich liebe Franzosen“, sagte Valencia. „Wegen der Vielschichtigkeit der Texte und Rollen.“ Das Fernsehen habe sich verändert, begründet sie ihre Leidenschaft für die Bühne.

„Das liegt zum einen an den vielen blutjungen Fernsehredakteuren, die mit einer Frau über 50 wenig anfangen können“, sagt die Schauspielerin. Aber auch sie habe sich verändert: Die „junge Geliebte“

passe ebenso wenig wie die „Großmutter“. (O-Ton Saskia Valencia: „Obwohl ich ganz privat sehr darauf warte: Meine Tochter ist immerhin 30.“) Aber in die „Muttischieblade“ will sie sich auch nicht stecken lassen.

„Inzwischen habe ich das Glück, mir Dinge auszusuchen, die ich machen möchte“, sagt Saskia Valencia. Künstlerisch sei sie „im Theater angekommen“, fühle sich „jetzt sicher im Beruf“, habe immerhin 30 Jahre als Schauspielerin überlebt. Gut sechs Rollen habe sie immer gleichzeitig parat, einige seien für die Ewigkeit im Kopf – und als hätte es eines Beweises bedurft, gibt sie den Monolog der „Electra“ von Hugo von Hofmannsthal zum Besten.

Zwei bis drei Drehbücher liest sie pro Woche, wägt ab, spricht mit Kollegen darüber, stellt ihre Projekte auf die Beine, geht damit auf Tourneen. Etwa mit dem Stück „Ich bin wie ihr, liebe Äpfel“, in dem sie eine komplett überzeichnete Politikergattin spielt, oder mit „Kleine Eheverbrechen“ – natürlich als Geliebte. Und sie mag Komödien: Gerade jetzt im Hamburger Fährhaus steht sie an der Seite von Ingolf Lück und René Steinke auf der Bühne und versucht in „Das Abschiedsdinner“, unliebsam gewordene Freunde loszuwerden.

Klaus Walter

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