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Nach langer Tingeltour in den Stadthafen

Stadthafen Nach langer Tingeltour in den Stadthafen

Die Compagnie de Comédie feiert das 25-jährige Bestehen / Große Feier in der Bühne 602 geplant

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Die Bühne 602 im Stadthafen ist seit dem Jahr 2000 feste Spielstätte der Compagnie de Comédie.

Quelle: Ove Arscholl

Stadthafen. Am 2. Juli feiert mit einer großen Party die Compagnie de Comédie ihr 25-jähriges Bestehen. Vor und in der Bühne 602 geben sich die Gratulanten die Klinke in die Hand. Was nicht einer gewissen Pikanterie entbehrt: 1990 läutete das Volkstheater (VTR) mit der ersten großen Entlassungswelle den Personalabbau ein.

 

OZ-Bild

Compagnie-Urgestein Georg Haufler, von Anbeginn dabei, wird einen Tag nach der Jubelparty 65.

Quelle: Andreas Golz

Die Compagnie profitierte von der Künstlerschwemme. 1991 gründete Martina Witte gemeinsam mit Joachim Lemke und Holger Schulze das kleine Theater. „Abenteuerlich? Jawohl, denn wir hatten keine Räumlichkeiten und zunächst nur eine Vision“, verrät Martina Witte. Im Sommer 1991, inmitten der Volkstheater-Spielpause, kam im Klostergarten zum Heiligen Kreuz Antophane‘ „Eirene – der Frieden“ zur Aufführung.

Weil sich der Heinrich-Mann-Club als erste, aber letztlich viel zu kleine Heimstätte erwies, begab sich die Compagnie schließlich auf Tingeltour. „Durch die Region – dafür mit Stücken, nah am Publikum, Komödien mit Tiefe“, sagt Frau Witte. Der Lohn? 1993 verschickte die Hansestadt ihren Kulturpreis zur Compagnie nach Irgendwo.

Den Umzug des kleinen Theaters 1996 in das Haus der Freundschaft als Expansion zu bezeichnen, wäre nicht zutreffend. „Unzumutbar für Künstler und Publikum“, bezeichnet Martina Witte die Gegebenheiten in der Immobilie. Der Ruf nach einer standesgemäßen Bleibe wurde von der kleinen energischen Blondine bis ans Ohr des damaligen Ministerpräsidenten Harald Ringstorff (SPD) getragen. Im Jahr 2000 zog die Compagnie in die Bühne 602 in den Stadthafen.

Seitdem ein Hort der Individuen, Verträumten, Geliebten. Kleinkunst kontra Kleingeist. Große Mimen (Boysen, Wikarski, Wesolek, Haufler) schufen mit ihrer Ausstrahlung beim Publikum Gänsehaut oder Schnappatmung. Der zu früh verstorbene Friedemann Wikarski faszinierte 2003 mit einem beklemmenden Monolog in „Klamms Krieg“, der unvergessen bleibt.

169 Inszenierungen per anno. „Eine tolle Leistung“, findet Prinzipalin Martina Witte. Ob drinnen (legendäre Loriot-Programme) oder draußen (mit unbedingter Wetterresistenz der Künstler und des Publikums im Klostergarten) – die Compagnie stellte sich avantgardistisch den Herausforderungen.

Muss jemand zum Jubiläum eine Laudatio halten? „Nein“, widerspricht Martina Witte energisch. „Wir feiern uns selbst. Und am frühen Morgen des 3. Juli unseren ,Schorsch‘ Haufler, Urgestein der Bühne, der seinen 65. Geburtstag begeht“.

Erste freies Theater in MV

Anfang 1991 wurde die Compagnie de Comédie von Joachim Lemke, Holger Schulze, Georg Haufler, Armin Roder, Friedemann Wikarski, Lutz Wesolek, Martina Witte, Rita Barg und Monika Boysen in Rostock als erstes freies Theater in Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Seit 1993 leitet Martina Witte das Theater. Nach mehreren Stationen ist jetzt die Bühne 602 im Stadthafen die feste Spielstätte der Compag- nie. Mehr als 160 Vorstellungen bietet das Theater pro Jahr. In den Sommermonaten stehen regelmäßig auch Freiluftaufführungen im Garten des Klosters zum Heiligen Kreuz auf dem Spielplan.

Andreas Golz

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