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Kunstschule: 25 Jahre Kreativität für alle

Rostock-Kröpeliner-Tor-Vorstadt Kunstschule: 25 Jahre Kreativität für alle

250 Kursteilnehmer im Semester / In der Frieda 23 wird gemalt, getöpfert und fotografiert

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Geschäftsführerin Inga-Lena Vöpel (35) zeigt Arbeiten von Kursteilnehmern in der Kunstschule. Fotos (2): Julia Graßmann

Rostock-Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Lichtdurchflutete Ateliers und moderne Werkstätten: Hier kann der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Ob durch Malerei, Keramik, Zeichnung oder Fotografie – in der Kunstschule Rostock ist für Klein und Groß etwas dabei. Diese verschiedenen künstlerischen Techniken machen nur einen Teil der breiten Angebotspalette der Kunstschule aus, die jetzt ihr 25-jähriges Bestehen als Verein feiert.

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250 Kursteilnehmer im Semester / In der Frieda 23 wird gemalt, getöpfert und fotografiert

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„Unser Bildungsauftrag ist die ästhetische Erziehung für Kinder ab zwei Jahren. Bei uns können die Kinder experimentieren, an Staffeleien malen und erste künstlerische Techniken erlernen“, erzählt Inga-Lena Vöpel, neue Geschäftsführerin der Kunstschule. „Unsere Arbeit soll auch als Ergänzung zum Kunstunterricht in der Schule verstanden werden, da diese natürlich nicht die ausreichenden Mittel und Methoden zur Verfügung haben.“

2010 erhielt die Kunstschule den Titel zur staatlich anerkannten Kinder- und Jugendkunstschule in Mecklenburg-Vorpommern. „Unsere 30 Dozenten kommen alle von einer Hochschule. Sie selbst sind den Weg des freischaffenden Künstlers gegangen, haben den Kampf gemeistert und können nun ihre Erfahrungen teilen“, sagt die Geschäftsführerin.

Etwa 250 Kursteilnehmer zieht es jährlich in die Räume der Frieda 23, die Kunst- und Medienschule in der Hansestadt. „Unsere professionell ausgestatteten Ateliers laden ein zum kreativ sein“, erklärt Wiebke Laudahn, stellvertretende Geschäftsführerin der Kunstschule. Zudem werden Projekte für etliche Schulklassen angeboten, die sich außerhalb Rostocks befinden. Schulen, wie beispielsweise die Jenaplanschule in der Stadtmitte, tauschen seit zwei Jahren sogar Klassenfahrt gegen eine Kunst- und Medienwoche in der Frieda 23. „Hier arbeiten wir gern mit Radio Lohro und dem Institut für neue Medien zusammen. Wir sind wie eine große Kultur-WG, die sich gefunden hat“, sagt Vöpel.

Die Kursplanung der Kunstschule richtet sich nach den Schulferienzeiten. Das neue Semester startete am 5. September. Geplant sind 50 verschiedene Kurse. „Wir haben jetzt schon eine enorme Nachfrage und konnten neue Teilnehmer erreichen. Fast alle Kurse sind schon belegt“, erzählt Vöpel stolz. Die Kurse kosten bis zu 45 Euro pro Monat. Am Semesterende gibt es eine Jahresabschlussausstellung, in der die Arbeiten aus allen Projekten ausgestellt werden. Und in den langen Sommerferien? Seit 2014 werden auch erstmalig ganztägige Ferienkurse für Grundschüler angeboten.

Neben den Projekten und Kursen können Interessierte an der Kunstschule auch ein Vorstudium absolvieren. In diesem für Mecklenburg-Vorpommern einzigartigen Angebot können Bewerbungsmappen angefertigt werden, die als Voraussetzung für eine Zulassung an einer Kunst- oder Designhochschule dienen. Im September des vergangenen Jahres wurde das Projekt „Art is Human“ ins Leben gerufen. Hierbei engagieren sich die Dozenten ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe, indem sie kreativ mit jungen Flüchtlingen arbeiten. „Anerkannte Flüchtlinge können immer freitags kostenfrei am Kreativkurs teilnehmen und unbeschwert mit den Künsten das Erlebte verarbeiten“, berichtet Vöpel. Finanziert wird die kunstpädagogische Arbeit der Kunstschule zu jeweils einem Drittel durch die Hansestadt, das Land und aus Eigenmitteln.

Gegründet wurde die Kunstschule am 24. September 1991 als „Mobile Kunstschule Rostock“ mit dem Ziel, durch künstlerische Anregungen neue Impulse in Kindergärten und Schulen auszulösen. Wie der Name verrät, hatte die Kunstschule damals keine Räumlichkeiten zur Verfügung, sondern begab sich direkt in die Schulen und Kitas.

24 Stunden Kunst

Zum Abschluss der Jubiläumswoche der Kunstschule werden den Besuchern morgen 24 Stunden Kunst am Stück geboten. In der sogenannten „Galerie-Ausstellung“ sorgen 16 ehemalige Kunstschüler für abwechslungsreiche Einblicke in einem halbstündlichen Rhythmus. Die Veranstaltung findet im Foyer der „Frieda 23“ und den Atelierräumen der Kunstschule, Friedrichstraße 23, statt. Sie beginnt am Freitag, 23. September, um 18 Uhr und endet am Sonnabend dann zur gleichen Zeit.

Julia Graßmann

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