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Zu laut, zu eintönig: Hansestadt plant Tüv für Straßenmusik

Rostock Zu laut, zu eintönig: Hansestadt plant Tüv für Straßenmusik

Händler und Anwohner in der Rostocker Innenstadt klagen über Dauerbeschallung. Vor allem einige lautstarke Gesangsgruppen sorgen für Ärger. Ordnungssenator Chris Müller (SPD) will nun die Regeln für Auftritte in Fußgängerzone deutlich verschärfen.

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Diese Musikanten-Gruppe hat den Zorn von Anwohnern und Händlern auf sich gezogen: Nun will die Stadt die Auftritt von Straßenmusikanten in Rostock einschränken.

Quelle: Frank Söllner

Rostock. Im Rostocker Rathaus häufen sich die Beschwerden von Anwohnern und Geschäftsleuten aus der Innenstadt: Seit Monaten sorgen dort allzu laute Gesangsgruppen für Wirbel. Nun reagiert Ordnungssenator Chris Müller (SPD) und will die Spielregeln für Straßenmusikanten verschärfen. „Wenn die Musik laut und das Repertoire schmal ist, wird es für die unfreiwilligen Zuhörer echt anstrengend“, so Müller.

 

Unter anderem sollen Zeit festgelegt werden, in denen keine Musik an der Kröpeliner Straße oder Breiten Straße gespielt werden darf. Und: Gruppen ab vier Musikern brauchen künftig in Rostock eine Genehmigung. Hintergrund: Vor allem eine Gruppe - vermeintlich aus Lateinamerika - hat den Zorn der Anwohner auf sich gezogen: Melodie und Text ließen sich bei deren Auftritt nur schwerlich erkennen, sagt Diane Haupt. Sie ist Geschäftsfrau und Betreiberin eines Imbissstandes an der Breiten Straße. „Das grenzt an Lärmbelästigung. Acht, neun Stunden am Tag singen die. Über Geschmack lässt sich ja streiten, aber dieser Dauerlärm geht gar nicht.“ 

Der CDU geht Müllers Plan nicht weit genug: In München habe die Stadt deshalb vor Jahren schon einen „Tüv“ für Straßenmusiker eingeführt: Die Musikanten müssen vor einem Gremium aus Experten vorspielen, bevor sie in die Fußgängerzonen dürfen. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir eine solche Jury aus Kultur- und Ordnungsamt, Musikexperten und Ortsbeirat auch in Rostock einführen“, sagt Parteichef Daniel Peters.

Andreas Meyer

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