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Kunst und Läden im nächtlichen Einklang

Östliche Altstadt Kunst und Läden im nächtlichen Einklang

In der Östlichen Altstadt flanierten gestern Tausende durch die Gassen, um Mode, Bilder und Musik zu erleben

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Großer Andrang im „Ruhepol“: Neugierige wollten einen Blick auf die Abschlusskollektion der Designschule Schwerin erhaschen. Fotos (4): Claudia Tupeit

Östliche Altstadt. Kunstnacht in der Östlichen Altstadt: Malerei hängt in Büros, Gitarre und Gesang erklingen in der Mediationsstelle und Menschentrauben wandern mit Sektchen in der Hand, gut gelaunt, herzlich lachen und im Plan „Was, wann, wo?“ stöbernd durch die Gassen. Zur 16. Kunstnacht gehört aber auch – anstehen, um Vorführungen zu sehen.

OZ-Bild

In der Östlichen Altstadt flanierten gestern Tausende durch die Gassen, um Mode, Bilder und Musik zu erleben

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Nicht sehr still ist es im „Ruhepol“, wo sonst gestresste Gemüter beim „Floating“schwerelos im Salzwasser treiben. Gestern Abend drängelten sich Dutzende Schaulustige in das alte Haus, um die Kreationen junger Talente zu sehen. Der Abschlussjahrgang der Designschule Schwerin hat seine Schöpfungen mit Models präsentiert. Beim Friseursalon Stefanie Ehrich klapperten die Mannequins sogar raus bis auf die Kopfsteinpflaster. Sie haben sich in edlen oder auch extravaganten Kleider des Designers Bernd Kallnitz gezeigt.

Anne Schünemann ist mit ihren Freundinnen in ihrer Gegend unterwegs. Bei Klaus Buschhoff kehren die vier Damen in sein privates Reich ein: Der Neu-Rostocker hat sein Wohnzimmer geöffnet, um Tucholsky-Anhängern „Menschliches – allzu Menschliches“ vorzulesen. „Ich lebe in einem ehemaligen Laden. So passen meine fünf Meter langen Bücherschränke rein“, sagt Buschhoff. Schünemann macht es sich auf einem Stuhl aus China gemütlich, plaudert mit der legendären „Klatsch und Gerüchteküche“-Besitzerin Gabi Pertus alias „Frau Geyer“ über deren früheres Geschäft in der Waldemarstraße. Fanny Severin ist richtig angetan von der Atmosphäre, nicht nur im „Wohnzimmer“, sondern in der gesamten Östlichen Altstadt. „Ich bin zum ersten Mal dabei. Es ist richtig toll, was es hier so gibt.“ Die vier Freundinnen gehen weiter „alles abklappern und nett quatschen“.

Mit mehr als 50 Orten, an denen sich Kunst und Lokalität vereint haben, ist ordentlich was los. Im Bernsteinhaus von Silke Herloff etwa gibt sollen dieses Mal nicht ihre eigenen Schmuckstücke – ohne Zweifel auch Kunstwerke – im Vordergrund stehen. „Mein Papa ist mit seinen Bildern heute Hauptperson“, sagt sie und verweist stolz an ihn. Der Künstler hat seine „grafischen Partituren“, wie er es nennt, über Schaukästen mit Ketten, Steinen und Ohrringen aufgehängt. „Diese Zeichnungen und Malereien sind meine persönliche Interpretation von konkreter Kunst.“ Von anderen Bildern ist Leonora Elbrecht schwer beeindruckt. So sehr, dass sie sich den Namen der Künstlerin vorsichtshalber auf die Hand mit Kulli notiert hat. „Nora Lienemann“ liest sie nach ihrem Kunstnacht-Höhepunkt beim Friseur „Studio Ockert“ vor.

Wie viele Leute während der Kunstnacht unterwegs gewesen sind, sei schwer zu messen, sagt Sebastian Bielke vom Altstadtverein. Klar ist: Tausende. Die Schwestern Maike Klee und Denise Dau haben in ihrem „Törtcheneck Schwesterherz“ nicht nur ständig Cupcakes nachgemacht, sondern auch schon kurz nach 20 Uhr die ersten 40 Liter Bowle verkauft. Und ein Stück weiter oben in der Nikolaikirche ist anstehen für den Kunstmarkt angesagt. Der ist noch bis morgen geöffnet.

Claudia Tupeit

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