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Kulturprojekt zieht regionale Künstler an

SCHWAAN / KLEIN KARIN Kulturprojekt zieht regionale Künstler an

Hermes, der göttliche Nachrichten-Bote, hat sich ein neues Refugium ausgesucht: Künftig steht die „Hermes“-Skulptur des Neu Kariner Künstlers Jan Witte-Kropius im Parkgelände der Schwaaner Kunstmühle.

Schwaan/Klein Karin. Hermes, der göttliche Nachrichten-Bote, hat sich ein neues Refugium ausgesucht: Künftig steht die „Hermes“-Skulptur des Neu Kariner Künstlers Jan Witte-Kropius im Parkgelände der Schwaaner Kunstmühle. Wie auch der „Badende“ aus Bronze des Kühlungsborner Künstlers Wilfried Schröder, der noch dazu eine leicht abgewandelte Figur des „Badenden“ aus Gips in der Kunstmühle selbst zu stehen hat. Anlass ist das neue Projekt „Kunstpunkte in Schwaan – Kulturtourismus und Identitätsstiftung im ländlichen Raum“.

 

OZ-Bild

Künstler Jan Witte-Kropius (Mitte) macht mit Carolin Kampehl und Frank Ohde seine Skulptur „Hermes“ reisefertig.

Quelle: Sabine Hügelland

Hinter der Kunstmühle in Schwaan erstreckt sich ein Parkbereich, der sowohl eine Ausstellungsfläche für temporäre Aktionen als auch für wechselnde Skulpturenausstellungen bietet. Die beiden Künstler sind die ersten aus der Region, die daran teilnehmen. „Ich bin im Mai mit der Arbeit betraut worden“, sagt Carolin Kampehl, Projektmanagerin im Kunstmuseum der Stadt Schwaan. „Es geht darum, dass Schwaan wieder eine lebendige Künstlerstadt wird – in Anlehnung an die Künstlerkolonie, die hier einst entstand.“

Worpswede in Niedersachsen zeige, wie es gehen kann. Die dortige Künstlerkolonie ist eine 1889 gegründete Lebens- und Arbeitsgemeinschaft von Künstlern – gelegen im Teufelsmoor, 18 Kilometer nordöstlich von Bremen. Worpswede wurde dadurch zur Heimat bedeutender Künstler des Jugendstils, Impressionismus und Expressionismus. Heutzutage können Ausstellungen, Galerien und Werkstätten besucht werden.

Schon 1860 siedelten sich die ersten Künstler in Schwaan an. Ab 1890 entwickelte sich die Stadt zu einem Künstlerort. Das Projekt „Kunstpunkte in Schwaan – Kulturtourismus und Identitätsstiftung im ländlichen Raum“ bringt Kunst aus dem Museum in die Natur. „Es geht vor allem darum, regionalen Künstlern ein Podium zur Repräsentation zu geben“, erklärt Carolin Kampehl. „Gleichzeitig möchten wir Gästen, die nicht ins Museum gehen wollen, ermöglichen, Kunst in der Natur betrachten und erleben zu können.“ Die Projektmanagerin holte die ersten Skulpturen persönlich mit Bauhofmitarbeiter Frank Ohde ab.

Radfahrer und Spaziergänger werden nun die wachsende Ausstellung im Park beobachten und sich von der großen Vielfalt an Kunst im Landkreis überzeugen können. Für die Künstler ist das eine Möglichkeit, sich über ihr Atelier hinaus zu präsentieren, auch verkaufen zu können. „Die Künstler sind mit der Region verwachsen und können mit ihren Arbeiten ihre persönliche Lebensweise, das Leben an diesem Ort, ihr Leben in Mecklenburg auf diese Art reflektieren“, sagt Carolin Kampehl.

Ein Austausch könne stattfinden – über die Kunst, die Künstler, das Konzept der Kunstmühle: „Ich hoffe, dass diese Form der Öffentlichkeit ihre Resonanz finden wird und die Künstler mit ihrer Arbeit stärker wahrgenommen werden.“

Jan Witte-Kropius ist es wichtig, Dinge aus der Umgebung mit Impulsen, die er von außen erhält, zu verknüpfen. „Die ländliche mecklenburgische Region stirbt aus – man muss ihr etwas zusetzen, das sie bereichert“, nennt Witte-Kropius seinen Grund, am Projekt teilzunehmen. Sabine Hügelland

OZ

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