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OZ-Theaterwerkstatt: Karl Huck zeigt den Alltag einer Marionette

Kröpeliner-Tor-Vorstadt OZ-Theaterwerkstatt: Karl Huck zeigt den Alltag einer Marionette

Die verschiedenen Arten des Puppenspiels standen im Mittelpunkt der Veranstaltung / Knapp 100 Besucher saßen und staunten im Heck des Volkstheaters

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Wie viele Gelenke hat eine Marionette? Karl Huck hatte diese und weitere Fragen gestern im Volkstheater beantwortet. Fotos (4): Ove Arscholl

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Plötzlich steht ein Hase auf der kleinen Bühne, dünne Fäden halten ihn aufrecht. Er bereitet eine Olympiade vor, berichtet er den knapp 100 Zuschauern der OZ-Theaterwerkstatt. Fröscheversenken soll eine Sportart sein, und einen Wettlauf gegen den Hasen soll es geben. Familie Igel gesellt sich hinzu. So beginnt das aktuelle Stück „Hase und Igel oder Lügen haben kurze Beine“ vom Puppenspieler Karl Huck. Viel mehr will er gestern Nachmittag aber nicht verraten. Unter dem Motto „Hier tanzen die Puppen“ stellt er stattdessen seinen Beruf vor.

OZ-Bild

Die verschiedenen Arten des Puppenspiels standen im Mittelpunkt der Veranstaltung / Knapp 100 Besucher saßen und staunten im Heck des Volkstheaters

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Die Kinder erfahren viel Hintergründiges über das Puppenspiel. So auch, dass eine Stabpuppe bis zu 15 Kilogramm wiegen kann, oder die Region um Prag (Tschechien) bekannt ist für das Marionettenspiel.

„Sind denn alle Puppen aus Holz geschnitzt?“, möchte ein Kind wissen. Größtenteils würden sie aus Lindenholz hergestellt, antwortet Huck. „Dieses ist so beschaffen, dass die Figuren lange stabil bleiben“, so Huck und zeigt auf zwei Modelle, die im aktuellen Stück „Störtebeker — der Anfang“ zum Einsatz kommen. Jede habe spezielle Eigenschaften und könne sogar für andere Dinge verwendet werden. Vom Pater schraubt er den Oberkörper ab. „Aus seinem unteren Körper wird im gleichen Stück eine Glocke“, veranschaulicht er. Filigraner muss die Tänzerin Salome angefertigt werden: „Sie wird in diesem Stück die Hüfte bewegen.“

Das Puppenspiel sei vielseitig, nicht immer diene eine traditionelle Bühne als Ort. Er zeigt seinen umgebauten Geigenkasten für das Stück „Grille und Ameise“. Als er ihn aufklappt, erblicken die kleinen Zuschauer eine grüne Landschaft, Ameisen rennen um ihren Bau, ein Frosch taucht aus einem Teich auf. Karl Hucks Hände bewegen einen Schmetterling. Mit dem Kasten reiste er sogar bis nach Chile, Indien und Bolivien. „Das ist der Vorteil für dieses Spiel. Ich kann das komplette Equipment schnell und einfach transportieren. Dafür sorgt es ab und zu für Verwunderung bei den Zollbeamten an Flughäfen“, sagt er schmunzelnd.

Auch ungewöhnliche Puppen gehören zu seinem Fundus. Und nicht immer müssen sie an Fäden hängen. So hat er etwa Figuren aus Baumwurzeln gestalten lassen. „Für jede Inszenierung müssen neue Figuren erdacht werden“, erzählt Huck.

Wie immer konnten Kinder bei der OZ-Theaterwerkstatt selbst mitwirken und die Marionetten bewegen. Es gab auch etwas zu gewinnen. Jörg Szymanski, Lina Gierhahn, Burkhard Weger, Jussi Knorr, Anne Hornung und Anne Schuhr wussten, dass beim Bilderrätsel das Mischpult gesucht war und hatten auch noch Glück, dass OZ-Zeitungsente Paula ihre Namen aus der Losbox zog. Als Preise gab es Theaterkarten und OZ-Ticket-Gutscheine.

Von Mathias Otto

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