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Von Ehe und Leidenschaft: „Plattsnuten“ feiern Premiere

Elmenhorst Von Ehe und Leidenschaft: „Plattsnuten“ feiern Premiere

Die plattdeutsche Theater-Gruppe aus Lichtenhagen zeigt am 3. April ihr neuestes Stück

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Sabine Hüll (v.l.), Jessy Brümmer, Ulf Grimnitz, Waltraut Riedel und Wolfhard Harms haben miteinander Probleme. Fotos (2): Jürgen Falkenberg

Elmenhorst. Es hat sich im Dorf herumgesprochen: „De Lichtenhäger Plattsnuten“ bereiten ein neues Stück vor. So fanden sich zur Probe von „De Leev, de Frust, de Swiegermudder“ in der Elmenhorster Gewerbeallee über 30 Neugierige aus Lichtenhagen Dorf und Elmenhorst ein. Sie hatten ihren abendlichen Spaß.

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Die plattdeutsche Theater-Gruppe aus Lichtenhagen zeigt am 3. April ihr neuestes Stück

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Spaß hatten ganz offensichtlich auch die sieben Laienschauspieler, denen Souffleuse Diana Steinfeld nur ganz wenig helfen musste. „Bis zur Generalprobe am 2. April und der Premiere am Sonntag, dem 3.

April um 16 Uhr, in der Kulturscheune Bargeshagen wird noch zwei Mal geprobt“, sagt Wolfhard Harms. Er ist der Leiter der Plattsnuten und führt Regie. 80 Karten für die 200 Personen fassende Scheune sind bereits verkauft.

Im Juli des vergangenen Jahres begannen erste Proben des Stückes, das von Hans Schimmel geschrieben wurde und das Heino Buerhoop ins Plattdeutsche übertrug. Die Akteure haben bereits Erfahrungen beim Spiel vor einer großen Publikumszahl gesammelt. 2014 zur 750-Jahrfeier des Ortes Lichtenhagen Dorf führten sie an der Lichtenhäger Kirche im Festzelt das Theaterstück „De Arbhoff“ (Der Erbhof) auf.

Eine Wiederholung gab es im April 2015 in Elmenhorst. Der gemeinsame Wunsch der bis dahin namenlosen Schauspielertruppe, „Wir machen weiter“, führte zur Namensgebung „De Lichtenhäger Plattsnuten“.

„Die ,Plattsnuten‘ fanden in unserem Förderverein Denkmale Elmenhorst/Lichtenhagen ihre Heimstatt“, sagt der Vereinsvorsitzende Nils Ibendorf. Wie alle Probengäste hatte er sein Vergnügen am munteren Spiel.

Worum geht es bei „De Leev, de Frust, de Swiegermudder“? Es beginnt mit einem herzhaften Ehestreit des fast 25 Jahre verheirateten Ehepaares Willi (Wolfhard Harms) und Gisela Eiermann (Waltraut Riedel). Der Alltag hat die Leidenschaft erlahmen lassen. Freund Paul (Ulf Grimnitz) will die erotischen Sinne bei Willi über ein Internet-Inserat wiederbeleben. Gisela darf aber ja nichts davon erfahren. Ohne dass Willi und Paul es ahnen, hat Giselas Freundin Waltraut (Sabine Hübl) Gleiches vor, damit Gisela wieder Schmetterlinge in den Bauch bekommt. Zwei Inserate mit herrlich geschönten Selbstdarstellungen.

Nur dumm: In beiden Inseraten sind die Adressen offen angegeben. So kann es nicht verwundern, dass die Türklingel bei Eiermanns nicht stillsteht. Da der Partner nichts erfahren darf, beginnt ein Versteckspiel hinter Schlafzimmer-, Toiletten- und Küchentür. Willis Schwiegermutter Ilse Snippenberger (Ursula Schulz) fällt unangemeldet für länger ins Haus ein und bringt zusätzliches Durcheinander. Günter (Jürgen Schulz) und Lolita (Jessy Brümmer) sorgen in der rasanten Tür-auf/Tür-zu-Geschichte für das überraschende Ende.

Bisher ist nur eine Aufführung geplant — obwohl der Aufwand in der Vorbereitung und Ausstattung für die Akteure doch erheblich ist.

Hinter den Kulissen

Hans Schimmel schrieb das Stück in kurpfälzischer Mundart. Als Theaterautor und Buchschreiber zieht er alle Register der Komödie. Er führt auch Regie bei den Brettlhupfer Althussheim. Sein Dreiakter „Liebe, Frust und Schwiegermutter“ ist auf vielen Bühnen aufgeführt worden.

Heino Buerhoop (74) übersetzte mehr als 130 Stücke vom Hochdeutschen ins Plattdeutsche. Einst Maler und Polizist, einst in Hannover ansässig, ist jetzt die Niederdeutsche Bühne Brake sein Zuhause.

Von Jürgen Falkenberg

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