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Vorstand entlässt Leitung: Heimatmuseum ohne Führung

Warnemünde Vorstand entlässt Leitung: Heimatmuseum ohne Führung

Verein spricht von fehlendem Vertrauen / Umbau soll 2018 beendet sein

Warnemünde. Das Warnemünder Heimatmuseum steht ohne Führung da. Nach nur vier Monaten, noch in der Probezeit, haben sich Verein und Leiterin Annika Preibisch getrennt. Der Grund: Zerwürfnisse bei der Museumsgestaltung und der Ausrichtung der Zukunft des Museums – sowie mangelndes Vertrauen. Seit Beginn des Jahres muss der Vorstand nun improvisieren.

Dabei hatte alles vielversprechend begonnen. Kathrin Möller, die das Museum zwei Jahre lang geführt hatte, wechselte nach Anfrage der Stadtverwaltung in den IGA-Park, um dort das Museumsschiff zu leiten. Nach langem Überlegen, wie sie damals sagte. Als Nachfolgerin präsentierte der Vereinsvorsitzende Uwe Heimhardt Annika Preibisch. Aus Sicht ihrer Vorgängerin eine gute Wahl. Auch Preibisch freute sich auf die „neue Aufgabe und die Zusammenarbeit mit dem Verein“. Preibisch stand für eine moderne Museumsidee. Das Museum an der Alexandrinenstraße sollte digital werden. „Vorstellungen über die Führung und Weiterentwicklung des Museums konnten nicht in Einklang gebracht werden“, sagt Uwe Heimhardt: „Wir sind nach wie vor ein Heimatmuseum und nicht Raumschiff Enterprise.“

Das Museum wird zurzeit umgestaltet. Eine volkskundliche Sammlung aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts soll einen Schwerpunkt bilden. Die Trachten der Warnemünder sowie das Alltagsleben der Seefahrer und Lotsen sollen im Mittelpunkt stehen. Die Zeit der 1930er Jahre mit dem Blick auf das Leben der Fischer kann ein zweiter Schwerpunkt und die Zeitgeschichte, die 1970er Jahre in Warnemünde, ein dritter werden. Um die Umgestaltung sollte sich Preibisch kümmern. Daraus wird nun nichts. Was wird nun aus den Umbauplänen? „Thematisch bleibt es dabei“, sagt Heimhardt: „Alles wird etwas entstaubt.“ Eröffnung soll 2018 sein – und dann auch behindertengerecht.

Derzeit kümmern sich unter anderem die Wissenschaftler Horst Schulz und Renate Gerhard mit dem Vorstand um Betrieb und Umbau. Dass sie bis zur Mitgliederversammlung am 22. März eine neue Leitung präsentieren können, möchte Heimhardt nicht versprechen. Die Ausschreibung läuft bis zum 29. Januar über verschiedene Internet-Portale.

„Dass für eine weitere Zusammenarbeit benötigte Vertrauensverhältnis vom Vorstand und Vereinsmitgliedern zur Museumsleiterin konnte leider nicht erreicht werden“, teilte die Vereinsführung zur Begründung mit. Ein weiterer Grund sei, dass Preibisch manchmal zu forsch gewesen sei und nicht ausreichend mit dem Vorstand kommuniziert habe. Gewisse Dinge müsse man abstimmen, sagt Heimhardt. Er sagt aber auch: „Menschlich tut es uns leid.“

Annika Preibisch möchte sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu den Vorfällen nicht äußern. Sie betont aber, dass nicht alles so sei, wie es der Verein darstelle.

Philip Schülermann

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