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Warnemündes Künstler schließen sich zusammen

Warnemünde Warnemündes Künstler schließen sich zusammen

Der Georginenplatz mausert sich zur Künstlerkolonie / Der Zusammenschluss hat schon ein Motto bekommen: „Oase der Ruhe mit Kunst, Mode und Genuss“

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Ines Heinrich, Annegret Heider, Anke Tölle (v.l.) und Thomas Tüngethal leben und arbeiten am Georginenplatz.

Quelle: Klaus Walter

Warnemünde. „Kunst offen“ zu Pfingsten hat es gezeigt: Warnemünde hat nicht nur Potenzial in Sachen Fischbrötchen, Strandkörbe und Hafenrundfahrt. Auch bei der Kunst liegt das Seebad vorn. Der Andrang in ihren Werkstätten und Ateliers am Wochenende hat die Künstler vom Georginenplatz bestärkt: Sie wollen ihr Projekt einer Künstlerkolonie weiter vorantreiben. Ein Mosaikgestalter und Weinhändler, eine Handweberin, zwei Malerinnen, eine von ihnen zugleich Galeristin, eine Modemacherin und neuerdings auch eine Schriftstellerin sind mit im Boot, das auch noch Plätze für weitere Künstler hätte. Ihr Flyer ist bereits gedruckt: „Rund um den Georginenplatz – Eine Oase der Ruhe mit Kunst, Mode und Genuss“.

„Ganz offen gesagt“, sagt Galeristin Anke Tölle, „den Begriff Kolonie mag ich nicht. Klingt nach Gartenkolonie“. Handweberin Ines Heinrich widerspricht: „Um ,Kolonie’ kommen wir wohl nicht herum.

Immer, wenn sich Künstler zusammenschließen, ist von einer Kolonie die Rede.“

Und schon sind sie mittendrin in der Diskussion um ihre Pläne: Ines Heinrich, Thomas Tüngethal und Malerin Annegret Heider gestern Vormittag in der Werkstattgalerie von Anke Tölle am Georginenplatz 8. In einer Ferienwohnung, die keine mehr sein sollte, hat sie ihre Werkstattgalerie eröffnet. Dort bietet sie nicht nur Malunterricht an, sondern holt immer auch national und international bedeutsame Künstler nach Warnemünde.

„Es geht darum, Warnemünde noch attraktiver zu machen, abseits vom Budenzauber zur Sail“, sagt Ines Heinrich. Einen Ruhepol schaffen, Beschaulichkeit bieten, zum Verweilen einladen, Publikum anlocken und ihm etwas bieten: Kurse, Workshops, ab und zu einen Markt, vielleicht auch Auktionen. Der Georginenplatz bietet sich dafür an – eine Oase zwischen Altem Strom, Leuchtturm und Strand. – „Ein besonderer Platz“, findet Annegret Heider. In Rostock geboren und aufgewachsen, war sie schon überall auf der Welt. „Und überall kam mir immer wieder dieser einmalig schöne Platz in den Sinn“, erzählt sie. Seit März hat sie dort ihr Atelier. Heider: „Ich bin zu meinen Wurzeln zurückgekehrt.“

Wichtig sei, dass viel mehr auf den Platz hingewiesen werde, findet Thomas Tüngethal. „Vielleicht Hinweisschilder am Alten Strom, Flyer in der Touristinformation und in den Veröffentlichungen der Stadt“, überlegt er laut. Mit diesem Anliegen hat er bereits Verbündete in den Ausschüssen des Ortsbeirates gewonnen. Mit der geplanten Sanierung des Platzes – Baumbestand und Pflasterung sollen erneuert werden – könnten die Hinweisschilder auf die „Künstlerkolonie am Georginenplatz“ Wirklichkeit werden – der Ortsbeirat hatte schon im Februar seine Unterstützung erklärt. Wichtig sei aber auch, andere Künstler und Galerien einzubeziehen, findet Anke Tölle und lobt ihre Galeristen-Kollegen Ulrike-Sabine Möller am Alten Strom und Alexander Gehrke in der Alexandrinenstraße.

Platz mit besonderer Geschichte

Der Georginenplatz in Warnemünde wurde nach der auf dem Platz befindlichen Blumenanlage aus Georginen (Dahlien) benannt und ab Mitte des 19. Jahrhunderts bebaut.

In der Geschichte Warnemündes hat der Platz eine besondere Bedeutung erlangt. Überliefert ist, dass sich viele der damals 1600 Warnemünder während der Sturmflut im November 1872 auf den Platz retteten, der als eine der am höchsten gelegenen Stellen des Ostseebades nicht überflutet wurde.

Die Hansestadt Rostock hat die Sanierung des Platzes und des Parks bereits geplant. Einen Termin für die Sanierung gibt es jedoch noch nicht. Grund ist die Ebbe in der Stadtkasse.

Klaus Walter

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