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Volkstheater eröffnet neue Spielzeit

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Volkstheater eröffnet neue Spielzeit

Tag der offenen Tür gibt Einblicke in Programm und Kulissen / Vorstellung des Puppentheaters

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Zusammen mit ihrer Gauklertruppe spielten Gisela Scholz (70) und Brigitta Hoppe (79) auf dem Vorplatz des Volkstheaters das „Leben und Streben des Kaplan Joachim Slüter zu Rostock“. Das Stück soll zum Stadtjubiläum erneut aufgeführt werden. FOTOS (5): PAULINE RABE

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Eine stärkere Profilierung, einmal im Monat Puppentheater und städtisches Gärtnern auf dem Vorplatz: Das Volkstheater hat sich für die neue Spielzeit einiges vorgenommen. „Alle Neuerungen stehen dabei unter dem Motto der Mitgestaltung“, erzählt Sprecherin Ute Fischer-Graf. Dementsprechend gestaltete sich auch der gestrige Tag der offenen Tür. Neben einem Einblick in das neue Programm konnten die Besucher selbst einmal Kostüm und Maske ausprobieren. Im Zeichen der Bundestagswahl wurde außerdem ein Kinderwahlbüro eingereichtet, indem Sechs- bis 14-Jährige verschiedene Themen miteinander diskutieren konnten.

OZ-Bild

Tag der offenen Tür gibt Einblicke in Programm und Kulissen / Vorstellung des Puppentheaters

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Vorplatz mitgestalten

2 Blumenrabatten stehen auf dem Theatervorplatz zur Mitgestaltung bereit. Damit dieser attraktiver und vor allem grüner wird, sollen Rostocker dort nun Urban Gardening betreiben. Der Trend meint die gärtnerische Nutzung städtischer Flächen. Der Theaterförderverein unterstützt die Aktion mit Blumenzwiebeln.

Anmeldung unter: info@theaterfoerderverein-rostock.de

„Wir haben uns für die neue Spielzeit vorgenommen, noch näher an die Bewohner der KTV heranzukommen“, sagt Fischer-Graf. Deshalb wurde mit der Verlegung des Ateliertheaters vom Dach in den Glasbau auch die Profilierung der verschiedenen Säle verstärkt. „Künftig werden in der intimen Spielstätte ausschließlich zeitgenössische Stücke gespielt.“

Für Dagmar Beyer klingt das nicht sehr überzeugend: „Mir ist das gesamte Programm oft zu modern“, erzählt die 63-Jährige. Sie bevorzuge doch eher die klassischen Werke. „Nichtsdestotrotz bin ich viel zu selten hier. Ich sollte öfter die Gelegenheit nutzen.“ Joachim Wilke kann das nicht von sich behaupten. Der 82-Jährige besucht viele kulturelle Veranstaltungen mit seiner Frau. „Im Volkstheater ist nur schade, dass es keine Ermäßigung für Rentner mehr gibt.“ Dann würden die Warnemünder häufiger den Weg in die Stadt auf sich nehmen. „Die Matinee zu Aschenputtel hat uns wirklich sehr gut gefallen“, sagt Wilke. Bereits am kommenden Freitag steht mit der komischen Oper die erste Premiere der Saison auf der Großen Bühne des Volkstheaters an.

„Spielen wir ein neues Stück, geben wir neuerdings immer den Sonntag davor einen Einblick in die Inszenierungen“, sagt Ute Fischer-Graf. Das komme gut bei den Besuchern an. So auch das Puppentheater, welches in der neuen Saison einmal im Monat stattfinden soll: sonntags für Familien, montags für Kindergärten. „Uns hat es wirklich gut gefallen“, erzählt Julia Böhme, die gemeinsam mit ihrer Familie einen Blick ins Volkstheater warf. Sonst hat die 29-Jährige leider nur selten Zeit, sich Stücke anzuschauen. „Was wirklich schade ist, da das Programm oft ansprechend ist.“ Ihre Interessen sind dabei breit aufgestellt. „Um unsere Aufführungen mehr in einen Gesamtzusammenhang zu bringen, laufen diese nun unter drei Reihen“ erzählt Fischer-Graf. Bei „Knall+All“ gehe es um den Zusammenhang zwischen Mensch und Kosmos, während „Schön+Gut“ sich mehr mit der Verwirklichung von Träumen befasse. „Hin+Weg“ thematisiert unter anderem das Fortgehen, Reisen und auch Ankommen.

„Es ist fast immer etwas dabei, was man sich anschauen möchte“, so Ursula Mischinger. Die 76-Jährige geht gerne mit einer Schulfreundin ins Theater, um danach mit ihr über das Gesehene zu diskutieren. „In Zukunft will ich aber auch öfter meine 18-Jährige Enkelin mitnehmen.“ Sie müsse diese Welt mehr kennenlernen. „Wir achten generell darauf, alle Generationen anzusprechen“, betont Pressesprecherin Ute Fischer-Graf. Daher könne man sich in den unterschiedlichsten Bereichen des Volkstheaters mit einbringen: „Auch in der kommenden Saison wird es weiter die Spielclubs geben.“ Neu dazu komme außerdem ein Jugendchor. Wer zwischen 15 und 25 Jahre sei, gerne singt und sich ausprobiert, sei herzlich zu den Proben eingeladen.

„Wem eher das Gärtnern als das Singen liegt, der kann sich in den Blumenrabatten auf unserem Vorplatz austoben.“ Urban Gardening heißt der Trend, bei dem gemeinsam im städtischen Raum gepflanzt wird.

„Wir wollten den Vorplatz gerne attraktiver und vor allem grüner gestalten. Da kam uns diese Idee“, so Fischer-Graf. Der Theaterförderverein unterstütze die Aktion mit Blumenzwiebeln. Kommt das Konzept gut an, habe das Theater Erweiterungsmöglichkeiten in der Hinterhand. „Wir freuen uns sehr auf die Begegnungsstätte am Blumenbeet.“

Pauline Rabe

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