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Kamp-Theater soll lebendige Kulturstätte werden

BAD DOBERAN Kamp-Theater soll lebendige Kulturstätte werden

Kinoveranstaltungen, Kabarett- und Lese-Abende, Konzerte — und dazu jede Menge Besucher: Geht es nach Lydia Bierstedt, könnte sich das Doberaner Kamp-Theater künftig ...

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Es sind viele Ko- operationen möglich — alle Parteien im Haus arbeiten jetzt aktiv zusammen.“Lydia Bierstedt, Vorsitzende Kino- und Kulturverein Bad Doberan

Bad Doberan. Kinoveranstaltungen, Kabarett- und Lese-Abende, Konzerte — und dazu jede Menge Besucher: Geht es nach Lydia Bierstedt, könnte sich das Doberaner Kamp-Theater künftig zu einer lebendigen Kulturstätte entwickeln. „Es sind viele Kooperationen möglich, alle Parteien im Haus arbeiten jetzt aktiv zusammen“, sagt die Vorsitzende des Kino- und Kulturvereins und gibt zu: „Das letztlich gemeinschaftlich hinzubekommen hat aber schon viel Kraft gekostet.“

Kinosaal mit Potenzial

26 Mitglieder sind aktuell im Kino- und Kulturverein Bad Doberan aktiv.

2700 Besucher kamen im vergangenen Jahr zu den Kino-Vorführungen am Mittwoch.

700 Quadratmeter Gewerbefläche hat das Kamp-Theater insgesamt, allein 340 Quadratmeter entfallen auf das Kino.

250 Besucher finden im großen Saal Platz.

Denn nachdem Mitte vergangenen Jahres der alte Vorstand zurückgetreten und ein Streit über die künftige Ausrichtung entbrannt war, standen der Verein und auch das Kamp-Theater als Spielstätte kurz vor dem Aus (die OZ berichtete). Doch nach einer Neuausrichtung „und viel gemeinschaftlicher Arbeit hat sich die Lage jetzt merklich entspannt“, macht Bierstedt deutlich.

Dabei sei man sich vor allem mit Haus-Eigentümer Hugo Rauchstädt über eine Nutzungsvereinbarung einig geworden: „Die brauchen wir für finanzielle und rechtliche Planungssicherheit.“ Diese Vereinbarung könne „locker gestaltet“ werden, so Bierstedt: „Der Verein organisiert die regelmäßigen Kino-Vorführungen am Mittwoch — dazu können natürlich weitere Sonderveranstaltungen abgesprochen werden.“ Ob Eigentümer, Vereine oder auch Restaurant — „jeder, der mit einer coolen Geschichte den Kinosaal füllen will, ist willkommen“.

Eine Aussage, die auch Björn Raake freuen dürfte: „Oft fragen unsere Gäste, ob das Kino überhaupt noch genutzt wird“, sagt der Betreiber des Doberaner Kamp-Restaurants. „Schön, dass es hier jetzt wieder mehr Leben gibt — das spüren wir natürlich auch.“

Klar sei, dass das Kamp- Theater nicht nur als Kino genutzt werden könne, ist Hugo Rauchstädt überzeugt: „Das haben wir ja versucht — gerechnet hat es sich nicht.“ Denn das Haus habe insgesamt 700 Quadratmeter Gewerbefläche, allein 340 Quadratmeter würden auf das Kino entfallen: „Und die müssen auch bewirtschaftet werden.“

Erste konkrete Ideen gibt es bereits: So wird am 26. März im Kamp-Theater die Gruppe „Spirit of Smokie“ auftreten und ein Unplugged-Konzert spielen. „Im April soll es eine musikalische Nachwuchs-Veranstaltung geben, bei der sich junge Talente auf der ,großen Bühne‘ austoben können“, blickt Lydia Bierstedt voraus. „Unterstützt werden wir dabei von der Band ,Bad Penny‘, und vielleicht macht auch die Kreismusikschule mit.“

Darüber hinaus sei auch ein Kabarett- sowie ein Niederdeutscher Abend geplant, sagt Bierstedt: „Mit dem Programm sollen alle Generationen angesprochen werden.“ Sie sei mit Blick auf künftige Besucherzahlen optimistisch, erklärt die Vereinsvorsitzende: „Im vergangenen Jahr haben wir nur bei unseren Kino-Veranstaltungen gut 2700 Leute gezählt — mit einem breiteren Angebot wollen wir ab sofort noch mehr Gäste ins Kamp-Theater locken.“ Dennoch sei das kein Selbstläufer: „Man merkt schon, dass eine gewisse Regelmäßigkeit da sein muss — deshalb starten wir jetzt nach unserer kurzen Winterpause wieder voll durch.“

Der Saal habe großes, bislang noch ungenutztes Potenzial, findet auch Eigentümer Hugo Rauchstädt und stellt klar: „Mein Traum ist es immer noch, das Doberaner Kamp- Theater zu einem anerkannten Kulturhaus zu machen.“

Film zur Frauen- und Familienwoche: „Verstehen Sie die Béliers“, heute 17 und 20 Uhr, Kamp-Theater, Severinstraße 4, Bad Doberan

Von Lennart Plottke

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